Bachelorarbeit, 2021
35 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Leistung
2.1 Definition und historischer Kontext von Leistung
2.2 Das Leistungsprinzip
2.3 Leistung und Leistungsprinzip in der Schule
3. Motivation
3.1 Definition
3.2 Intrinsische und extrinsische Motivation
3.3 Zusammenhang zwischen Leistung und Motivation
4. Forschungsstand: Leistungsprinzip und Motivation
5. Zusammenfassung der Forschungsergebnisse
6. Diskussion
7. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des schulischen Leistungsprinzips und seiner Folgen auf die Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, inwieweit das auf Leistung ausgerichtete Bildungssystem die intrinsische Lernmotivation fördert oder durch Leistungsdruck und Prüfungsangst eher zu extrinsischer Motivation oder Demotivation führt.
3.2 Intrinsische und extrinsische Motivation
Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Intrinsisch kann von dem englischen Wort intrinsic abgeleitet werden und bedeutet so viel wie „innerlich“, „eigentlich“ oder „wahr“ (RHEINBERG & VOLLMEYER, 2019, S. 176). Erst im Jahre 1918 wurde der Begriff explizit auf „Motivationsphänomene“ (ebd.) angewandt. Obgleich die Bedeutung von intrinsischem Motivationsverhalten in der Psychologie unterschiedlich gedeutet wird, kann man grundsätzlich von intrinsischer Motivation sprechen, wenn eine Person eine bestimmte Sache, aus reinem Interesse an dieser Sache selbst tut (vgl. HERZOG, 2010, S. 198).
Zum einen kann die Tätigkeit selbst, zum anderen aber auch die Thematik der Handlung oder eine bestimmte Person gemeint sein (vgl. RHEINBERG & VOLLMEYER, 2019, S. 181). Das Verhalten geschieht demnach „um seiner selbst willen“ (ebd., S. 176-177) und erfordert keine „vom Handlungsgeschehen separierbaren Konsequenzen“ (DECI & RYAN, 1993, S. 225) wie zum Beispiel Drohungen oder Versprechungen (vgl. ebd.). Zudem beinhaltet intrinsische Motivation „Neugier, Exploration, Spontaneität und Interesse“ (ebd.) an den Gegebenheiten der Umwelt (vgl. ebd.). Was die Lernmotivation in der Schule betrifft, bedeutet intrinsisch, dass die/der Schüler/in eine Lernzielorientierung an den Tag legt, was bedeutet, dass sie/er neue Kompetenzen erwerben möchte (vgl. ENGESER & RHEINBERG, 2018, S. 430).
Das Wort extrinsic meint im englischen Sprachgebrauch so etwas wie „äußerlich“ oder „nicht wirklich dazugehörend“ (RHEINBERG & VOLLMEYER, 2019, S. 176). Das Verhalten einer Person, deren Handlungsweise von Beweggründen „außerhalb der eigentlichen Handlung“ (ebd., S. 177) geleitet wird, kann man als „extrinsisch motiviert“ (ebd.) bezeichnen. Die Anreize liegen demnach nicht im Vollzug der Handlungsweise, sondern in den „anreizbesetzten Ereignissen oder Veränderungen“ (ENGESER & RHEINBERG, 2018, S. 426), die sich bei erfolgreicher Erledigung der Tätigkeit einstellen (vgl. ebd., S. 426). Somit scheint es, als ob diese Person „von außen gesteuert“ (RHEINBERG & VOLLMEYER, 2019, S. 177) werde. Man tut also Dinge nicht aus Interesse an der Sache selbst, sondern um dadurch „weiter gesteckte Ziele zu erreichen“ (HERZOG, 2010, S. 198).
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Entwicklung der Leistungsgesellschaft und deren Einfluss auf das Bildungssystem sowie die daraus resultierende Belastung für Schülerinnen und Schüler.
2. Leistung: Hier werden der Begriff der Leistung definiert, der historische Kontext des Leistungsprinzips erläutert und dessen Bedeutung in der Schule analysiert.
3. Motivation: Dieses Kapitel führt in die Motivationspsychologie ein, unterscheidet zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation und beleuchtet den Zusammenhang zwischen Leistung und Motivation.
4. Forschungsstand: Leistungsprinzip und Motivation: Dieser Abschnitt präsentiert wissenschaftliche Studien und Modelle zur Leistungsmotivation sowie die psychologischen Folgen des Leistungsdrucks wie Prüfungsangst.
5. Zusammenfassung der Forschungsergebnisse: Hier werden die wesentlichen Ergebnisse der zuvor diskutierten Studien und theoretischen Modelle kompakt zusammengefasst.
6. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf die Forschungsfrage und diskutiert Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte zur Motivationsförderung.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Leistungsprinzip, Leistungsmotivation, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Leistungsdruck, Prüfungsangst, Schule, Selbstbestimmungstheorie, Fähigkeitsselbstkonzept, Schüler, Bildungspsychologie, Stressoren, Leistungsbewertung, Lernmotivation.
Die Arbeit untersucht, wie das schulische Leistungsprinzip und der damit verbundene Leistungsdruck die Motivation von Schülerinnen und Schülern beeinflussen.
Die Arbeit behandelt die psychologischen Grundlagen von Leistung und Motivation, die aktuelle Forschung zum schulischen Leistungsdruck sowie pädagogische Konsequenzen für den Unterricht.
Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit das schulische Leistungsprinzip und seine Folgen die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler im Alltag beeinflussen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung psychologischer Modelle und empirischer Studien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen), die Darstellung des Forschungsstandes inklusive verschiedener Motivationsmodelle sowie die Analyse der psychologischen Folgen von Leistungsdruck.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Leistungsmotivation, Leistungsprinzip, intrinsische und extrinsische Motivation, Prüfungsangst, Leistungsdruck sowie die Förderung der Lernmotivation.
Die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan dient als wichtiges Modell, um zu erklären, dass für optimales Lernen die Erfüllung von Basisbedürfnissen wie Autonomie und Kompetenzerleben notwendig ist.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass unangekündigte Tests oft die Angstmotivation fördern und die intrinsische Motivation mindern, weshalb sie als ungünstige Methode eingestuft werden.
Ein positives Fähigkeitsselbstkonzept ist entscheidend, da es das Vertrauen in die eigene Kompetenz stärkt und eng mit der Motivation in Leistungssituationen verknüpft ist.
Es werden Reformen wie die Einführung von Lehrplanklassen sowie der verstärkte Einsatz von positivem Feedback und weniger belastenden Prüfungsformen (statt reiner Notengebung) empfohlen.
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