Masterarbeit, 2021
62 Seiten, Note: 2,00
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Angst
2.1.1 Biologische Faktoren
2.1.2 Soziale Faktoren
2.1.3 Angst als Nervenkitzel
2.1.4 Angst als Stressreaktion
2.2 Abgrenzung zu Angststörungen
2.2.1 Spezifische Angststörung
2.2.2 Soziale Angststörung
2.2.3 Panikstörung
2.2.4 Agoraphobie
2.2.5 Generalisierte Angststörung
2.3 Zukunftsängste
2.3.1 Zukunftsorientiertes Erleben und Handeln
2.3.2 Die Rolle von Optimismus und Pessimismus in Bezug auf Zukunftsdenken
2.3.3 Psychologie der Unsicherheit
2.3.4 Sorgen und Ängste von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
2.3.5 Studienlage zur Corona-Situation
3 Vorbefragung
3.1 Fragebogen
3.2 Stichprobe
3.3 Ergebnisse der Vorbefragung
4 Hypothesen für die Hauptbefragung
4.1 Soziodemografische Variablen
4.2 Persönliche Einflüsse
5 Hauptbefragung
5.1 Fragebogen
5.1.1 Soziodemografische Daten und Zukunftsängste
5.2 Stichprobe
5.3 Statistik
5.4 Ergebnisse der Hauptbefragung
5.4.1 Sorgen und Ängste
5.4.2 Hypothesen
5.4.2.1 Geschlechterunterschied
5.4.2.2 Einkommen und sozioökonomischer Status
5.4.2.3 Wohnort
5.4.2.4 Wohnverhältnisse
5.4.2.5 Diagnostizierte Angststörung
5.4.2.6 Diagnostizierte Depression und aktuelle Stimmung
5.4.2.7 Selbstwirksamkeitserwartung
5.4.2.8 Optimismus
5.4.2.9 Ungewissheitstoleranz
6 Prävention und Unterstützung Betroffener
7 Diskussion
Diese Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die Entstehung und Aufrechterhaltung von Zukunftsängsten und -sorgen bei Schülern, Studenten und Berufseinsteigern. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, sowohl soziodemografische als auch persönliche psychologische Variablen zu identifizieren, die den Grad der Zukunftsangst in dieser spezifischen Zielgruppe beeinflussen.
2.3 Zukunftsängste
Zukunftsangst zu definieren ist nicht einfach. Konkrete Definitionen finden sich in der einschlägigen Literatur kaum, auch gibt es nur wenige Bücher und Aufsätze die sich mit dem Thema im Kindes- und Jugendalter beschäftigen. Meist findet man Abhandlungen über Zukunftsängste bei Kindern und Jugendlichen in Bezug auf Umweltkatastrophen und Atomkraft in den Achtziger und Neunziger Jahren (vgl. Schmitz-Peick, 1993). Hierbei scheint der Begriff der Zukunft bei Kindern und Jugendlichen eher negative Assoziationen hervorzurufen, während der Begriff von Erwachsenen eher neutral verwendet wird (Loewenfeld, 1993). In einer Reihe von sogenannten „Zukunftswerkstätten“ assoziierten Kinder und Jugendliche beim Gedanken an „die Zukunft“ Begriffe wie Kälte, Dunkelheit und Farblosigkeit sowie eine den Menschen beherrschende Computerwelt. Auch Sorgen über Umweltprobleme und Verseuchungen wurden von einer deutlichen Mehrheit verlautbart (Loewenfeld, 1993). Äußerungen von Jugendlichen, die sich auf das Jahr 2020 bezogen zeigten, dass mit dem Begriff „Zukunft“ vor allem Alter und Tod assoziiert wurden.
