Bachelorarbeit, 2021
171 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Anlass und Relevanz der Thematik
1.2 Aufbau der Arbeit
2. „Systemisch“, „Online“ und „Beratung“? – Thematische Einordnung
2.1 Beratung
2.2 Onlineberatung
2.3 Was bedeutet „systemisch“?
2.4 Systemische Beratung
3. Grundlagen systemischer Beratung und Therapie
3.1 Geschichtliche Entwicklung, Erkenntnistheorie und Konstruktivismus
3.2 Systemische Praxis
3.3 Haltung in systemischer Praxis
3.4 Methodenkoffer
3.4.1 Zirkuläres Interview
3.4.2 Aufstellungsarbeit
3.4.3 Reframing
3.4.4 Weitere Werkzeuge
3.5 Zwischenfazit
4. Rahmenbedingungen der Onlineberatung
4.1 Entwicklung von Digitalisierung und Kommunikation in der Beratung
4.2 Formen der Onlineberatung
4.3 Textbasierte Onlineberatung
4.3.1 E-Mail
4.3.2 Chat
4.4 Videobasierte Onlineberatung
4.4.1 Aktueller Forschungsstand und Annahmen
4.4.2 Vor- und Nachteile
4.4.3 mediengestützter Einsatz von Werkzeugen und Methoden
4.5 Rechtlicher Rahmen in der Onlineberatung
4.6 Abgrenzungsversuch zur Psychotherapie und Online-Psychotherapie
4.7 Zwischenfazit
5. Empirische Untersuchung
5.1 Erhebungsmethode
5.2 Auswertungsmethode
5.3 Auswahl und Vorstellung der interviewten Personen
5.4 Ablauf der Interviews
6. Auswertung der Interviews
6.1 Begegnungskontexte und Einschätzung der Onlineberatung
6.1.1 Chancen
6.1.2 Herausforderungen
6.1.3 Unterschiede f2f/online
6.1.4 Rechtliche Rahmenbedingungen
6.2 COVID und Onlineberatung
6.3 Systemische Beratung
6.3.1 Haltung und Verständnis
6.3.2 Methoden und Werkzeuge
6.3.3 Veränderungen durch COVID
6.4 Systemische Onlineberatung
6.5 Chancen und Herausforderungen
6.6 Methoden und Werkzeuge
6.7 Resümee und ausblickende Einschätzungen
7. Diskussion
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Themenspektrum der systemischen (videobasierten) Onlineberatung vor dem Hintergrund der pandemischen Krisenzeiten zu untersuchen, um Möglichkeiten der Nähe trotz physischer Distanz auszuloten und den Beitrag systemischer Beratungshaltung in diesem digitalen Setting zu analysieren.
3.4.1 Zirkuläres Interview
Nachdem in Kapitel 3.1 bereits der Ursprung zirkulärer Fragetechniken aufgegriffen wurde (Mailänder Team), geht es nun um die genauere Betrachtung dieser Methode. Fragestellungen des zirkulären Interviews laden Ratsuchende ein mit einer gewissen Außenperspektive auf das eigene System zu schauen und versuchen somit Dialoge anzuregen, welche neue Informationen hervorbringen (Schlippe & Schweitzer, 2016:254). Klientelsysteme werden vor die Herausforderung gestellt, neue Perspektiven zu erproben, sodass sie ihre „Wirklichkeit“ nicht durch altbewährte Phrasen begründen (ebd.:2016:255), denn „im Gesprächsraum verändert man nicht die Welt, man verändert nur die Art, wie die Welt und die Möglichkeiten, sich in ihr zu bewegen, gesehen werden“ (Schlippe & Schweitzer, 2019:88). Zirkuläre Fragen eröffnen den am Beratungsprozess Beteiligten, neue Wahrnehmungsbereiche zu erfahren, die Spielregeln eines Systems besser kennenzulernen und eine Idee darüber zu bekommen, welche Funktionen diese bezüglich der Dynamiken im System haben (Simon & Rech-Simon, 2021:7-8). Darüber hinaus können gute Fragen eine Aktivierung im Klientelsystem erzeugen, welches dann selbstständig an neuen Sichtweisen, Perspektiven und Lösungen arbeitet und sich dabei als selbstwirksam erlebt (Schwing, 2020:167). Ein weiterer Vorteil ist, dass mehrere Menschen gleichzeitig interviewt werden können, ohne das Gefühl von Parteilichkeit zu vermitteln und stets Neutralität zu wahren. Durch die Zirkularität besteht die Möglichkeit, sich selbst ein Stück weiter kennenzulernen (Kindl-Beilfuß, 2019:13), denn „das Verhalten von Menschen [wird nicht von dem bestimmt] was andere Leute tatsächlich denken, sondern von dem, was sie denken, was die anderen denken […]“ (Simon & Rech-Simon, 2021:21). Daher bietet es sich an, Fragen mit Neugier und entgegen den Regeln des „guten Benehmens“ zu stellen, um dem Klientelsystem ein Erleben von einzigartiger Rückmeldung, Spekulationen und Vermutungen über sie zu ermöglichen (ebd.).
