Masterarbeit, 2021
108 Seiten, Note: 1
0. Einleitung
1. Vokale
1.1 Definition der Vokale
1.2 Beschreibung des deutschen vokalischen Lautsystems
1.3 Beschreibung des griechischen vokalischen Lautsystems
1.4 Vergleich der deutschen und griechischen vokalischen Lautsysteme
2. Konsonanten
2.1 Definition der Konsonanten
2.2 Beschreibung des deutschen konsonantischen Lautsystems
2.3 Beschreibung des griechischen konsonantischen Lautsystems
2.4 Vergleich der deutschen und griechischen Lautsysteme
3. Aussprachefehler
3.1 Definition der Aussprachefehler
3.2 Erwartete Aussprachefehler griechischer Lerner
4. Die Ausspracheschulung
4.1 Die Stellung der Ausspracheschulung im FSU
4.2 Alter und Lernen
4.3 Übungstypologie
4.4 Kriterien für die Auswahl und Analyse von Phonetikmaterialien
4.5 Phonologische Kompetenz gemäß dem GER
5. Analyse
5.1 Ziel der Analyse
5.2 Hypothesen der Analyse
5.3 Verfahren der Analyse
5.4 Die Lehrwerke-Gestaltung und Zielgruppen
Beschreibung
5.6 Ergebnisse
6. Schlussfolgerung und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Integration der Phonetik in den DaF-Lehrwerken "Magnet neu A1 und A2 Deutsch für junge Lernende" und "DaF kompakt A1-B1 für Erwachsene", um deren Bedeutung für den Sprachlernprozess hervorzuheben und die systematisierte Didaktisierung von Lauten in diesen Lehrwerken zu analysieren.
1.2 Beschreibung des deutschen vokalischen Lautsystems
Obwohl im deutschen Alphabet nur fünf Vokale auftreten, nämlich [ a ], [ ɛ ], [ ɪ ], [ ɔ ], [ ʊ ], werden die LernerInnen schon von Anfang an darüber in Kenntnis gesetzt, dass es sowohl drei zusätzliche Vokale mit Umlaut, nämlich [ ɛ ], [ œ ], [ ʏ ], als auch kurze und lange Vokale gibt. Daher verdoppelt sich ihre Zahl und es ergeben sich 16 Vokale und wenn man fremde Wörter einbezieht, dann werden diese sogar 19 (Balassi 2016: 37, 46). Besonders die Kürze und die Länge eines Vokals, sowie auch Vokale mit Umlaut die sog. gerundeten Vorderzungenvokale (ü- und ö-Laute), bereiten den LernernInnen große Schwierigkeiten, weil solche Merkmale nicht in ihrer Muttersprache erscheinen, wie es bei den griechischen LernernInnen der Fall ist.
Huneke (2013: 73) betont das Merkmal der Vokalquantität, die eine „bedeutungsunterscheidende Funktion“ hat, was in den Minimalpaaren wie „Stahl ([ʃtaːl]) - Stall ([ʃtal]), bieten ([ˈbiːtәn]) - bitten ([ˈbɪtәn])“ etc. deutlich wird. Häufig können LernerInnen auch in einem höheren Niveau diese bedeutungsunterscheidende Funktion nicht erkennen, so dass es nicht nur zu den erwarteten Aussprachefehlern, sondern auch zu einer falschen Übersetzung kommen kann.
Es sind ferner noch die Doppellaute bzw. die Diphthonge zu berücksichtigen, die aus zwei Vokalen bestehen und nach dem Duden-Aussprachewörterbuch (2005: 30) der eine silbisch und der andere unsilbisch ist. Interessanterweise, wenn der erste Vokal silbisch und der zweite unsilbisch ist, wie bspw. in Maus ([maʊ̯s]), so heißt der Doppellaut fallend, während im umgekehrten Fall, wie zum Beispiel in Linie ([ˈliːni̯ә]), steigend heißt. Die Diphthonge sind drei und werden nach Balassi (2016: 56) folgendermaßen dargestellt: [ aʊ̯ ], [ aɪ̯ ], [ ɔʏ̯ ].
0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Phonetik im Sprachlernprozess ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung der gewählten Lehrwerke.
1. Vokale: Dieses Kapitel definiert Vokale und beschreibt die vokalischen Lautsysteme des Deutschen und Griechischen, um eine Grundlage für den anschließenden Vergleich zu schaffen.
2. Konsonanten: In diesem Kapitel werden Konsonanten definiert und das deutsche sowie griechische konsonantische Lautsystem detailliert beschrieben und einander gegenübergestellt.
3. Aussprachefehler: Hier werden der Begriff Aussprachefehler definiert, Ursachen für deren Entstehung beleuchtet und typische Fehler griechischer Lerner beim Deutschlernen identifiziert.
4. Die Ausspracheschulung: Dieser Teil befasst sich mit der methodischen Umsetzung der Phonetik im Fremdsprachenunterricht, inklusive Übungstypologien und didaktischer Kriterien.
5. Analyse: Das Kapitel führt eine didaktisch-methodische Untersuchung der ausgewählten Lehrwerke durch, um Zielsetzung, Hypothesen und Ergebnisse der Phonetik-Vermittlung zu präsentieren.
6. Schlussfolgerung und Ausblick: Diese Schlussfolgerung fasst die Ergebnisse der Lehrwerkanalyse zusammen und resümiert den Stellenwert der Ausspracheschulung.
Phonetik, Ausspracheschulung, DaF-Lehrwerke, Deutsch als Fremdsprache, Vokalsystem, Konsonantensystem, Aussprachefehler, Kontrastive Analyse, Phonologische Kompetenz, Übungstypologie, GER, Interferenz, Lautbildung, Intonation, Lautverbindungen.
Die Arbeit analysiert, wie die Phonetik und insbesondere die Ausspracheschulung in den Lehrwerken "Magnet neu" und "DaF kompakt" in den Unterricht integriert sind und welche didaktischen Ansätze dabei verfolgt werden.
Die Arbeit behandelt die phonetischen Unterschiede zwischen dem Deutschen und Griechischen, typische Aussprachefehler griechischer Lerner, methodische Ansätze für Übungstypologien und die Evaluation von Lehrmaterialien.
Das Hauptziel ist es, die Bedeutung der Phonetik-Rubriken in den Lehrwerken hervorzuheben und zu untersuchen, ob diese altersgerecht und stufenweise (A1 bis B1) die phonologische Kompetenz der Lernenden fördern.
Es wird eine kontrastive Analyse der Lautsysteme sowie eine didaktische Lehrwerkanalyse durchgeführt, um die Integration und Qualität der Ausspracheübungen systematisch zu bewerten.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Vokale, Konsonanten, Aussprachefehler) als auch die praktische Analyse der Lehrwerke inklusive detaillierter Beschreibungen der Phonetik-Übungen dargelegt.
Zu den Schlüsselbegriffen zählen Phonetik, Ausspracheschulung, DaF-Lehrwerke, kontrastive Linguistik sowie phonologische Kompetenz gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen.
Während "Magnet" Phonetik stärker innerhalb der Lektionen einbettet und weniger auf explizite phonetische Fachtermini setzt, bietet "DaF kompakt" umfangreichere Rubriken, mehr Abbildungen und ein detaillierteres Instrumentarium zur Phonetik-Schulung.
Griechisch dient als Ausgangssprache für die kontrastive Analyse, da spezifische Interferenzen (z.B. bei der Vokalquantität oder bei R-Lauten) auftreten, die bei der Vermittlung der deutschen Aussprache besonders berücksichtigt werden müssen.
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