Diplomarbeit, 2008
112 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 EINFÜHRUNG
1.2 PROBLEMSTELLUNG UND GANG DER UNTERSUCHUNG
2 INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS
2.1 BEDEUTUNG UND GESETZLICHE GRUNDLAGE
2.2 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG NACH IFRS
2.2.1 Ziele und Framework
2.2.2 Zugrunde liegende Annahmen
2.2.3 Qualitative Anforderungen
2.3 BILANZPOSITIONEN NACH IFRS
2.3.1 Vermögenswerte (Assets)
2.3.2 Schulden (Liabilities)
2.4 BEWERTUNG VON RÜCKSTELLUNGEN
2.4.1 Rückstellungsansatz
2.4.2 Ermittlung der Rückstellungshöhe
2.4.3 Erstattungen
2.4.4 Exposure Draft IAS 37
3 US-GAAP
3.1 BEDEUTUNG UND GESETZLICHE GRUNDLAGE
3.2 ZIELE UND ALLGEMEINE GRUNDLAGEN
3.3 GRUNDSÄTZLICHE ANFORDERUNGEN
3.4 ANSATZ- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
3.5 BILANZPOSITIONEN NACH US-GAAP
3.5.1 Vermögenswerte
3.5.2 Verbindlichkeiten
3.5.2.1 Ansatz
3.5.2.2 Bewertung
3.5.2.3 Erstattungen
4 ZWISCHENERGEBNIS
5 DAS VERSICHERUNGSGESCHÄFT
5.1 BESONDERHEITEN DES VERSICHERUNGSGESCHÄFTS
5.2 ABBILDUNG DES VERSICHERUNGSGESCHÄFTS DURCH EINZELNE RÜCKSTELLUNGEN
5.3 RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLE
6 ASSET/LIABILITY- UND DEFERRAL/MATCHING-ANSATZ
6.1 ASSET/LIABILITY-ANSATZ
6.2 DEFERRAL/MATCHING-ANSATZ
7 SCHADENRÜCKSTELLUNG NACH US-GAAP
7.1 BILANZIELLER ANSATZ UND DARSTELLUNG
7.2 BEWERTUNG DER SCHADENRÜCKSTELLUNG
7.2.1 Ermittlung der Rückstellungshöhe
7.2.2 Berücksichtigung des Zinseffektes
7.3 BILANZIERUNG DER RÜCKVERSICHERUNG
7.4 MATHEMATISCH STATISTISCHE VERFAHREN
7.4.1 Grundlegende Konzeption
7.4.2 Abwicklungsdreiecke
7.4.3 Bezahlte oder angefallene Schäden?
7.4.4 Beispielhafte Darstellung einzelner Reservierungsverfahren
7.4.4.1 Chain-Ladder-Verfahren
7.4.4.2 Cape-Cod-Verfahren
7.4.4.3 Bornhuetter-Ferguson Verfahren
8 ENTWICKLUNG EINES IFRS-STANDARDS FÜR VERSICHERUNGSVERTRÄGE
8.1 RELEVANTE STANDARDS FÜR VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN
8.2 IFRS 4 – PHASE 1
8.2.1 Grundkonzeption, Änderungen der Bilanzierungspraxis und Beibehaltungswahlrechte
8.2.2 Versicherungsvertragsdefinition
8.3 IFRS 4 – PHASE 2
8.3.1 Diskussionspapier und weitere Entwicklung
8.3.2 Anwendungsbereich
8.4 DIE SCHADENRÜCKSTELLUNG NACH DEN SICHTWEISEN DES IASB DISKUSSIONSPAPIERS
8.4.1 Betrachtungsansatz
8.4.2 Unit of Account
8.4.3 Bewertungsmaßstab
8.4.3.1 Current Exit Value
8.4.3.1.1 Konzeption
8.4.3.1.2 Kritik
8.4.3.2 Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme
8.4.3.2.1 Konzeptionelle Erwägungen
8.4.3.2.2 Einzubeziehende Cash-Flows
8.4.3.3 Diskontierung
8.4.3.4 Die Margen des aktuellen Verkaufspreises
8.4.3.4.1 Begründung für den Ansatz von Margen
8.4.3.4.2 Schätzung der Risikomarge
8.4.3.4.3 Servicemarge
8.4.3.5 Weitere bewertungsrelevante Faktoren
8.4.3.5.1 Entflechtung (Unbundling)
8.4.3.5.2 Einbezug der Unternehmensbonität
8.4.3.5.3 Verhalten von Versicherungsnehmern, Kundenbeziehung und Bilanzierung von Abschlusskosten
8.4.3.5.4 Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer
8.4.4 Bilanzierung der Rückversicherung
9 SCHLUSSBETRACHTUNG
9.1 WESENTLICHE UNTERSCHIEDE UND GEMEINSAMKEITEN ZWISCHEN DER BILANZIERUNG DER SCHADENRÜCKSTELLUNG NACH DEM IASB DISKUSSIONSPAPIER UND US-GAAP
