Bachelorarbeit, 2005
70 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung und Gliederung
1.1.1 Zielsetzung
1.1.2 Gliederung
1.2 Forschungsstand
1.3 Begriffsdefinitionen
1.3.1 NGO
1.3.2 Einfluss
1.3.3 Lobbying
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Pluralismus
2.2 (Neo-)Korporatismus
2.3 Mancur Olsons Logik des kollektiven Handelns
3. Die Umweltpolitik der Europäischen Union
3.1 Die Entwicklung der europäischen Umweltpolitik
3.1.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.1.2 Schwerpunkte und Probleme der EU-Umweltpolitik
3.2 Gemeinsame Fischereipolitik
3.2.1 Die Reform der GFP 2002
3.3 Umwelt-NGOs auf EU-Ebene
3.3.1 Greenpeace
3.3.2 WWF
4. Einflussmöglichkeiten
4.1 Einflussnahme auf die Organe der EU
4.1.1 Europäische Kommission
4.1.2 Ministerrat
4.1.3 Europäisches Parlament
4.4 Strategien der Beeinflussung
4.5 Machtverteilung zwischen Umwelt- und Wirtschaftsinteressen
5. Greenpeace und WWF als Akteure in der europäischen Umweltpolitik
5.1 Entstehungsgeschichte
5.1.1 WWF - Die Geburt einer Umweltstiftung
5.1.2 Greenpeace - Von der Aktionsgruppe zum internationalen Umweltkonzern
5.2 Strukturen, Ziele und Finanzierung
5.2.1 Der konservative WWF
5.2.2 Die Protestorganisation Greenpeace
5.3 Instrumente und Arbeitsweise
5.3.1 WWF - der kooperative Lobbyingspezialist
5.3.2 Greenpeace - die aktionsorientierte Medienorganisation
5.4 Probleme und Defizite
5.4.1 Legitimationsdefizit
5.4.2 Das Problem der Entpolitisierung
5.4.3 Organisationsdefizit
6. Fallbeispiel: Reform der GFP
6.1 Arbeitsweisen von WWF und Greenpeace
6.2 Ziele der Umwelt-NGOs
6.3 Strategien der Einflussnahme
6.3.1 WWF
6.3.2 Greenpeace
6.4 Bewertung
7. Schlussbetrachtung
7.1 Verortung der Umwelt-NGOs im politischen System der EU
7.2 Resümee und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Einflussmöglichkeiten von europäischen Umwelt-NGOs auf die Formulierung der Umweltpolitik der Europäischen Union. Das primäre Ziel ist es, die tatsächlichen Partizipationsmöglichkeiten dieser Organisationen zu analysieren und zu prüfen, ob sie gegenüber wirtschaftlichen Interessenverbänden tatsächlich benachteiligt sind, indem die Strategien und Arbeitsweisen von Greenpeace und dem WWF im Kontext der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik verglichen werden.
5.1.1 WWF - Die Geburt einer Umweltstiftung
Die Idee zur Gründung des WWF geht zurück auf Artikel des britischen Biologen, Schriftstellers und Generaldirektors der UNESCO, Sir Julian Huxley, im Jahr 1960, die einen Londoner Geschäftsmann zu einem Brief an Huxley inspirierten, in dem er die Gründung einer Organisation zur Rettung der Wildtiere vorschlägt, die Geld bei den „ganz Reichen“ in aller Welt (Cornelsen 1991, S. 98) sammeln sollte. Angetan von dieser Idee, wandte sich Huxley an den Generaldirektor der British Nature Conservancy, Max Nicholson, der zusammen mit Sir Peter Scott, Vizepräsident der Internationalen Naturschutzunion IUCN, Guy Mountfort, Chef einer internationalen Werbeagentur und Ornithologe und Lord Aubrey Buxton, Banker, die Ziele der geplanten Stiftung verfasste. Bereits am 11. September 1961 wurde diese unter dem Namen World Wildlife Fund - aus rechtlichen und steuerlichen Gründen in der Schweiz - ins Leben gerufen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität der EU-Umweltpolitik ein und definiert das Forschungsinteresse an den Einflussmöglichkeiten von Umwelt-NGOs.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert politikwissenschaftliche Theorien wie Pluralismus, Korporatismus und die Logik des kollektiven Handelns zur Einordnung von Interessenverbänden.
3. Die Umweltpolitik der Europäischen Union: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung der europäischen Umweltpolitik und analysiert die Rolle der Umwelt-NGOs innerhalb dieses Feldes.
4. Einflussmöglichkeiten: Hier werden die formellen und informellen Beteiligungsmöglichkeiten von Interessengruppen an den EU-Organen Kommission, Ministerrat und Europäischem Parlament untersucht.
5. Greenpeace und WWF als Akteure in der europäischen Umweltpolitik: Dieses Kapitel vergleicht die Geschichte, Ziele, Finanzierung und Arbeitsweisen der beiden Organisationen Greenpeace und WWF.
6. Fallbeispiel: Reform der GFP: Anhand der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik werden die unterschiedlichen Strategien und Erfolge der beiden NGOs konkret demonstriert und bewertet.
7. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, verortet die Umwelt-NGOs im EU-System und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Europäische Union, Umweltpolitik, Umwelt-NGOs, Greenpeace, WWF, Lobbying, Partizipation, Interessenvertretung, Pluralismus, Korporatismus, Gemeinsame Fischereipolitik, Reform, Einflussmöglichkeiten, Legitimationsdefizit, EU-Institutionen.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und den Einflussmöglichkeiten von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) im Bereich der europäischen Umweltpolitik.
Der Schwerpunkt liegt auf einem detaillierten Vergleich der beiden großen internationalen Umweltorganisationen Greenpeace und WWF.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie effektiv diese NGOs ihre Interessen in den politischen Entscheidungsprozess der Europäischen Union einbringen können und inwiefern sie gegenüber Wirtschaftsverbänden benachteiligt sind.
Neben einer theoretischen Fundierung durch Verbändetheorien wird eine vergleichende Analyse sowie ein konkretes Fallbeispiel – die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik – herangezogen.
Der Hauptteil behandelt die politischen Rahmenbedingungen der EU, die verschiedenen Lobbying-Instrumente, die Organisationsstrukturen der untersuchten NGOs sowie deren spezifische Strategien im Gesetzgebungsverfahren.
Wichtige Begriffe sind EU-Umweltpolitik, Lobbying, Partizipation, Greenpeace, WWF, Pluralismus und der Entscheidungsprozess der europäischen Institutionen.
Der WWF wird als kooperativ und diplomatisch beschrieben, während Greenpeace einen konfrontativen, aktionsorientierten und stärker mediengestützten Strategieansatz verfolgt.
Die Autorin stellt fest, dass der Einfluss stark ressourcenabhängig ist und NGOs im Vergleich zu Wirtschaftsverbänden oft vor strukturellen und finanziellen Hürden stehen, wobei ihre Bedeutung für den politischen Prozess dennoch wächst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

