Masterarbeit, 2020
99 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Circular Economy
2.1.1 Definition Circular Economy
2.1.2 Prinzipien der Circular Economy
2.1.3 Grundbausteine
2.2 Abfall in der CE
2.2.1 Definition Abfall
2.2.2 Die fünfstufige Abfallhierarchie als Faktor zum Übergang in der CE
2.2.3 Produktverantwortung
2.2.4 Umweltpolitische Prinzipien und Maßnahmen
2.2.5 Abfallerkennung durch Radio Frequency Identification (RFID)
2.3 Verkehrswirksamkeit
2.3.1 Definition
2.3.2 Parameter zur Abschätzung einer Verkehrwirksamkeit
2.4 Transport und Verkehr
2.4.1 Definitionen
2.4.2 Verkehrsarten
2.4.3 Verkehrsmittel im Güterverkehr
2.4.4 Kriterien zur Auswahl der Transportmittel
3 Circular Economy in der Wertschöpfungskette
3.1 Lineare Supply Chain
3.1.1 Definition
3.1.2 Akteure und Struktur von Supply Chains
3.2 Vom linear zu Closed Loop Supply Chain
3.2.1 Definitionen
3.2.2 Strategien zur Produkt- und Materialrückgewinnung
3.2.3 Besonderheiten des Managements von zirkulären Supply Chains
3.3 Wertschöpfungsstufen in einer Circular Supply Chain
3.3.1 Die Herstellungsphase
3.3.2 Die Distributionsphase
3.3.3 Die Konsumphase
3.3.4 Die Kollektionsphase
3.3.5 Die Aufbereitung
3.3.6 Die Wiedereinsteuerung
4 Reverse Logistics als Voraussetzung zirkulären Handels und Bestandteil der Circular Economy
4.1 Definitionen
4.2 Objekte der Reverse Logistics
4.2.1 In der Entsorgungslogistik im engen Sinn
4.2.2 In der Retourenlogistik
4.2.3 In der Behälterlogistik
4.3 Aufgabenbereiche der Reverse Logistics
4.3.1 Sammlung und Sortierung
4.3.2 Transport
4.3.3 Umschlag
4.3.4 Lagerung
4.3.5 Verpackung
4.3.6 Auftragsabwicklung
4.4 Akteure der reverse Logistics
4.4.1 Akteure der linearen Lieferkette
4.4.2 Spezialisierte Akteure der Reverse Supply Chain
4.4.3 Die staatliche Einrichtungen
4.4.4 Die opportunistische Akteure
4.5 Netzwerk in Reverse Logistics
4.5.1 Typen von Netzwerken in reverse Logistics
4.5.2 Standortplanung
4.5.3 Kapazitätsplanung
4.5.4 Besonderheiten von Reverse-Logistiknetzwerken
4.6 Treiber der rückführenden Logistik
4.7 Hemmnisse der Reverse Logistics
5 Transport in Circular Supply Chain
5.1 Zur Auswahl der Elektronik- und Elektroaltgeräte
5.1.1 Elektro- und Elektronikgeräte in Deutschland
5.1.2 Zusammensetzung Elektroschrott
5.1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen ElektroG
5.2 Untersuchung der Transporte in der Circular Supply Chain
5.2.1 Wichtige Annahmen zur Veranschaulichung
5.2.2 Transportkonfiguration
5.2.3 Elemente der Transportnetze
5.3 Transport in der EAG Erfassung
5.3.1 Transportkette zur Sammelstelle
5.3.2 Wirkungen der Bündelung von EAG auf den Verkehr
5.3.3 Einflussparameter auf die Sammelprozesse
5.3.4 Vor- und Nachteile Hol- und Bringsystem
5.3.5 Restriktionen im Sammeltransport
5.4 Transport zur Aufbereitung
5.4.1 Information über Altprodukte
5.4.2 Transport in der Aufbereitung
5.4.3 Einflussparameter
5.5 Transport zum Wiedereinsatz bzw. Weitereinsatz im Wirtschaftskreislauf
5.5.1 Transport zur Wiedereinsteuerung in der Distribution
5.5.2 Reverser Transport zur Wiedereinsteuerung in der Produktion
5.5.3 Transport zur Beseitigung (Deponie)
5.6 Erstellung der Kausalkette
5.6.1 Definition
5.6.2 Komponente
5.6.3 Erstellung der Kausalkette zur Verkehrswirkung einer Circular Economy
6 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die verkehrsbeeinflussenden Parameter innerhalb einer Supply Chain im Kontext der Circular Economy zu untersuchen. Dabei wird analysiert, wie zusätzliche Aktivitäten wie das Sammeln, Reparieren, Aufbereiten und Verwerten von Produkten den Verkehr beeinflussen, was zu einer Zunahme von Verkehrsaufkommen, Verkehrskosten und Verkehrsleistung führen kann, und wie diese Zusammenhänge mittels einer Kausalkette visualisiert werden können.
