Diplomarbeit, 1996
94 Seiten, Note: 1,0
Zusammenfassung
1. Einleitung
1.1 Was unterscheidet den Computer als Lernmedium von einem guten Lehrbuch?
1.2 Warum computerunterstütztes Lernen?
1.2.1 Vergleich der Lernleistung bei konventionellem und computerunterstütztem Lernen
1.2.2 Kosten computerunterstützter Lernkurse
1.2.3 Lernzeit bei konventionellem und computerunterstütztem Lernen
2. Theorie
2.1 Was geschieht beim Lernen und Wiederlernen?
2.2 Was bedeuten diese Unterschiede für das Lernen und Wiederlernen am Computer?
2.2.1 Überblick über die Funktionalität computerunterstützter Lernsysteme
2.2.2 Theorien zur Nutzung der Funktionen von Hypermedia-Lernsystemen
2.2.3 Evaluation des Nutzungsverhaltens
2.3 Offene Fragen und Hypothesen bezüglich des Lern- und Wiederlernverhaltens am Computer
3. Experimentelle Untersuchung
3.1 Methode
3.1.1 Das Hypermediasystem MEM
3.1.2 Inhalt und Darbietung der Kurse
3.1.3 Experimentelle Variationen
3.1.4 Die abhängigen Variablen
3.2 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
3.2.1 Unterschiede im Lern- und Wiederlernverhalten
3.2.2 Unterschiede zwischen den verschiedenen Wiederlernstrategien
3.2.3 Ergebnisse der Akzeptanzerhebung
4. Diskussion und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Nutzerverhalten in Lern- und Wiederlernsituationen beim Einsatz von computerunterstützten Hypermediasystemen. Dabei wird analysiert, wie Anwender die verfügbaren Navigations- und Informationshilfen nutzen, um Wissenslücken zu schließen und Lernziele effizient zu erreichen, wobei insbesondere verschiedene Wiederlernstrategien und deren Auswirkungen auf die Lernzeit und Behaltensleistung evaluiert werden.
Nützlichkeit der Navigations- und Informationshilfen
In der vorliegenden Untersuchung soll überprüft werden, wie die verschiedenen Systemmöglichkeiten genutzt werden. Daher soll an dieser Stelle dargestellt werden, welche Vorteile ein Kursteilnehmer durch die Nutzung der verschiedenen Navigations- und Informationshilfen hat. In Tabelle 2-1 werden Navigations- und Informationshilfen von MEM beschrieben. Zu jeder Funktion wird ein Beispiel gegeben, wozu der Lernende die Funktion nutzen kann.
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert den Einsatz von computerunterstützten Lernsystemen und stellt die grundlegende Forschungsfrage nach der tatsächlichen Nutzung von implementierten Funktionen in Lern- und Wiederlernkontexten.
2. Theorie: Hier werden kognitionspsychologische Grundlagen zum Lernen und Wiederlernen erläutert und mit den funktionalen Möglichkeiten von Hypermediasystemen verknüpft, um Hypothesen über das Nutzerverhalten abzuleiten.
3. Experimentelle Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das Hypermediasystem MEM, das Studiendesign mit den verschiedenen Wiederlernstrategien sowie die Erhebungsmethoden und analysiert die erzielten Ergebnisse.
4. Diskussion und Ausblick: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, insbesondere die Diskrepanz zwischen der positiven Einstellung der Nutzer zu Funktionen und deren tatsächlicher geringer Nutzung im Lernprozess.
Computerunterstütztes Lernen, Hypermediasysteme, Wiederlernen, Navigationshilfen, Informationshilfen, Gedächtnispsychologie, Nutzerverhalten, Wissensdiagnose, Lernstrategien, Selektives Wiederlernen, Effizienz, Akzeptanz, Mensch-Computer-Interaktion, MEM, Wissensrepräsentation
Die Diplomarbeit untersucht das Verhalten von Studierenden beim Lernen und Wiederlernen von Inhalten der Gedächtnispsychologie mithilfe eines computergestützten Hypermediasystems.
Die Untersuchung deckt die Bereiche Mensch-Computer-Interaktion, kognitive Lernpsychologie, die Nutzung von Navigationshilfen in Hypertexten und die Evaluation von Wiederlernstrategien ab.
Ziel ist es zu klären, ob und wie verschiedene Navigations- und Informationshilfen von Lernenden in der Praxis genutzt werden und ob sich dadurch Effizienzvorteile (z.B. Zeitersparnis) beim Wiederlernen ergeben.
Es wurde eine experimentelle Untersuchung durchgeführt, bei der das Verhalten der Kursteilnehmer durch automatische Protokollierung der Systemnutzung sowie durch begleitende Wissensdiagnosen und Akzeptanzfragebögen quantitativ ausgewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Systems MEM, das experimentelle Design (Vergleich von Lern- und Wiederlernkurs sowie verschiedene Wiederlernstrategien) und die detaillierte statistische Auswertung der Daten.
Wichtige Begriffe sind Computerunterstütztes Lernen, Hypermediasysteme, Wiederlernen, Navigationshilfen sowie die spezifischen Strategien wie das selektive oder komprimierte Wiederlernen.
Die Diskussion deutet darauf hin, dass die Nutzer oft keine unmittelbare Notwendigkeit sehen, die angebotenen Zusatzfunktionen zu verwenden, da das einfache Vor- und Zurückblättern als effizienteste Methode für den Informationszugang wahrgenommen wird.
Die selektive Strategie ist besonders ökonomisch und führt zu einer deutlichen Zeitersparnis, ohne dass dabei im Vergleich zu anderen Strategien signifikante Einbußen beim gelernten Detailwissen auftreten.
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