Diplomarbeit, 2008
121 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Einstieg in die Thematik
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen und Rahmenbedingungen des Stromhandels in Deutschland
2.1 Besonderheiten der Handelsware Strom
2.2 Das deutsche Übertragungsnetz für Elektrizität
2.2.1 Struktur des deutschen Stromnetzes
2.2.2 Netzzugang
2.2.3 Netznutzungsentgelte
2.3 Aktuelle energierechtliche Rahmenbedingungen
2.3.1 Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes 2005 (EnWG)
2.3.2 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
2.3.3 Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)
2.3.4 Konzessionsabgabeverordnung (KAV)
2.3.5 Stromsteuergesetz (StromStG)
3. Der deutsche Strommarkt und seine Funktionsweise
3.1 Struktur des heutigen deutschen Strommarktes
3.2 Marktteilnehmer und Einflussnehmer
3.2.1 Energieversorgungsunternehmen (EVU)
3.2.1.1 Überregionale EVU (Verbundunternehmen)
3.2.1.2 Regionale EVU
3.2.1.3 Lokale EVU
3.2.2 Neue Marktteilnehmer
3.2.2.1 Stromhändler
3.2.2.2 Strombroker und Strommakler
3.2.2.3 Portfoliomanager
3.2.2.4 Strombörse
3.2.3 Netzbetreiber
3.2.4 Stromkonsumenten (Industrieunternehmen)
3.2.5 Einflussnehmer
3.2.5.1 Staatliche Einflussnehmer
3.2.5.2 Privatwirtschaftliche Einflussnehmer
3.3 Verteilung der Marktmacht auf dem Strommarkt
3.4 Struktur der Stromerzeugung nach Energieträgern (Stromsplit)
4. Ökonomische Strombeschaffung in energieintensiven Industrieunternehmen
4.1 Grundlagen der Strombeschaffung
4.1.1 Beschaffungsprozess bei klassischer Vollstromversorgung in Industrieunternehmen
4.1.2 Marktplätze
4.1.2.1 Bilaterale Marktplätze (OTC-Markt)
4.1.2.2 Institutionelle Marktplätze (Börse)
4.1.3 Der Strompreis
4.1.3.1 Strompreisentwicklung in Deutschland
4.1.3.2 Elemente des Strompreises
4.1.3.3 Preisbildung auf dem Spotmarkt der Börse
4.1.3.4 Werttreiber des Strompreises
4.1.4 Lastprofil und Lastprognose
4.2 Beschaffungsstrategien
4.2.1 Klassische Vollstromversorgung
4.2.2 Vollstromversorgung in mehreren Tranchen
4.2.3 Strukturierte Strombeschaffung
4.2.3.1 Basisprodukte
4.2.3.2 Ergänzungsprodukte
4.2.4 Eigenerzeugung
4.3 Wahl der optimalen Beschaffungsstrategie
4.3.1 Kostenvergleichsrechnung: Vollstrom- vs. Tranchenbezug
4.3.2 Make or buy: Eigenerzeugung oder Fremdbezug?
4.3.3 Make or buy: eigen- oder fremdgeführtes Portfolio?
4.3.4 Handlungsempfehlung
5. Weiterführende innerbetriebliche Maßnahmen
5.1 Lastmanagement
5.2 Steigerung der Energieeffizienz
6. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die fundierte Analyse des deutschen Strommarktes, um energieintensiven Industrieunternehmen als Entscheidungshilfe für eine ökonomisch optimale Strombeschaffungsstrategie zu dienen. Die Arbeit untersucht hierbei insbesondere, wie Unternehmen angesichts volatiler Preise und komplexer Marktstrukturen ihre Beschaffung effizient gestalten können.
