Diplomarbeit, 2006
127 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der psychosozialen Situation von Jugendlichen kurdischer Herkunft in Deutschland. Sie untersucht, wie diese Jugendlichen mit gesellschaftlicher Erfahrung von Inklusion und Exklusion umgehen und welche Herausforderungen sie im Kontext ihrer multikulturellen Lebenswelt bewältigen müssen. Die Arbeit basiert auf einer sekundäranalytischen Auswertung von empirischen Studien sowie eigenen Beobachtungen in verschiedenen Institutionen, die sich mit kurdischen Jugendlichen auseinandersetzen.
Die Einleitung der Arbeit stellt den aktuellen Forschungsstand zur Situation von KurdInnen in der Bundesrepublik Deutschland dar und erläutert die Forschungsziele der vorliegenden Untersuchung. Sie zeigt auf, dass es bisher nur wenige gesicherte Erkenntnisse über die Lebensbedingungen und Erfahrungen von Jugendlichen kurdischer Herkunft gibt und dass diese Gruppe in der Migrationsforschung bisher kaum Beachtung gefunden hat.
Das erste Kapitel der Arbeit widmet sich dem theoretischen Bezugsrahmen der Untersuchung. Es werden die Konzepte von Migration und Diaspora erläutert und die Faktoren der Selbst- und Fremdethnisierung sowie der Transnationalismus beleuchtet. Das Kapitel bietet einen Überblick über die historische Entwicklung der kurdischen Diaspora und die Lage der KurdInnen in der Türkei und in der Bundesrepublik Deutschland.
Das zweite Kapitel der Arbeit befasst sich mit der Lebenswelt von Jugendlichen kurdischer Herkunft in Deutschland. Es untersucht die Herausforderungen, die mit dem „Dritten Stuhl" verbunden sind, und analysiert die Beziehungen zwischen den Familiengenerationen, die Rolle der Peer-Groups und die Bedeutung von Sprache und Kultur im Alltag der Jugendlichen.
Das dritte Kapitel der Arbeit widmet sich dem Übergang von der Schule in die Berufswelt. Es untersucht den schulischen Werdegang von Jugendlichen kurdischer Herkunft im europäischen Vergleich und analysiert die Kriminalisierungstendenzen bei dieser Gruppe. Das Kapitel beleuchtet die Rolle der Schule als Integrationsfaktor und untersucht, wie die deutsche Gesellschaft auf die Bedürfnisse und Herausforderungen von Jugendlichen kurdischer Herkunft reagieren kann.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die kurdische Diaspora, Inklusion und Exklusion, Jugendliche kurdischer Herkunft, Lebensbedingungen, Integration, Schule, Beruf, Kriminalisierung, Transnationalismus, Selbst- und Fremdethnisierung, Kultur, Sprache, Familie, Peer-Groups, „Dritter Stuhl".
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