2.1.2 Prinzipien der Circular Economy
Die Ellen MacArthur Foundation (EMF) und das McKinsey Center for Business and Environment haben 2013 eine Implementierung der CE vorgenommen (siehe Abb. 2.2). Diese Implementierung erfordert eine vielseitige Betrachtung von Prinzipien, die sich in 3 Hauptpunkte gliedern lassen:
Prinzip 1: Naturkapital erhalten und verbessern durch die Bestandskontrolle endlicher Ressourcen und dem Stoffstrommanagement erneuerbarer Materialien. In der CE werden Technologien und Prozesse ausgewählt, die nach Möglichkeit erneuerbare Ressourcen nutzen. Eine CE fördert das natürliche Kapital, indem sie z. B. Nährstoffströme innerhalb des Systems fördert und die notwendigen Voraussetzungen für die Bodenregeneration schafft. Die Produkte sind dank ihrer biologischen und technischen Materialien im Hinblick auf eine Demontage- und Wiederverwendungszyklus konzipiert und optimiert. Das bedeutet, dass die Produkte nach Ende ihrer Nutzungsphase bzw. ihres Lebenszyklus nicht einfach deponiert oder verbrannt werden, wie bei linearer Wirtschaft, sondern direkt wieder in einen Herstellungsprozess zurückgeführt werden.
Prinzip 2: Optimierung der Ressourcenleistung durch die Zirkulation von Produkten, Komponenten und Materialien im maximalen Funktionalitätsniveau zu jeder Zeit in technischen und biologischen Zyklen. Dies bedeutet, dass technische Komponenten und Materialien für die Wiederaufarbeitung, die Sanierung und das Recycling konzipiert sind, um sie im Kreislauf zu halten. Kreisförmige Systeme verwenden nach Möglichkeit engere, innere Schleifen (z. B. Wartung statt Recycling), wodurch Energie und Rohstoffe gespart werden. Kreisförmige Systeme fördern auch die schadlose Einbringung von biologischen Nährstoffen in die Biosphäre, damit sie wertvolle Rohstoffe für einen neuen Produktionszyklus werden. Im biologischen Zyklus werden Produkte entwickelt, mit der Absicht, konsumiert oder metabolisiert zu werden und zu einem neuen Ressourcenwert regeneriert zu werden.
Prinzip 3: Förderung der Systemeffektivität durch die Identifizierung und Abschaffung negative Auswirkungen. Hier geht es um die Systemdegradierung, darum, die negativen Auswirkungen auf Lebensmittel, Mobilität, Bildung und Gesundheit zu verringern.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Problematik des steigenden Ressourcenverbrauchs und definiert das Ziel der Arbeit, die verkehrsbeeinflussenden Parameter in einer zirkulären Supply Chain zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel bietet eine Einführung in das Konzept der Circular Economy, die fünfstufige Abfallhierarchie sowie grundlegende Definitionen von Transport, Verkehr und deren Kenngrößen.