4.1.1 Beschaffungsprozess bei klassischer Vollstromversorgung in Industrieunternehmen
Seit der Liberalisierung des Strommarktes stehen sowohl energieintensiven Industrieunternehmen als auch anderen Marktteilnehmern auf der Beschaffungsseite eine Reihe von Stromprodukten bzw. Beschaffungsstrategien zur Verfügung. So können sie ihren Strombezug nach ihren jeweiligen Präferenzen wie z.B. der Höhe von Preis- und Zeitpunktrisiken oder der Abhängigkeit von Lieferanten gestalten. Jedoch kann nach knapp zehn Jahren der Liberalisierung immer noch beobachtet werden, dass die altbewährte klassische Vollstromversorgung ein Bezugsmodell ist, das in vielen Unternehmen weit verbreitet ist. Allerdings stellt sich hier zunehmend die Frage, ob diese Beschaffungsstrategie im liberalisierten Markt noch wirtschaftlich zu vertreten ist bzw. die effizienteste Lösung darstellt. Daher soll im Folgenden der Ausschreibungs- bzw. Anfrageprozess zur Vollstromversorgung erläutert werden, um im Kapitel 4.2 „Beschaffungsstrategien“ aufgrund dieser Ausgangsbasis die Stärken und Schwächen der einzelnen Strategien sowie deren Kostentreiber zu ermitteln und bewerten zu können.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Liberalisierung des Strommarktes ein und erläutert die Relevanz einer ökonomischen Strombeschaffung für energieintensive Industrien.
2. Grundlagen und Rahmenbedingungen des Stromhandels in Deutschland: Dieses Kapitel betrachtet die physikalischen Besonderheiten der Handelsware Strom, die Netzstrukturen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen des Energierechts.
3. Der deutsche Strommarkt und seine Funktionsweise: Der Fokus liegt auf der Marktstruktur, den Rollen von EVU und neuen Akteuren, der Marktmachtverteilung sowie der Zusammensetzung der Stromerzeugung.
4. Ökonomische Strombeschaffung in energieintensiven Industrieunternehmen: Das Hauptkapitel analysiert Beschaffungsgrundlagen, bewertet verschiedene Strategien wie Vollstromversorgung oder Eigenerzeugung und bietet Entscheidungshilfen zur Wahl des optimalen Modells.
5. Weiterführende innerbetriebliche Maßnahmen: Hier werden Möglichkeiten zur Lastspitzenreduktion und Energieeffizienzsteigerung als ergänzende Strategien zur Kostensenkung untersucht.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit evaluiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit für Industrieunternehmen, sich strategisch mit der Strommarktkomplexität auseinanderzusetzen.
Strommarkt, Energiebeschaffung, Industrieunternehmen, Vollstromversorgung, Tranchenbeschaffung, Strombörse, Energieeffizienz, Lastmanagement, Netznutzungsentgelte, Strompreis, Marktmacht, Eigenerzeugung, Portfoliomanagement, Liberalisierung, Energiewirtschaft.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der ökonomischen Strombeschaffung von Unternehmen aus der energieintensiven Industrie auf dem liberalisierten deutschen Strommarkt.
Die Arbeit behandelt die Struktur des Strommarktes, die Rolle verschiedener Marktteilnehmer, rechtliche Rahmenbedingungen sowie konkrete Beschaffungsstrategien und innerbetriebliche Effizienzmaßnahmen.
Ziel ist es, energieintensiven Industrieunternehmen eine fundierte Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, um ihre Strombeschaffungsstrategie unter ökonomischen Gesichtspunkten zu optimieren.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse der energiewirtschaftlichen Fachliteratur, Preismodellierungen und der Anwendung von Instrumenten wie der Kostenvergleichsrechnung oder Make-or-buy-Analysen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Marktes, die detaillierte Vorstellung und Bewertung von Beschaffungsmodellen (von klassischer Vollversorgung bis zur Eigenerzeugung) und die Untersuchung innerbetrieblicher Einsparpotenziale.
Kernbegriffe sind insbesondere Strombeschaffung, Strommarkt, Energieeffizienz, Lastmanagement, Beschaffungsstrategien und Marktliberalisierung.
Die Liberalisierung ermöglichte zwar zunächst sinkende Preise, führte jedoch auch zu einer komplexeren Marktsituation und einer hohen Volatilität, die Unternehmen zwingt, ihre Beschaffung aktiver und strategischer zu gestalten.
Eigenerzeugung bietet Chancen wie Unabhängigkeit von Marktpreisen und Risikominimierung, erfordert jedoch hohe Investitionen und spezialisiertes Know-how, was eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsanalyse unabdingbar macht.
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