Masterarbeit, 2007
53 Seiten, Note: 1.0
1 Grundlagen zu Markov-Ketten
1.1 Definition
1.2 Irreduzibilität und Aperiodizität
1.3 Stationäre Verteilungen und Reversibilität
1.3.1 Existenz der stationären Verteilung
1.3.2 Reversibilität einer Verteilung
1.4 Konvergenzsatz
1.4.1 Konvergenz gegen die stationäre Verteilung
1.4.2 Eindeutigkeit der stationären Verteilung
2 Metropolis-Hastings Algorithmus
2.1 Allgemeine Beschreibung des Metropolis-Hastings Algorithmus
2.2 Implementierung des Metropolis-Algorithmus im Beispiel der Exponentialverteilung
2.3 Fehler-Abschätzung im Beispiel der Exponetialverteilung
3 Gibbs-Sampler
3.1 Allgemeine Beschreibung des Gibbs-Samplers
3.2 Implementierung des Gibbs-Sampler Beispiels
3.3 Verallgemeinerung auf q-Färbungen
4 Approximate counting
4.1 Problemstellung
4.2 Existenz-Theorem
4.3 Beweis: erster Teil
4.4 Beweis: zweiter Teil
4.5 Implementierung
6 Quelltexte
6.1 Metropolis-Hastings Algorithmus
6.2 Gibbs-Sampler
6.3 Approximate-Counting Algorithmus
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Markov-Chain Monte Carlo (MCMC) Methoden zur Lösung statistischer und kombinatorischer Probleme. Das primäre Ziel ist es, stochastische Prozesse so zu konstruieren, dass deren stationäre Verteilungen für Simulationen nutzbar gemacht werden, insbesondere um schwer berechenbare Größen wie die Anzahl zulässiger Graphenfärbungen effizient zu approximieren.
1.1 Definition
Wir beginnen mit einem sehr einfachen Beispiel: Denken wir an einen zufälligen Läufer in einer sehr kleinen Stadt, die nur aus vier Straßen besteht. Dabei werden die vier Straßenecken wie in der untenstehenden Abbildung mit v1, v2, v3 und v4 bezeichnet. Zum Zeitpunkt 0 steht der zufällige Läufer in der Ecke v1. Zum Zeitpunkt 1 wirft er eine faire Münze und entscheidet je nach Ausfall, ob er weiter nach v2 oder v4 geht. Zum Zeitpunkt 2 wirft er wieder eine faire Münze, um zu entscheiden, zu welcher benachbarten Ecke er gehen soll. Dabei verwendet er die Entscheidungsregel, wenn die Münze Kopf zeigt, einen Schritt im Uhrzeigersinn zu gehen und andernfalls, wenn die Münze Zahl zeigt, einen Schritt gegen den Uhrzeigersinn zu gehen. Diese Prozedur wird fortgeführt für die Zeiten 3, 4, usw.
Für jedes n bezeichnet Xn den Index der Straßenecke an der sich der Läufer zur Zeit n befindet. Deswegen ist (X0, X1, ...) ein Zufallsprozess der Werte aus {v1, v2, v3, v4} annimmt. Weil der Läufer zur Zeit 0 in v1 startet, ergibt sich: P(X0 = v1) = 1. Danach bewegt er sich nach v2 oder v4 mit jeweils der Wahrscheinlichkeit 1/2, so dass: P(X1 = v2) = 1/2 und P(X1 = v4) = 1/2.
1 Grundlagen zu Markov-Ketten: Einführung in die mathematische Theorie, einschließlich Definitionen zur Irreduzibilität, Aperiodizität und der Existenz sowie Eindeutigkeit stationärer Verteilungen.
2 Metropolis-Hastings Algorithmus: Beschreibung eines allgemeinen Verfahrens zur Erzeugung von Markov-Ketten mit einer vorgegebenen Zielverteilung sowie deren Implementierung am Beispiel der Exponentialverteilung.
3 Gibbs-Sampler: Analyse einer speziellen MCMC-Konstruktion zur Simulation von Konfigurationen in Graphen, insbesondere für Färbungsprobleme.
4 Approximate counting: Konstruktion eines zufälligen Approximations-Schemas für Zählprobleme, demonstriert an der approximativen Bestimmung der Anzahl von q-Färbungen.
6 Quelltexte: Dokumentation der verwendeten Algorithmen in Form von Programmcode für die durchgeführten Simulationen.
Markov-Kette, Metropolis-Hastings Algorithmus, Gibbs-Sampler, MCMC, Stationäre Verteilung, Graphenfärbung, Approximate Counting, Stochastik, Zufallsprozess, Konvergenzsatz, Wahrscheinlichkeitsdichte, Monte Carlo Simulation, Adjazenzmatrix, Kombinatorik
Die Arbeit behandelt Markov-Chain Monte Carlo (MCMC) Methoden, die dazu dienen, komplexe stochastische Objekte zu simulieren und statistische Parameter zu schätzen.
Die zentralen Themen sind die mathematische Fundierung von Markov-Ketten sowie deren praktische Anwendung in den Algorithmen von Metropolis-Hastings, dem Gibbs-Sampler und Verfahren zum Approximate Counting.
Ziel ist es, Methoden zu entwickeln und zu analysieren, mit denen Wahrscheinlichkeitsverteilungen konstruiert und für die Approximation schwer berechenbarer Zählprobleme genutzt werden können.
Die Arbeit nutzt maßgeblich die Theorie der stochastischen Prozesse, insbesondere die Eigenschaften irreduzibler und aperiodischer Markov-Ketten, um Konvergenz gegen stationäre Verteilungen zu gewährleisten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Konvergenzbedingungen, die Erläuterung der algorithmischen Umsetzung von Metropolis-Hastings und Gibbs-Sampling sowie die Anwendung auf approximative Zählprobleme in Graphen.
Wichtige Begriffe sind stationäre Verteilung, Irreduzibilität, Monte Carlo Simulation, Algorithmen-Effizienz (Polynom-Zeit) und Approximations-Schema.
Die Güte wird mithilfe des Gesetzes der großen Zahlen und Ungleichungen wie der von Chebychew abgeschätzt, um Fehlergrenzen für den Erwartungswert bei einer gegebenen Sicherheitswahrscheinlichkeit zu definieren.
Die Burnin-Periode ist die initiale Phase einer Markov-Ketten-Simulation, in der die Kette noch nicht nah genug an der stationären Verteilung ist; diese Daten werden von der statistischen Analyse ausgeschlossen.
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