Diplomarbeit, 2008
104 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 ÜBERBLICK ÜBER DAS MANAGEMENT UND DAS CONTROLLING VON SUPPLY CHAINS
2.1 GEGENSTAND DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENTS UND –CONTROLLINGS
2.2 ZIELE DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENTS UND –CONTROLLINGS
2.3 AUFGABEN DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENTS UND –CONTROLLINGS
2.4 INTRUMENTE DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENTS UND –CONTROLLINGS
2.5 ZUSAMMENFASSUNG
3 GRUNDLAGEN DER BALANCED SCORECARD
3.1 ENTSTEHUNG UND EINORDNUNG DER BALANCED SCORECARD
3.2 DIE BALANECED SCORECARD ALS MANAGEMENTSYSTEM
3.3 AUFBAU UND FUNKTIONSWEISE DER BALANCED SCORECARD
3.4 PERSPEKTIVEN DER BALANCED SCORECARD
3.4.1 FINANZWIRTSCHAFTLICHE PERSPEKTIVE
3.4.2 KUNDENPERSPEKTIVE
3.4.3 INTERNE PROZESSPERSPEKTIVE
3.4.4 LERN- UND ENTWICKLUNGSPERSPEKTIVE
3.4.5 WEITERE PERSPEKTIVEN
3.5 MERKMALE DER BALANCED SCORECARD
3.6 ZUSAMMENFASSUNG
4 DIE BALANCED SCORECARD IM SUPPLY CHAIN MANAGEMENT UND –CONTROLLING
4.1 ANFORDERUNGEN AN DAS CONTROLLING VON SUPPLY CHAINS
4.2 EIGNUNG DER BALANCED SCORECARD ALS INSTRUMENT DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENTS UND –CONTROLLINGS
4.3 INHALTLICHE DARSTELLUNG UND BEWERTUNG EXISTIERENDER ANSÄTZE ZUR KONZEPTION EINER BALANCED SCORECARD FÜR DAS SUPPLY CHAIN MANAGEMENT
4.3.1 INHALTLICHE MODIFIKATION BEI GLEICHBLEIBENDER STRUKTUR DER TRADITIONELLEN BALANCED SCORECARD
4.3.1.1 INHALTLICHE DARSTELLUNG
4.3.1.2 BEWERTUNG
4.3.2 INHALTLICHE UND GERINGFÜGIGE STRUKTURELLE MODIFIKATION DER TRADITIONELLEN BALANCED SCORECARD
4.3.2.1 INHALTLICHE DARSTELLUNG
4.3.2.2 BEWERTUNG
4.3.3 INHALTLICHE UND UMFANGREICHE STRUKTURELLE MODIFIKATION DER TRADITIONELLEN BALANCED SCORECARD
4.3.3.1 INHALTLICHE DARSTELLUNG
4.3.3.2 BEWERTUNG
4.4 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
5 IMPLEMENTIERUNG EINER BALANCED SCORECARD FÜR DAS SUPPLY CHAIN MANAGEMENT
5.1 KLÄRUNG DER STRATEGISCHEN GRUNDLAGEN
5.2 ENTWICKLUNG DES ORGANISATORISCHEN RAHMENS FÜR DIE IMPLEMENTIERUNG
5.3 ENTWICKLUNG DER BALANCED SCORECARD
5.4 MANAGEMENT DES ROLL-OUT
5.5 SICHERSTELLUNG DES KONTINUIERLICHEN EINSATZES DER BALANCED SCORECARD
5.6 ZUSAMMENFASSUNG
6 FAZIT
Diese Arbeit untersucht, inwieweit die Balanced Scorecard als Instrument geeignet ist, das Supply Chain Management und das Supply Chain Controlling zu unterstützen, und wie sie inhaltlich und strukturell angepasst werden muss, um diesen spezifischen Anforderungen gerecht zu werden.
3.1 Entstehung und Einordnung der Balanced Scorecard
Im Rahmen einer Studie zum Thema „Performance Measurement“ wurde Anfang der neunziger Jahre in den USA das Konzept der BSC von Professor Robert S. Kaplan und David P. Norton in Zusammenarbeit mit Vertretern aus der Praxis entwickelt. Den Anstoß für die Entwicklung der BSC stellt die Kritik an traditionellen Kennzahlensystemen dar.
Sowohl die Literatur als auch die Praxis beanstandeten die gängigen Steuerungskonzepte, welche vorwiegend finanzielle Kennzahlen berücksichtigten, vergangenheitsorientiert ausgelegt waren, eine wenig ausgeprägte Kundenorientierung vorwiesen und nicht an die strategische Planung angebunden waren (vgl. Gleich 2002, S. 447; Morganski 2001, S.9; Weber/Schäffer 1999, S. 153). Als Beispiel für traditionelle Kennzahlensysteme können das Du-Pont-System oder das ZVEI Kennzahlensystem angeführt werden.
