Lizentiatsarbeit, 2008
48 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1. Lesen als eine rezeptive Fertigkeit
1.1. Gelesene Texte im Unterricht aus kommunikativer Sicht
1.1.1. Rolle des Lehrers beim Einsatz neuen Stoffs
1.1.2. Aufgaben des Schülers
1.2. Lesestrategien und Leseziele
1.3. Übungstypologie zum Leseverstehen
2. Einsatz der Fertigkeit Hören im Fremdsprachenunterricht
2.1. Hörverstehen als eine kommunikative Fertigkeit
2.2. Arten des Hörverstehens
2.3. Typologie von Übungen zum Hörverstehen
2.3.1. Aufgaben „vor dem Hören“
2.3.2. Aufgaben „während des Hörens“
2.3.3. Aufgaben „nach dem Hören“
3. Praktischer Einsatz der rezeptiven Fertigkeiten im Fremdsprachenunterricht
3.1. Leseverstehen
3.2. Hörverstehen
4. Schlussfolgerungen
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und didaktische Umsetzung rezeptiver Fertigkeiten (Lesen und Hören) im Unterricht Deutsch als Fremdsprache, um den Lernenden eine fundierte Basis für eine erfolgreiche zwischenmenschliche Kommunikation und den späteren Übergang zu produktiven Fertigkeiten zu bieten.
1.1.1. Rolle des Lehrers beim Einsatz neuen Stoffs
In diesem Abschnitt der Arbeit vermögt man zu erörtern, welche Rolle der Lehrer zu erfüllen hat, wenn er seinen Schülern neuen Stoff beizubringen versucht. Es werden manche Didaktisierungsvorschläge dargestellt, die das Vorbereiten eines kommunikativen Fremdsprachenunterrichts erleichtern.
Der Lehrende soll im Unterricht die Person sein, die den Stundenablauf steuert und kontrolliert. Wenn er bereit ist, seinen Unterricht nach den Kommunikationsregeln zu gestalten, soll er aber nicht nur derjenige sein, der sein eigenes Wissen vermittelt. Er soll eher seine theoretischen mit den praktischen Fähigkeiten verbinden und das Gefühl entwickeln, um erkennen zu können, was seine Schüler brauchen. Von Sheils (1994:3) werden dem Lehrenden u. a. folgende Rollen zugeschrieben:
- Organisator und Koordinator der Unterrichtsaktivitäten,
- Förderer des Lernprozesses,
- Teilnehmer am Lernprozess,
- Vermittler, Berater, Stütze, Wissensquelle,
- Echo, das auf die Kommunikationsversuche der Lernenden reagiert,
- guter Zuhörer und Beobachter,
- geduldiger Mensch.
Wie aus dieser Liste zu ersehen ist, verlangt man von dem heutigen Lehrer Kompetenzen, mit denen er früher noch nie konfrontiert wurde. Er soll nämlich seinen Unterricht nicht mehr so streng und nur nach den vorgeschriebenen Regeln gestalten. Heutzutage soll der Erwerb einer Fremdsprache der Schülern viel mehr Freude bereiten und der Lehrer soll ihnen immer zur Verfügung stehen. Seine Aufgabe ist es auch, seine Schüler geduldig zuzuhören und sich an sie anzupassen.
1. Lesen als eine rezeptive Fertigkeit: Dieses Kapitel definiert Lesen als rezeptiven Prozess im Fremdsprachenunterricht und untersucht die notwendigen Voraussetzungen, Rollen und Grundlagen der Textarbeit.
2. Einsatz der Fertigkeit Hören im Fremdsprachenunterricht: Hier wird das Hörverstehen als komplementäre rezeptive Fertigkeit beleuchtet, wobei Techniken und Übungsformen für die verschiedenen Phasen des Lernprozesses vorgestellt werden.
3. Praktischer Einsatz der rezeptiven Fertigkeiten im Fremdsprachenunterricht: In diesem Kapitel werden konkrete, exemplarische Unterrichtsentwürfe dargelegt, die zeigen, wie die erarbeiteten Theorien in die Praxis des Deutschunterrichts umgesetzt werden können.
4. Schlussfolgerungen: Der abschließende Teil fasst die zentralen Argumente zusammen und betont erneut die fundamentale Bedeutung der Rezeption für den langfristigen Erfolg im Fremdsprachenerwerb.
rezeptive Fertigkeiten, Leseverstehen, Hörverstehen, Fremdsprachenunterricht, DaF-Unterricht, Kommunikation, Lesestrategien, Übungstypologie, Lehrerrolle, Schüleraufgaben, Fehlerkorrektur, Textverarbeitung, authentische Texte, Sprachproduktion, Lernprozess.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und der praktischen didaktischen Anwendung der beiden rezeptiven Fertigkeiten – Lesen und Hören – im Unterricht Deutsch als Fremdsprache.
Die zentralen Themen sind die Rolle des Lehrenden und Lernenden im Unterricht, die Definition von Lesestilen und Hörarten sowie die didaktische Aufbereitung von Textmaterial durch phasenorientierte Übungen.
Das Ziel ist es, die unentbehrliche Rolle der rezeptiven Fertigkeiten als Fundament für spätere produktive Sprachkompetenzen aufzuzeigen und Lehrkräften methodische Anleitungen zur Gestaltung effektiver Übungen zu geben.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse didaktischer Konzepte und deren Anwendung in praktischen, exemplarischen Unterrichtsentwürfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Betrachtung des Leseverstehens (inklusive Strategien), das Hörverstehen (inklusive Arten und Übungen) sowie praktische Anwendungsbeispiele für den Unterricht.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören rezeptive Fertigkeiten, Leseverstehen, Hörverstehen, Fremdsprachenunterricht, Fehlerkorrektur und kommunikative Kompetenz.
Die Fehlerkorrektur wird als kritische Lehreraufgabe betrachtet, die jedoch sensibel erfolgen muss, um den Redefluss der Schüler nicht zu stören, und die auf fortgeschrittener Stufe auch Selbstkorrektur oder Peer-Korrektur beinhalten kann.
Die Unterteilung ist wesentlich für den Lernerfolg, da sie eine Vorentlastung (Motivation, Vorwissen) ermöglicht, den Hörprozess strukturiert begleitet und nach dem Hören die kreative Verarbeitung und das Überprüfen des Textverständnisses sichert.
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