Diplomarbeit, 2008
163 Seiten, Note: Sehr Gut
1. Einleitung
2. Zielsetzung
3. Objektabhandlungen
3.1. Schloss Bruck in Lienz
3. 1. 1. Geschichte
3. 1. 2. Baugeschichte
3. 1. 3. Revitalisierungsprojekt
3. 1. 4. Zusammenfassende Betrachtung
3. 2. Mautturm in Winklern
3. 2. 1. Geschichte
3. 2. 2. Baugeschichte
3. 2. 3. Revitalisierungsprojekt
3. 2. 4. Zusammenfassende Betrachtung
3. 3. Gozzoburg in Krems
3. 3. 1. Geschichte
3. 3. 2. Baugeschichte
3. 3. 3. Revitalisierungsprojekt
3. 3. 4. Zusammenfassende Betrachtung
3. 4. Stadtmauernfragment in Krems
3. 4. 1. Geschichtlicher Abriss der Stadtentwicklung
3. 4. 2. Baugeschichtliche Entwicklung der Stadtmauer in der Schwedengasse
3. 4. 3. Umbau- und Integrationsprojekt
3. 4. 4. Zusammenfassende Betrachtung
3. 5. Kleinmariazell in Altenmarkt/Triesting
3. 5. 1. Geschichte
3. 5. 2. Baugeschichte
3. 5. 3. Renovierungs- und Revitalisierungsprojekt
3. 5. 4. Zusammenfassende Betrachtung
3. 6. Teichturm in Radstadt
3. 6. 1. Geschichtlicher Abriss der Stadtgründung sowie der Entstehung der Umfassungsmauer und der Befestigungstürme
3. 6. 2. Integrations- und Neubauprojekt
3. 6. 3. Zusammenfassende Betrachtung
3. 7. Schloss Rothschild in Waidhofen an der Ybbs
3. 7. 1. Geschichte
3. 7. 2. Baugeschichte
3. 7. 3. Integrationsprojekt
3. 7. 4. Zusammenfassende Betrachtung
3. 8. Ehemaliges Minoritenkloster in Wels
3. 8. 1. Geschichte
3. 8. 2. Baugeschichte
3. 8. 3. Revitalisierungsprojekt
3. 8. 4. Zusammenfassende Betrachtung
4. Analytische Betrachtung
4. 1. Die Rechtfertigung baulicher Interventionen an einem Denkmal
4. 1. 1. Erhaltungszustand
4. 1. 2. Wirtschaftlichkeit und Funktionalität
4. 1. 2. 1. Vertretbare Nutzungskonzepte
4. 2. Verschiedene bauliche Interventionsmöglichkeiten
4. 2. 1. Ergänzungen
4. 2. 2. Rückführungen
4. 3. Materialien- und Formensprache
4. 3. 1. Technisch notwendige Details und ihre Umsetzung
5. Moderne Denkmalpflege und zeitgenössische Architektur
5. 1. Exkurs in die Denkmalgeschichte
5. 2. Architekt versus Denkmalpfleger oder Denkmalpflege versus Architektur?
6. Resümee
Die Diplomarbeit untersucht den Umgang mit historischer Bausubstanz bei der Integration zeitgenössischer Architektur in Österreich. Das Hauptziel besteht darin, Kriterien für gelungene architektonische Interventionen an Baudenkmälern zu erarbeiten, wobei die theoretischen Grundlagen von Alois Riegl und der Charta von Venedig den Rahmen bilden, um eine kritische Analyse des Dialogs zwischen Alt und Neu zu ermöglichen.
