Diplomarbeit, 2002
113 Seiten, Note: 1,0
1 DRG - AUSGANGSPUNKT UND ZIELSETZUNG
1.1 Entwicklung der DRG`s
1.2 German DRG (G – DRG)
2 DRG – PATIENTENKLASSIFIKATIONSSYSTEME
2.1 Ablauf der DRG - Zuweisung
2.1.1 Beispiel für den Aufbau/ Bezeichnung einer DRG
2.1.2 Schweregrad - Indikatoren: CCL und PCCL
2.1.3 Hauptdiagnose
2.1.4 Nebendiagnosen
2.1.5 Prozeduren
2.2 Komponenten der DRG - Systematik
2.3 Anreize von DRG – Systemen
2.4 Anforderungen an das Krankenhaus – Management
3 DOKUMENTATION
3.1 Ärztliche Dokumentation
3.2 Pflegerische Dokumentation
3.3 Leistungserfassung in der Pflege
3.3.1 PPR - Pflegepersonalregelung
3.3.2 LEP - Leistungserfassung in der Pflege
3.3.3 DTA - Diagnosebezogene Tätigkeitsanalyse
4 PFLEGERELEVANTE NEBENDIAGNOSEN
4.1 Dokumentationsinstrumente
4.2 Papiergestützte Dokumentation
4.2.1 Beschreibung der papiergestützten Dokumentation
4.2.2 Stärken und Schwächen der papiergestützten Dokumentation
4.3 Computergestützte Dokumentation
4.3.1 Beschreibung der computergestützten Dokumentation
4.3.2 Stärken und Schwächen der computergestützten Dokumentation
4.4 Personelle Voraussetzungen im DRG-System
5 SCHULUNGSBEDARF
5.1 Aufbau der Schulung
5.2 Leiter und Teilnehmer der Schulung
5.3 Inhalte der Schulung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Relevanz der Dokumentation und Erfassung pflegerelevanter Nebendiagnosen im Rahmen des DRG-Systems für die leistungsgerechte Vergütung im Krankenhaus aufzuzeigen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Pflege durch geeignete Dokumentationsinstrumente in das DRG-System integriert werden kann, um den pflegerischen Aufwand transparent und erlösrelevant abzubilden.
3.3.1 PPR - Pflegepersonalregelung
1993 wurde die PPR in Deutschland für die Berechnung des Personalbedarfs eingesetzt. Sie hatte ein Instrument zur genaueren Ermittlung des Pflegeaufwands zum Inhalt und gab somit erstmalig für den Bereich der Akutpflege eine Systematisierung und Strukturierung von pflegerischer Einschätzung vor. Doch durch das seit 1996 festgeschriebene Krankenhausbudget verlor die PPR ihre Gültigkeit und Attraktivität. Primär als pflegeinternes Pflegebemessungs- und Steuerungsinstrument wurde sie trotz alledem auf Allgemein-Stationen in zahlreichen Krankenhäusern genutzt. Die Patienten werden zwecks Budgeterstellung und -kontrolle täglich eingestuft und die Ergebnisse in der Pflegedokumentation vermerkt. So wurden sich Nachweise gegenüber dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) erhofft, um möglichen Vorwürfen von Fehlbelegungen besser begegnen zu können (vgl. Gratias/ Schmithausen, 2000, S.666 f).
Das System der PPR behandelt die Pflege von Erwachsenen sowie die Pflege von Kindern separat. Rückblickend misst die PPR den täglichen Pflegeaufwand und gruppiert die Patienten ein. Diesen Kategorien sind Zeitwerte zugeordnet, wodurch schließlich der Pflegepersonalbedarf errechnet wird. Es wird zwischen den Pflegebereichen „Allgemeine Pflege“ und „Spezielle Pflege“ unterschieden. Die allgemeine Pflege „A“ beinhaltet die Leistungsbereiche der Körperpflege, Ernährung, Ausscheidung sowie Bewegung und Lagerung. Unter die spezielle Pflege „S“ fallen Leistungen im Zusammenhang mit Operationen, invasiven Maßnahmen oder akuten Krankheitsphasen, Leistungen im Zusammenhang mit der medikamentösen Versorgung sowie Leistungen im Zusammenhang mit Wund- und Heilbehandlung. Einmal täglich erfolgt die Einordnung der Patienten nach den Pflegestufen. Aus den Kombinationen der Pflegestufen ergeben sich letztendlich die Patientengruppen (vgl. Fischer, 1997, S.254 f).
