Diplomarbeit, 2008
130 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Bezugspunkte aus der Soziologie
3. Der Fachkräftemangel in Deutschland
3.1 Allgemeines zum Fachkräftemangel
3.2 Ursachen des Fachkräftemangels
3.3 Folgen des Fachkräftemangels
3.4 Lösungen des Fachkräftemangels
4. Empirischer Teil: Der Fachkräftemangel in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Anforderungen der Unternehmen an (zukünftige) Führungskräfte
4.2.1 Absehbarer Bedarf an Fachrichtungen
4.2.2 Schwierigkeiten bei der Besetzung von Stellen
4.2.3 Kontaktaufnahme der Unternehmen mit Fachkräften
4.2.4 Mitarbeiterqualifizierung
4.2.5 Mitarbeiterbindung
4.3 Anforderungen der Studenten
4.3.1 Ausgangssituation
4.3.2 Arbeitsplatzbezogene Faktoren
4.3.3 Standortfaktoren
4.3.4 Regionale Faktoren
4.3.5 Stellensuche
4.4 Differenzierte Bewertung der Berufsakademie- und Hochschulstudenten
4.4.1 Arbeitsplatzbezogene Faktoren
4.4.2 Standortfaktoren
4.5 Unterschiede zwischen den Geschlechtern
4.5.1 Arbeitsplatzbezogene Faktoren
4.5.2 Standortfaktoren
4.6 Diskrepanzen zwischen den Ergebnissen der Unternehmen und der Studenten
4.7 Zwischenfazit
5. Komparativer Teil: Regionaler Vergleich des Fachkräftemangels in Deutschland
5.1 Das Süd-Nord-Gefälle in Deutschland
5.1.1 Untersuchungen zum Süd-Nord-Gefälle in Deutschland
5.1.2 Das Süd-Nord-Gefälle heute
5.2 Baden-Württemberg und Niedersachsen im Vergleich
5.3 Schwarzwald-Baar-Heuberg und Osnabrück-Emsland im Vergleich
5.3.1 Die Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituation in den Regionen Schwarzwald-Baar-Heuberg und Osnabrück-Emsland
5.3.2 Der Fachkräftemangel in den Regionen Schwarzwald-Baar-Heuberg und Osnabrück-Emsland im Vergleich
5.4 Zwischenfazit
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen, Folgen und Lösungsansätze des Fachkräftemangels in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung regionaler Disparitäten. Ziel ist es, die spezifische Situation in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zu analysieren, Anforderungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gegenüberzustellen und die Ergebnisse mit anderen Regionen im Kontext des Süd-Nord-Gefälles zu vergleichen.
3.1 Allgemeines zum Fachkräftemangel
Im Jahr 2007 haben den deutschen Unternehmen 400.000 Fachkräfte gefehlt. Der Mangel dieser Fachkräfte verursachte allein in Deutschland einen Wertschöpfungsverlust von 23 Milliarden Euro. Weiterhin ging ein Prozent Wirtschaftswachstum verloren. Im Vergleich dazu betrug die Zahl der unbesetzten Fachkräftestellen im Jahr 2006 165.000, was Einbußen von 18,5 Milliarden Euro zur Folge hatte. Der Fachkräftemangel trifft dabei zum einen insbesondere exportstarke Industriezweige wie den Maschinenbau. Hier hatten zwei Drittel der Unternehmen Schwierigkeiten, die offenen Stellen mit geeigneten Fachkräften zu besetzen. Zum anderen aber auch Großunternehmen. Hier hatten 47,5 Prozent der Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten Stellenbesetzungsprobleme (KMU: 38,8 Prozent).