3 Circular Economy in der Wertschöpfungskette: Hier wird der Übergang von linearen zu zirkulären (Closed Loop) Supply Chains erörtert und die einzelnen Phasen des Produktlebenszyklus innerhalb dieses Kreislaufs beschrieben.
4 Reverse Logistics als Voraussetzung zirkulären Handels und Bestandteil der Circular Economy: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung der Rückwärtslogistik, ihre Teilbereiche wie Entsorgungs-, Retouren- und Behälterlogistik sowie die verschiedenen Akteure und Netzwerkstrukturen.
5 Transport in Circular Supply Chain: Dieser zentrale Abschnitt analysiert am Beispiel von Elektro- und Elektronikaltgeräten (EAG) die spezifischen Transportprozesse, Einflussfaktoren auf Sammel- und Aufbereitungsprozesse sowie die Konfiguration von Transportnetzen.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zusammen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf, um quantitative Aussagen über die Verkehrswirkungen einer Circular Economy treffen zu können.
Circular Economy, Kreislaufwirtschaft, Reverse Logistics, Supply Chain Management, Transportkette, Verkehrsaufkommen, Verkehrsleistung, Elektroaltgeräte, Abfallhierarchie, Kausalkette, Logistiknetzwerk, Redistributionslogistik, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Stoffkreisläufe
Die Arbeit untersucht, welche Auswirkungen die Einführung einer Circular Economy auf logistische Transportprozesse und die damit verbundenen verkehrlichen Wirkungen innerhalb einer Wertschöpfungskette hat.
Die zentralen Themen sind Circular Economy, zirkuläre Supply Chain Management, Reverse Logistics sowie die Analyse der verkehrsbeeinflussenden Parameter wie Transportkosten, Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung.
Das Ziel ist es, die Parameter einer Supply Chain zu identifizieren, die durch eine zirkuläre Ausrichtung beeinflusst werden, und diese Zusammenhänge in einem Kausalkettendiagramm für die Verkehrswirksamkeit abzubilden.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse zur theoretischen Fundierung und erstellt zur Untersuchung der Interdependenzen der Verkehrsparameter eine qualitative Kausalkette (Ursache-Wirkungs-Diagramm).
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen der Kreislaufwirtschaft, die Struktur zirkulärer Lieferketten, die Rückwärtslogistik (Reverse Logistics) sowie eine detaillierte Untersuchung von Transportprozessen am Beispiel von Elektroschrott (EAG) analysiert.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Circular Economy, Reverse Logistics, Supply Chain Management, Verkehrsleistung und Stoffkreislaufmanagement charakterisieren.
Die EAG-Kategorie dient als ideales Beispiel, da sie aufgrund ihrer Zusammensetzung aus Wert- und Schadstoffen sowie ihres stark wachsenden Mengenaufkommens die Notwendigkeit und Herausforderungen der Kreislaufschließung besonders gut verdeutlicht.
Sie legt eine Prioritätenreihenfolge für den Umgang mit Abfällen fest (Vermeidung vor Wiederverwendung vor Recycling), was direkt beeinflusst, welche Güterströme in welcher Form transportiert und in die Logistiknetzwerke integriert werden müssen.
Die Standortplanung ist entscheidend, um den Zielkonflikt zwischen Transportkosten und Investitionskosten zu lösen, da eine zentrale oder dezentrale Anordnung von Aufbereitungsanlagen massiven Einfluss auf die zurückzulegenden Transportentfernungen hat.
Die Kausalkette visualisiert die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen den Aktivitäten der Circular Economy (z.B. sammeln, reparieren) und den daraus resultierenden Auswirkungen auf den Verkehr (z.B. Lärm, Emissionen, Verkehrsvolumen), um die Wirkmechanismen für Entscheidungen transparent zu machen.
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