9.2 KRITISCHE WERTUNG DER BILANZIERUNG DER SCHADENRÜCKSTELLUNG NACH DEM IASB DISKUSSIONSPAPIER UND US-GAAP
9.2.1 Betrachtung unter dem Aspekt der Zuverlässigkeit
9.2.2 Bewertung der Relevanz der dargestellten Information
9.2.3 Analyse unter dem Gesichtspunkt der Vergleichbarkeit
9.2.4 Verständlichkeit der dargestellten Informationen
9.2.5 Weitere Aspekte
Die Arbeit analysiert und vergleicht die unterschiedlichen Ansätze zur Bilanzierung von Schadenrückstellungen nach US-GAAP und dem IFRS-Diskussionspapier "Insurance Contracts". Ziel ist es, die Auswirkungen der Umstellung auf Zeitwertbewertung sowie die Konsequenzen für die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen unter Berücksichtigung der Kompositversicherung zu beleuchten.
8.4.3.1.1 Konzeption
Die Bewertung von versicherungstechnischen Verpflichtungen, damit auch der Schadenrückstellung, soll dem Diskussionspapier zu Folge einheitlich zum Current Exit Value erfolgen. Zwar wurden auch alternative Ansätze diskutiert, diese sind jedoch gemäß den Ausführungen des IASB nicht geeignet zur adäquaten Abbildung des Versicherungsgeschäfts.
Der Current Exit Value wird im Diskussionspapier definiert als „the amount the insurer would expect to pay at the reporting date to transfer its remaining contractual rights and obligations immediately to another entity”. Frei übersetzt wird der Current Exit Value als der Betrag definiert, den ein Versicherer einem Dritten leisten müsste um seine gesamten Verbindlichkeiten zu übertragen. Bei der Bewertung ist jedoch nicht auf eine tatsächliche Übertragung abzustellen, sondern lediglich auf eine theoretische Übertragung ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Möglichkeit und Fungibilität.
Marktpreise stellen dem IASB zur Folge den einzigen Wertmaßstab dar, der relevante und zuverlässige Abbildungen ermöglicht. Mangelnder Markthandel mit Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen bedingt jedoch die Nachbildung des Marktpreises durch einzelne Bausteine. Dabei sollen am Markt verfügbare Informationen in die Bewertung einbezogen werden.
Sind für Teilbewertungsaspekte Marktdaten bzw. Marktpreise verfügbar, so gehen sie der Bewertung durch Nachbildung auf Bausteinebene vor. Implizieren diese Marktpreise jedoch Risikomargen, so sind diese nicht gesondert bei der Rückstellungsbewertung zu betrachten.
Zielsetzung der Nachbildung von Marktpreisen mit Hilfe des Current Exit Values, ist die Bereitstellung entscheidungsnützlicher Informationen über Betrag, Zeitstruktur und Unsicherheit der zukünftigen Zahlungsflüsse zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer. Durch die Anlehnung an Marktinformationen sollen subjektive Annahmen ausgeschlossen werden.
Unter den drei Bausteinen die diese Funktion erfüllen wird eine Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme, bei Diskontierung zur Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes, sowie ein Aufschlag für Risikotragung- und Serviceleistungen seitens des Versicherers, verstanden.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Zeitwertbewertung bei Versicherungsverträgen und Problemstellung der Untersuchung.