1. Einleitung: Beschreibt den Anlass der Arbeit vor dem Hintergrund der Pandemie und gibt einen Überblick über den Aufbau der Untersuchung.
2. „Systemisch“, „Online“ und „Beratung“? – Thematische Einordnung: Definiert die zentralen Begriffe und grenzt den Untersuchungsgegenstand auf systemische psychosoziale Online-Kontexte ein.
3. Grundlagen systemischer Beratung und Therapie: Legt die theoretische Basis durch die Darstellung systemischer Konzepte, Haltungen und Methoden.
4. Rahmenbedingungen der Onlineberatung: Analysiert die technologischen und sozialen Aspekte der Onlineberatung, inklusive der verschiedenen Formate und rechtlicher Rahmenbedingungen.
5. Empirische Untersuchung: Stellt die qualitative Methodik der Arbeit vor, die sich auf leitfadengestützte Experteninterviews stützt.
6. Auswertung der Interviews: Präsentiert die Ergebnisse der Interviews zu den Themenbereichen Onlineberatung, systemische Beratung und deren Verknüpfung im digitalen Raum.
7. Diskussion: Synthetisiert die empirischen Befunde mit der Theorie und reflektiert über die Implikationen für die systemische Onlineberatungspraxis.
Systemische Beratung, Onlineberatung, Videoberatung, Systemtheorie, Konstruktivismus, Psychosoziale Beratung, Digitale Transformation, Pandemie, Gesprächsführung, Systemische Haltung, Qualitative Forschung, Experteninterviews, Mediatisierung, Datenschutz, Soziale Arbeit.
Die Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der Verknüpfung von systemischer Beratungshaltung mit videobasierten Onlineberatungsangeboten, besonders vor dem Hintergrund der durch die COVID-19-Pandemie forcierten Digitalisierung.
Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen der systemischen Beratung, die Rahmenbedingungen digitaler Beratungssettings sowie die empirische Analyse, wie Fachkräfte videobasierte Formate in ihre systemische Praxis integrieren.
Das Ziel ist es, zu erforschen, wie eine systemische Berufspraxis in der (videobasierten) Onlineberatung Anwendung finden kann und welche Chancen oder Barrieren sich bei der digitalen Umsetzung ergeben.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Dazu wurden vier Fachkräfte aus unterschiedlichen psychosozialen Berufsfeldern leitfadengestützt interviewt und die Ergebnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil, der systemische Konzepte und digitale Rahmenbedingungen beleuchtet, sowie einen empirischen Teil, der die Erfahrungen und Einschätzungen der Experten zu Chancen, Herausforderungen, rechtlichen Aspekten und methodischen Anpassungen detailliert darstellt.
Systemische Beratung, Onlineberatung, Videoberatung, systemische Haltung, digitale Transformation, qualitative Forschung und soziale Arbeit.
Die Arbeit betont die Relevanz der DSGVO-konformen Videokonferenzsysteme und zeigt auf, dass für die Anbietenden eine hohe Verantwortung hinsichtlich des Datenschutzes und der Verschlüsselung der Beratungsangebote besteht.
Als Limitationen werden die kleine Stichprobengröße, die fehlende Repräsentativität der Altersstruktur der befragten Personen und die schwierige Vergleichbarkeit aufgrund der heterogenen beruflichen Kontexte der Experten genannt.
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