Vor allem Ingenieure fehlen den deutschen Unternehmen. Aber auch bei Informatikern und Naturwissenschaftlern übersteigt die Nachfrage inzwischen das Angebot. 2007 konnten 48.000 Stellen für Ingenieure, 25.000 Stellen für Naturwissenschaftler und 63.000 Arbeitsplätze für Techniker nicht besetzt werden. Bereits heute hat jedes sechste Unternehmen in Deutschland gravierende Probleme damit, Ingenieure zu rekrutieren. Bis 2014 könnte sich die Zahl der fehlenden Ingenieure auf 95.000 erhöhen. Dabei würde jede zweite Stelle, die nicht besetzt werden könnte auf die Branchen Maschinen- und Fahrzeugbau und die Elektroindustrie entfallen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Brisanz des Fachkräftemangels in Deutschland und definiert die Forschungsziele sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Theoretische Bezugspunkte aus der Soziologie: In diesem Kapitel werden soziologische Theorien, wie das AGIL-Schema nach Parsons und die Humankapitaltheorie, als Grundlage für das Verständnis des Wirtschaftssystems und Arbeitsmarktes herangezogen.
3. Der Fachkräftemangel in Deutschland: Dieser Teil beschreibt das Ausmaß des Fachkräftemangels in Deutschland, erörtert seine Ursachen und Folgen und bietet konkrete Handlungsempfehlungen.
4. Empirischer Teil: Der Fachkräftemangel in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg: Hier erfolgt eine quantitative Analyse der Fachkräftesituation in der Beispielregion anhand von Unternehmens- und Studentenbefragungen.
5. Komparativer Teil: Regionaler Vergleich des Fachkräftemangels in Deutschland: Dieses Kapitel vergleicht die Arbeitsmarktsituation in Süd- und Norddeutschland und stellt die spezifischen Gegebenheiten der Regionen Schwarzwald-Baar-Heuberg und Osnabrück-Emsland einander gegenüber.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert diese vor dem Hintergrund soziologischer Theorien und diskutiert mögliche Zukunftsstrategien.
Fachkräftemangel, Deutschland, regionaler Vergleich, Schwarzwald-Baar-Heuberg, Osnabrück-Emsland, Humankapitaltheorie, Arbeitsmarkt, Ingenieure, Mitarbeiterbindung, Rekrutierung, Demografischer Wandel, Süd-Nord-Gefälle, Wirtschaftswachstum, Bildungsexpansion, Qualifizierung
Die Arbeit befasst sich mit dem Fachkräftemangel in Deutschland, wobei sie sowohl die Ursachen und Folgen auf nationaler Ebene analysiert als auch eine vertiefte empirische Untersuchung regionaler Unterschiede vornimmt.
Zentrale Themen sind die soziologische Fundierung des Arbeitsmarktes, die Analyse der Anforderungen von Unternehmen an Fachkräfte, die Erwartungen von Studierenden an Arbeitgeber sowie der regionale Vergleich von Wirtschafts- und Arbeitsmarktstrukturen.
Das Ziel ist es, den Fachkräftemangel zu beschreiben, Lösungsansätze für Unternehmen zu identifizieren und die Unterschiede zwischen verschiedenen Regionen in Deutschland, insbesondere zwischen Süd- und Norddeutschland, wissenschaftlich aufzuzeigen.
Die Autorin kombiniert theoretische Ansätze aus der Soziologie mit einer empirischen quantitativen Untersuchung in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, ergänzt durch einen komparativen Vergleich statistischer Daten verschiedener Regionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine allgemeine Betrachtung des Fachkräftemangels in Deutschland, eine spezifische empirische Untersuchung sowie einen regionalen Vergleich, der die Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituation in Süd- und Norddeutschland beleuchtet.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Mitarbeiterbindung, regionale Unterschiede, Humankapital und Arbeitsmarktpolitik aus.
Die Region wurde gewählt, da sie durch eine ländliche Prägung charakterisiert ist, an die Schweiz grenzt und trotz ihrer Lage ein starkes Wirtschaftswachstum aufweist, was sie für die Untersuchung des Fachkräfteproblems prädestiniert.
Obwohl sich die Indikatoren zum Wirtschaftswachstum in beiden ländlichen Regionen angleichen, ist der Fachkräftemangel in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg aufgrund einer geringeren Arbeitslosenquote und einer höheren Wettbewerbsintensität bereits stärker fortgeschritten.
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