Das Management von Unternehmen sieht sich heutzutage einer steigenden Komplexität innerhalb des Betriebsgeschehens gegenüberstehen, sodass eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung mit ausschließlich finanzorientierten Kennzahlen nicht mehr ausreicht. Mit Hilfe der BSC strebt das Management eine Komplexitätsreduktion innerhalb des Betriebsgeschehens an (vgl. Morganski 2001, S. 31 f).
Das Konzept der BSC wurde von Kaplan/Norton als Lösung für die Probleme traditioneller Kennzahlensysteme konstruiert, indem die eindimensionale, finanzielle Sicht durch die Integration nichtfinanzieller Kennzahlen ergänzt wurde, um so den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Die ausschließliche Steuerung über finanzielle Kennzahlen wurde durch eine Kunden-, eine interne Prozess- sowie eine Lern- und Entwicklungsperspektive erweitert (vgl. Weber/Schäffer 2000, S.3 f).
1 EINLEITUNG: Darstellung der turbulenten Marktentwicklung und Einführung der Forschungsfragen hinsichtlich der Eignung der Balanced Scorecard für die Supply Chain.
2 ÜBERBLICK ÜBER DAS MANAGEMENT UND DAS CONTROLLING VON SUPPLY CHAINS: Erläuterung der zentralen Begriffe, Ziele und Herausforderungen (u.a. Bull-Whip-Effekt) im Supply Chain Management.
3 GRUNDLAGEN DER BALANCED SCORECARD: Detaillierte Einführung in das Konzept, die Entstehungsgeschichte sowie die Struktur und Perspektiven der Balanced Scorecard.
4 DIE BALANCED SCORECARD IM SUPPLY CHAIN MANAGEMENT UND –CONTROLLING: Zusammenführung der beiden Themenkomplexe, Untersuchung der Eignung sowie Bewertung existierender Konzepte zur Modifikation.
5 IMPLEMENTIERUNG EINER BALANCED SCORECARD FÜR DAS SUPPLY CHAIN MANAGEMENT: Praxisorientierte Darstellung eines Implementierungsprozesses anhand eines Phasenmodells.
6 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung sowie den Forschungsbedarf.
Balanced Scorecard, Supply Chain Management, Supply Chain Controlling, Strategieumsetzung, Performance Measurement, Kennzahlensysteme, Ursache-Wirkungsbeziehungen, Supply Chain Operations Reference-Modell, Prozessoptimierung, Unternehmensübergreifende Kooperation, Strategische Planung, Logistikmanagement, Früherkennungssysteme, Supply Chain Strategie, Kooperationsintensität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Balanced Scorecard als Instrument genutzt werden kann, um die komplexen Anforderungen des Managements und Controllings in unternehmensübergreifenden Supply Chains zu bewältigen.
Die zentralen Themenfelder sind Supply Chain Management (SCM), Supply Chain Controlling (SCC), das Konzept der Balanced Scorecard (BSC) sowie deren inhaltliche und strukturelle Anpassung für den Einsatz in Wertschöpfungsnetzwerken.
Das primäre Ziel ist es, die Eignung der Balanced Scorecard als Instrument für das Supply Chain Management zu prüfen und aufzuzeigen, wie sie angepasst werden muss, um spezifische netzwerkübergreifende Anforderungen zu erfüllen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Managementkonzepte und der Untersuchung verschiedener theoretischer Ansätze zur Konzeption einer Balanced Scorecard für die Supply Chain.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung von SCM und BSC, eine anschließende Zusammenführung beider Komplexe, die Untersuchung ihrer Eignung sowie eine beispielhafte Darstellung der Implementierung in der Praxis.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Balanced Scorecard, Supply Chain Management, unternehmensübergreifende Kooperation, Ursache-Wirkungsbeziehungen, Kennzahlensysteme und strategische Steuerung.
Der Bull-Whip-Effekt beschreibt ein zentrales Problem in Supply Chains, bei dem Nachfrageinformationen entlang der Kette verzerrt weitergegeben werden, was zu überhöhten Beständen und Sicherheitsreserven bei den einzelnen Akteuren führt.
Klassische Controllinginstrumente sind häufig auf die unternehmensinterne Sicht beschränkt, vergangenheitsorientiert und stark finanziell ausgerichtet, wodurch sie die komplexen, unternehmensübergreifenden Zusammenhänge einer Supply Chain nicht ausreichend abbilden können.
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