1 DRG - AUSGANGSPUNKT UND ZIELSETZUNG: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen und Ziele der DRG-Einführung in Deutschland, insbesondere die Umstellung auf eine pauschalisierte Vergütung.
2 DRG – PATIENTENKLASSIFIKATIONSSYSTEME: Hier werden die Funktionsweise von Patientenklassifikationssystemen, der Prozess der Fallzuweisung und die Bedeutung von Diagnosen und Prozeduren für die DRG-Gruppierung dargelegt.
3 DOKUMENTATION: Dieses Kapitel behandelt die ärztliche und pflegerische Dokumentation als notwendige Basis für die korrekte Leistungsabrechnung und Datenqualität im DRG-System.
4 PFLEGERELEVANTE NEBENDIAGNOSEN: Es wird die Bedeutung pflegerelevanter Nebendiagnosen für die Erlösrechnung hervorgehoben und verschiedene Instrumente zu deren Dokumentation werden kritisch analysiert.
5 SCHULUNGSBEDARF: Abschließend werden Strategien und Inhalte für die Schulung des Pflegepersonals vorgestellt, um die notwendige Dokumentationsqualität im DRG-Zeitalter zu sichern.
DRG, G-DRG, Pflegedokumentation, Nebendiagnosen, Leistungserfassung, PPR, LEP, DTA, Krankenhausfinanzierung, Kodierqualität, ICD-10, Fallpauschalen, Patientenklassifikation, Medizincontrolling, Pflegeaufwand.
Die Arbeit untersucht die Integration der Pflege in das DRG-System durch eine präzise Dokumentation pflegerelevanter Nebendiagnosen, um die ökonomische Leistungsfähigkeit der Pflege im Krankenhaus abzubilden.
Die Themenfelder umfassen die DRG-Systematik, den Ablauf der Dokumentation, spezifische Erfassungsinstrumente wie PPR, LEP und DTA sowie den Schulungsbedarf des Pflegepersonals.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie pflegerelevante Nebendiagnosen erfasst werden können, damit die korrekte Fallabbildung und eine adäquate Vergütung des pflegerischen Aufwands im Krankenhaus erreicht werden.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse und systematische Darstellung der Dokumentationsinstrumente unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Kodierrichtlinien und pflegeökonomischer Erkenntnisse.
Im Hauptteil werden die Funktionsweise der DRG-Systematik, die verschiedenen Dokumentationsarten, der Vergleich zwischen papier- und computergestützten Verfahren sowie die Herausforderungen des Schulungsbedarfs detailliert analysiert.
Zentrale Schlüsselwörter sind unter anderem DRG, pflegerelevante Nebendiagnosen, Leistungserfassung, Kodierqualität, Krankenhausfinanzierung und Pflegedokumentation.
Die PPR diente primär der Personalbedarfsberechnung, LEP ist ein in der Schweiz etabliertes Instrument zur Messung von Pflegeleistungen über 24 Stunden, und die DTA nutzt scannergestützte Technik zur patientenspezifischen Analyse der Tätigkeiten.
Da viele Leistungen der Pflege in den aktuellen DRG-Kalkulationen nicht ausreichend abgebildet sind, führt die fehlende Dokumentation zu unnötigen Erlöseinbußen, weshalb eine vollständige Erfassung für eine adäquate Vergütung des Gesamtaufwands essenziell ist.
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