Das Dorsch Lexikon der Psychologie (Wirtz, 2013; S. 1.706) beschreibt Zukunftserleben als „[…] alle kognitiven, konativen und affektiven Momente die auf Kommendes oder Zukünftiges gerichtet sind. Dazu gehören alle prospektiven und propulsiven Erlebnisformen wie Zielstrebigkeit, Hoffnung, Mut, Zuversicht, Unsicherheit, Furcht, Angst u.a.“ Das Nachdenken über die Zukunft ist ein wesentlicher Bestandteil des Menschseins. Zukunftsdenken ist die Fähigkeit, zukünftige Ereignisse, an denen das Selbst beteiligt sein wird, mental vorzuleben (Atance, 2015). Es ist somit die Voraussetzung für Planung und Handeln.
Zukunftsangst bezieht sich somit auf zukünftige Situationen oder Umstände, die beim Individuum beim Gedanken an diese Situationen zu Angst oder übermäßigen Sorgen führen (Eigene Definition).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas Zukunftsangst bei jungen Menschen, insbesondere im Kontext aktueller Krisen wie der Pandemie, und leitet die Forschungsziele ab.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Angst als normale Emotion, grenzt sie von klinischen Angststörungen ab und fundiert den Begriff der Zukunftsangst theoretisch.
3 Vorbefragung: Hier werden das Design und die Ergebnisse einer explorativen Vorstudie vorgestellt, die zur Identifikation relevanter Ängste und zur Entwicklung der Hauptstudie diente.
4 Hypothesen für die Hauptbefragung: Basierend auf der Literatur und der Vorbefragung werden die spezifischen Hypothesen hinsichtlich soziodemografischer und psychologischer Einflussfaktoren formuliert.
5 Hauptbefragung: Dieses Kapitel dokumentiert die methodische Umsetzung, die Stichprobenzusammensetzung sowie die detaillierte statistische Auswertung der erhobenen Daten.
6 Prävention und Unterstützung Betroffener: Das Kapitel diskutiert praxisnahe Ansätze, wie Bildungseinrichtungen und die Jugendhilfe zur Resilienzstärkung und Unterstützung junger Menschen beitragen können.
7 Diskussion: Zusammenfassende Betrachtung der Studienergebnisse, Einordnung in den wissenschaftlichen Kontext sowie Reflexion der Limitationen und Implikationen für die weitere Forschung.
Zukunftsangst, Angststörungen, Studenten, Jugendstudie, Pandemie, Optimismus, Selbstwirksamkeit, Ungewissheitstoleranz, psychische Gesundheit, Stressreaktion, sozioökonomischer Status, Resilienz, Prävention, Angstskala, Lebenszufriedenheit
Die Arbeit untersucht die Ursachen und Faktoren, die bei Schülern, Studenten und Berufseinsteigern Zukunftsängste hervorrufen oder aufrechterhalten.
Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Einordnung von Angst, der Rolle von Optimismus und Selbstwirksamkeit sowie der Auswirkung gesellschaftlicher Krisen wie der Corona-Pandemie auf das Zukunftsdenken.
Ziel ist es, Risikofaktoren zu identifizieren, die einen erhöhten Angstscore begünstigen, und daraus Handlungsempfehlungen für Prävention und Unterstützung abzuleiten.
Es wurden zwei Befragungsstudien (Vor- und Hauptbefragung) durchgeführt, deren Daten quantitativ mittels t-Tests, Varianzanalysen und Korrelationsrechnungen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der theoretischen Fundierung, der empirischen Erhebung bei Studenten und der statistischen Überprüfung der aufgestellten Hypothesen zu psychologischen und demografischen Variablen.
Wichtige Begriffe sind Zukunftsangst, psychische Vorbelastung, Optimismus, Selbstwirksamkeitserwartung und die Auswirkungen soziokultureller Einflussfaktoren.
Die Studie konnte signifikant nachweisen, dass Personen mit bereits diagnostizierten Angststörungen oder Depressionen im Durchschnitt höhere Zukunftsängste aufweisen.
Ja, die Auswertungen beider Befragungen zeigten konsistent, dass weibliche Befragte signifikant höhere Angstwerte bezüglich ihrer Zukunft angeben als männliche Befragte.
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