Masterarbeit, 2021
76 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Value-Investment-Strategien unter kritischer Betrachtung moderner und verhaltensorientierter Kapitalmarkttheorien
2.1 Gegenüberstellung von Aktien und Anleihen als Langzeitinvestment
2.2 Value-Investment-Strategie nach Graham
2.3 Funktionen einer fundamentalen Analyse
2.4 Abgrenzung von Spekulation und Investition
2.5 Klassifizierung der Wertpapiere
2.6 Qualitative und quantitative Einflussfaktoren
2.7 Risikodefinition sowie Sicherheitsstandards „Margin of Safety“
2.8 Der innere Wert sowie abgeleitete Value-Investment-Strategien
3. Finanzmarkttheorien kritisch betrachtet
3.1 Herleitung und Grenzen des Capital Asset Pricing Modell der traditionellen Finanzmarkttheorie
3.2 Prospect Theory ein Erklärungsansatz der evolutionären Finanzmarkttheorie
3.3 Bias ein Erklärungsansatz der verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie
4. Berkshire Hathaway Inc.
4.1 Die Gründer – The Witch of Wall Street
4.2 Die Übernahme Berkshire Hathaway Inc.
4.3 Der Aufbau eines Konglomerats der besonderen Art
4.4 Die Macht der Float
4.5 Bankbeteiligungen als weiterer Grundstein
4.6 Abweichung von klassischen Value-Investment-Strategien
4.7 Der Hebel von Berkshire Hathaway Inc.
4.8 Weitere Finanzierungsvehikel
4.9 Kontrollierte Unternehmen
4.10 Tax Shield durch große Unternehmensübernahmen
5. Abschließende Betrachtung und weiterer Forschungsbedarf
Die Arbeit untersucht, ob der Erfolg von Berkshire Hathaway Inc. primär auf klassischen Value-Investment-Strategien basiert oder ob die Struktur als Konglomerat zusätzliche Vorteile bietet. Hierzu werden empirische Daten seit 1964 analysiert und mit modernen Kapitalmarkttheorien sowie verhaltensorientierten Ansätzen in Kontrast gesetzt.
2.4 Abgrenzung von Spekulation und Investition
Der Unterschied zwischen einer Spekulation und Investition scheint auf den ersten Blick relativ erklärbar. Möchte man jedoch eine Investition genauer definieren so stellt sich eine herausfordernde Aufgabe. Aus diesen Gründen bezeichnen sie eine Spekulation als jede Transaktion welche fehlende Überwachungsstandards aufweist. Dies beschreiben sie mit folgenden Worten „Eine Investmenttransaktion verspricht auf der Grundlage einer sorgfältigen Analyse Vermögenssicherheit und einen zufriedenstellenden Ertrag.“ Einige Bestandteile bedürfen einer näheren Beschreibung.
Ein essentieller Bestandteil einer Investition mit Investmentcharakter ist der Ausgabepreis. So ist die Anlage, in eine Stammaktie sowie in eine Anleihe, bei einem bestimmten Preisniveau, wenn dies unter ihrem inneren Wert liegt, als Investment einzustufen. Ebenso ist eine Gruppe von Stammaktien, welche diese Anforderungen nicht erfüllen so anzusehen, wenn hierdurch ein Diversifikationseffekt entsteht, der die Mindestanforderungen erfüllt. Bestimmte Arbitrage oder Hedgegeschäfte bei welchem gleichzeitig zwei Wertpapiere gekauft werden ist ebenso als Investition anzusehen. Bei einer sorgfältigen Analyse handelt es sich um Studien der Faktoren, welche an bewährte Sicherheitsstandrads und Bewertungsstandrads angelegt sind. Unter Sicherheit versteht man den Schutz des Kapitals unter Bedingungen oder Schwankungen, welche vorhersehbar oder wahrscheinlich sind. Es sollte auf jeden Fall Kapitalerhalt sichergestellt werden. Nur bei unvorhersehbaren Ereignissen soll ein Verlust entstehen können. Sobald eine fundierte Analyse einen Verlust prognostiziert gilt die Anlage als Spekulation. Unter konservativer Erwartung wird die vom Investor geforderte Rendite unabhängig seiner Höhe benannt. Diese sollte jedoch bewusst gewählt werden. Diese Rendite sollen keinen Ausgleich für das Risiko darstellen, sondern die Geldfunktion als Übertrag in die Zukunft sicherstellen. Somit orientiert sich diese Rendite anhand der Inflationsrate.
1. Einleitung: Das Kapitel bietet einen makroökonomischen Überblick zur Motivation der Arbeit und definiert die Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise.
2. Value-Investment-Strategien unter kritischer Betrachtung moderner und verhaltensorientierter Kapitalmarkttheorien: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Value-Investing nach Graham dargelegt und Begriffe wie Investition und Spekulation differenziert.
3. Finanzmarkttheorien kritisch betrachtet: Dieses Kapitel analysiert das CAPM sowie alternative verhaltenswissenschaftliche Erklärungsmodelle wie die Prospect Theory.
4. Berkshire Hathaway Inc.: Der Hauptteil untersucht die historische Entwicklung, die spezifische Konglomeratsstruktur sowie die Finanzierungsstrategien von Warren Buffetts Unternehmen.
5. Abschließende Betrachtung und weiterer Forschungsbedarf: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert, dass Buffetts Lebenswerk als „Super Konglomerat“ zu bezeichnen ist.
Value Investing, Berkshire Hathaway, Warren Buffett, Benjamin Graham, Konglomerat, Float, Kapitalmarkttheorie, Prospect Theory, Risiko, Margin of Safety, Unternehmensübernahmen, Diversifikation, Effizienzmarkthypothese, Finanzierung, Investmentstrategie
Die Arbeit analysiert das Geschäftsmodell von Berkshire Hathaway und bewertet, ob der Erfolg des Unternehmens auf klassischen Value-Investment-Strategien oder auf spezifischen Vorteilen seiner Konglomeratsstruktur basiert.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Value-Investing, die kritische Analyse moderner Kapitalmarkttheorien, verhaltensökonomische Bias bei Marktteilnehmern und die spezifische Finanzierungspraxis von Berkshire Hathaway.
Das primäre Ziel ist es zu ergründen, ob Berkshire Hathaways Überrendite gegenüber dem S&P 500 durch fundamentale Strategien nach Benjamin Graham oder durch andere Synergieeffekte eines optimal aufgestellten Konglomerats erklärt werden kann.
Es wird eine fundierte Literaturanalyse in Kombination mit einer empirischen Auswertung der Unternehmensgeschichte und Finanzdaten von Berkshire Hathaway von 1964 bis 2020 angewendet.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Entstehung von Berkshire Hathaway, die Nutzung des Versicherungs-„Float“ zur Finanzierung, die Rolle von Bankbeteiligungen und die Abweichungen der Anlagestrategie von klassischen Lehrmeinungen.
Die Arbeit ist maßgeblich durch die Begriffe Value Investing, Konglomerat, Float, Prospect Theory und Risiko definiert.
Der Float ist das aus dem Versicherungsgeschäft resultierende Kapital, welches Berkshire Hathaway zinsgünstig zur Verfügung steht und als wesentlicher Finanzierungshebel für das gesamte Konglomerat fungiert.
Sie wird als zentrales Sicherheitskonzept nach Graham dargestellt, das Investoren vor den negativen Auswirkungen unvorhersehbarer Marktschwankungen schützen soll.
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