2 INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS: Grundlagen und qualitative Anforderungen der Rechnungslegung nach IFRS sowie deren Bilanzpositionen.
3 US-GAAP: Darstellung der US-GAAP als Rechnungslegungsstandard, dessen Zielsetzungen und spezifische Ansätze für Verbindlichkeiten.
4 ZWISCHENERGEBNIS: Gegenüberstellung und Vergleich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen IFRS und US-GAAP.
5 DAS VERSICHERUNGSGESCHÄFT: Erläuterung der Besonderheiten des Versicherungsgeschäfts und dessen Abbildung durch verschiedene Rückstellungsarten.
6 ASSET/LIABILITY- UND DEFERRAL/MATCHING-ANSATZ: Analyse der zwei grundlegenden Konzepte zur Darstellung des Versicherungsgeschäfts in der Bilanz.
7 SCHADENRÜCKSTELLUNG NACH US-GAAP: Konkrete Anwendung der US-GAAP-Vorschriften bei der Schadenrückstellung inklusive mathematisch-statistischer Verfahren.
8 ENTWICKLUNG EINES IFRS-STANDARDS FÜR VERSICHERUNGSVERTRÄGE: Historischer Verlauf des IFRS-Projekts und detaillierte Untersuchung des IASB-Diskussionspapiers.
9 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende kritische Wertung der Ansätze und Ausblick auf die Bilanzierung der Zukunft.
Schadenrückstellung, US-GAAP, IFRS, Versicherungsverträge, Current Exit Value, Zeitwertbewertung, Versicherungsgeschäft, Rückversicherung, Best Estimate, Risikomarge, Diskontierung, Schadenabwicklungsverfahren, IFRS 4, IASB, Solvabilität.
Die Arbeit vergleicht die unterschiedlichen Ansätze zur Bilanzierung der Schadenrückstellung in der Kompositversicherung gemäß US-GAAP und dem IFRS-Diskussionspapier "Insurance Contracts".
Im Zentrum stehen die Konzepte der Zeitwertbewertung versus historische Anschaffungskosten, der Asset/Liability-Ansatz, versicherungsmathematische Verfahren zur Schadenreservierung sowie die Anforderungen an IFRS-Abschlüsse.
Das Ziel ist die Analyse der Konsequenzen einer Umstellung auf Zeitwertbewertung für Versicherer und der Vergleich mit der bewährten US-GAAP-Praxis hinsichtlich ihrer Entscheidungsrelevanz.
Es erfolgt eine deskriptive sowie vergleichende Analyse der Rechnungslegungsstandards, ergänzt durch mathematische Beispiele zur Verdeutlichung der Auswirkung verschiedener Bilanzierungsansätze auf Gewinn und Bilanz.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Rechnungslegungssysteme, eine detaillierte Darstellung des Versicherungsgeschäfts und die anschließende kritische Auseinandersetzung mit Schadenreservierungsverfahren und IASB-Vorschriften.
Die zentralen Schlagworte umfassen Schadenrückstellung, Current Exit Value, IFRS, US-GAAP, Versicherungsmathematik und Risikomarge.
Diese Unterscheidung ist notwendig, um sowohl bereits eingetretene Schäden als auch unbedingte zukünftige Verpflichtungen zur Gewährung von Versicherungsschutz nach dem prospektiven "Current Exit Value"-Prinzip abzubilden.
Die Risikomarge dient als Kompensation für die Risikotragung durch den Versicherer und verhindert einen sofortigen Gewinnausweis bei Vertragsabschluss, was eine transparentere Darstellung der tatsächlichen Ertragslage ermöglichen soll.
Als gängiges Verfahren der Extrapolation historischer Schadenverläufe ermöglicht es eine mathematisch nachvollziehbare Schätzung zukünftiger Schäden, unterliegt jedoch Schwächen bei Long-Tail-Sparten durch zeitverzögerte Reaktionen auf Strukturbrüche.
Kritiker bemängeln die durch subjektive Annahmen beeinflusste Objektivität der Bewertung, die Komplexität der Baustein-Methodik und die Gefahr einer erhöhten Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung.
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