3. 1. 3. Revitalisierungsprojekt
Mit den Adaptierungsarbeiten für die im Jahr 2000 stattgefundene Landesausstellung wurde unter der architektonischen Leitung von Gerhard Mitterberger 1998 begonnen. Die Herausforderung der Projektion bestand sowohl in der Rückführung als auch in der Sicherung von mittelalterlicher Substanz sowie in der Errichtung eines modernen Museumsbetriebes mit den dazugehörigen Einrichtungen wie Verwaltung, Archiv, Café und Shop. Um einen vollständigen Rundgang gewährleisten zu können, wurde mit Hilfe von neu eingefügten Treppenkonstruktionen sowie mit teils wieder aufgenommenen und teils neuen Mauerdurchbrüchen ein komplexes Erschließungssystem geschaffen, das sowohl auf getrennte Nutzungsbereiche als auch auf zusammenhängende Funktionsbereiche Rücksicht nimmt. Darüber hinaus war man bestrebt, die gesamten Räumlichkeiten der Anlage effizient zu nutzen und die Erlebbarkeit des mittelalterlichen Schlosses trotz der auf zeitgemäße Erfordernisse eingehenden Umbauten zu vermitteln. Durch die ausgeführten Entkernungsarbeiten konnten ältere Raum- und Baustrukturen wieder aufgenommen und mit einer modern angepassten Formensprache für die neuen Funktionen adaptiert werden.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Umgangs mit historischer Bausubstanz anhand der Werttheorien von Alois Riegl und deren Bedeutung für die moderne Denkmalpflege.
2. Zielsetzung: Darstellung der Forschungsabsicht, anhand von acht österreichischen Fallbeispielen Kriterien für den respektvollen und analytischen Umgang mit mittelalterlicher Bausubstanz zu definieren.
3. Objektabhandlungen: Detaillierte bauhistorische Untersuchung und Analyse der Revitalisierungsprojekte von acht ausgewählten Objekten, von Schloss Bruck bis zum ehemaligen Minoritenkloster in Wels.
4. Analytische Betrachtung: Kritische Auseinandersetzung mit der Rechtfertigung baulicher Eingriffe, verschiedenen Interventionsmöglichkeiten sowie der Bedeutung von Material- und Formensprache im Kontext der Denkmalpflege.
5. Moderne Denkmalpflege und zeitgenössische Architektur: Reflexion über das Spannungsverhältnis zwischen historischer Erhaltung und den Ansprüchen zeitgenössischer Architektur sowie die Rolle von Architekt und Denkmalpfleger.
6. Resümee: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse, die unterstreicht, dass individuelle Lösungen auf Basis fundierter bauhistorischer Forschung unerlässlich für eine denkmalgerechte Integration sind.
Denkmalpflege, Architektur, Bausubstanz, Integration, Revitalisierung, Baugeschichte, Reversibilität, Charta von Venedig, Alois Riegl, mittelalterliche Bauten, zeitgenössische Interventionen, Stadtbild, Bestandssicherung, Raumkonzept, Österreich.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Herausforderung, moderne Architektur in historische, mittelalterliche Bausubstanz in Österreich zu integrieren, ohne den Denkmalschutz zu vernachlässigen.
Im Mittelpunkt stehen die bauhistorische Untersuchung der Objekte, die kritische Analyse der durchgeführten Revitalisierungsprojekte und die Bewertung des Dialogs zwischen historischem Bestand und modernen architektonischen Zutaten.
Ziel ist es, Kriterien herauszuarbeiten, die bei der baulichen Intervention an Denkmälern zu beachten sind, um eine Balance zwischen funktionaler Anpassung und dem Erhalt des historischen Wertes zu finden.
Die Autorin kombiniert bauhistorische Recherche, Analyse von Revitalisierungskonzepten, Experteninterviews (Architekten, Denkmalpfleger) sowie eine vergleichende Fallstudienanalyse von acht österreichischen Objekten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Objektabhandlungen der acht gewählten Beispiele, gefolgt von einer analytischen Betrachtung, die Themen wie Erhaltungszustand, Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Formensprache diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Denkmalpflege, Reversibilität, zeitgenössische Architektur, historische Substanz, Integration und der von Alois Riegl geprägte Alterswert.
Die Arbeit sieht in der Verwendung von modernen Materialien wie Stahl und Glas ein Mittel zur deutlichen Abgrenzung vom historischen Bestand, sofern sie als reversible Einbauten und nicht als destruktive Überformung gestaltet sind.
Sie dient als ethischer Richtwert für den Denkmalschutz, der fordert, dass ergänzende Baumaßnahmen respektvoll mit dem überlieferten Rahmen umgehen und als moderne Zutaten ablesbar bleiben müssen.
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