Bachelorarbeit, 2007
46 Seiten, Note: 1,1
1. EINLEITUNG
2. DAS BILD VON AFRIKA IN DEN MEDIEN
2.1 Die Bedeutung von Massenmedien für die Imagebildung
2.2 Zum Stand der Forschung
3. ‚SCHWARZAFRIKA’ – EINE DEFINITION
Zum Problem der Generalisierung des Afrika-Begriffs
4. AUSLANDSBERICHTERSTATTUNG
4.1 Die Auslandsberichterstattung als organisiertes Sozialsystem
4.1.1 Individuelle Einflüsse auf die Auslandsberichterstattung
4.1.2 Informationelle Rahmenbedingungen der Auslandsberichterstattung
4.2 Der Strukturkomplex der Auslandsberichterstattung
4.2.1 Nachrichtenwerttheorie
4.2.2 Konstanten und Veränderungen der Auslandsberichterstattung
4.2.3 Strukturmerkmale
4.3 Nachrichtenagenturen
4.3.1 Die Rolle der Nachrichtenagenturen im internationalen Informationsfluss
4.3.2 Rahmenbedingungen der Nachrichtenproduktion
4.4 Die Arbeit der Auslandskorrespondenten
5. DIE UNTERSUCHTEN MEDIEN IM PORTRÄT
5.1 Die Frankfurter Allgemeine Zeitung
5.2 Die Süddeutsche Zeitung
6. ZUR METHODISCHEN VORGEHENSWEISE
7. EMPIRISCHE DATEN
7.1 Zahlen und Einschätzungen
7.1.1 Häufigkeit der Berichterstattung
7.1.2 Verteilung der Beiträge auf einzelne Staaten Schwarzafrikas
7.2 Qualitätsanalyse
7.2.1 Länge der Beiträge
7.2.2 Anteil von Korrespondentenberichten und Agenturmeldungen an der Berichterstattung
7.2.3 Platzierung innerhalb des Mediums
7.3 Thematische Analyse
7.3.1 Verteilung der Artikel auf nominale Kategorien
7.3.2 Verteilung der Beiträge auf Subkategorien
7.3.3 Länderspiegel: Inhalte pro Staat
8. FAZIT
Die Arbeit untersucht das mediale Bild von „Schwarzafrika“ in der FAZ und der Süddeutschen Zeitung im Zeitraum von 2000 bis 2005. Ziel ist es, die Gültigkeit früherer Forschungsergebnisse zu Unterrepräsentiertheit, Einseitigkeit und Negativismus zu überprüfen und durch eine Differenzierung nach Ländern und Themen zu ergänzen.
2.1 Die Bedeutung von Massenmedien für die Imagebildung
Wie wir die Welt sehen, welches Bild sich in unseren Köpfen auftut, wenn wir an ein bestimmtes Land oder eine Region unserer Erde denken, hängt sehr stark von den Informationen ab, die uns täglich aus den Medien erreichen. Besonders wenn es um Länder und Regionen geht, die weit entfernt von uns liegen, wächst der Einfluss der Medien.
Beziehungen zwischen verschiedenen Ländern und deren Völkern können auf 2 Ebenen entstehen: Erstens aufgrund von Primärerfahrungen, das heißt auf dem direkten Wege durch eigene Beobachtungen und unmittelbaren Kontakt; zweitens durch Sekundärerfahrungen, das heißt durch die Mitteilung Dritter und somit durch Kommunikation. Sobald uns also die Möglichkeit der eigenen Erfahrung, des individuellen Erlebens oder auch der Zugang zu alternativen Informationsquellen fehlt, haben die Medien entscheidenden Einfluss, da sie die „zentrale Instanz“ darstellen, wenn es um die Vermittlung von Sekundärerfahrungen über fremde Länder und Kulturen geht. Somit kann ich Katja Nafroth voll und ganz zustimmen, wenn sie anführt, dass die mediale Auslandsberichterstattung für die Strukturierung der Realität sowie für die Vorstellungen von der Welt, von besonderer Relevanz ist. So können die Medien mitbestimmen, welche Vorstellung der Rezipient von einem bestimmten Land oder über Völker anderer Kulturen herausbildet.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Forschungsfrage, das Afrikabild in der deutschen Presse zwischen 2000 und 2005 zu untersuchen und auf Stereotype zu prüfen.
2. DAS BILD VON AFRIKA IN DEN MEDIEN: Erläuterung der Bedeutung der Medien für die Imagebildung und Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Thema Afrika-Darstellung.
3. ‚SCHWARZAFRIKA’ – EINE DEFINITION: Abgrenzung und Definition des Begriffs Schwarzafrika unter Berücksichtigung der Problematik einer übermäßigen Generalisierung.
4. AUSLANDSBERICHTERSTATTUNG: Analyse der theoretischen Grundlagen des Nachrichtensystems, einschließlich Gate-Keeping, Nachrichtenwerttheorie und der Arbeit von Auslandskorrespondenten.
5. DIE UNTERSUCHTEN MEDIEN IM PORTRÄT: Vorstellung der FAZ und der Süddeutschen Zeitung als Untersuchungsgegenstände hinsichtlich ihrer publizistischen Profile.
6. ZUR METHODISCHEN VORGEHENSWEISE: Beschreibung des methodischen Aufbaus der quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse.
7. EMPIRISCHE DATEN: Präsentation und Auswertung der erhobenen Daten bezüglich Häufigkeit, Qualität und Themen der Berichterstattung über Schwarzafrika.
8. FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse und Beantwortung der Frage, ob sich das Bild Schwarzafrikas im neuen Jahrtausend verändert hat.
Schwarzafrika, Auslandsberichterstattung, Medienanalyse, FAZ, Süddeutsche Zeitung, Nachrichtenwerte, Stereotype, Journalismus, Auslandskorrespondenten, Medieninhalte, Afrika-Bild, Inhaltsanalyse, Politikzentrierung, Negativismus, Presse.
Die Arbeit befasst sich mit der Art und Weise, wie die Region Schwarzafrika in den überregionalen deutschen Tageszeitungen FAZ und Süddeutsche Zeitung im Zeitraum 2000 bis 2005 dargestellt wurde.
Die Arbeit untersucht, ob die Berichterstattung primär durch negative Ereignisse wie Kriege und Krisen geprägt ist und inwieweit eine Unterrepräsentiertheit oder Einseitigkeit bei der Themenauswahl vorliegt.
Das Ziel ist es, die Gültigkeit bisheriger medienwissenschaftlicher Erkenntnisse über das negative Afrikabild für das neue Jahrtausend zu überprüfen und eine detaillierte Differenzierung nach Staaten und Themen vorzunehmen.
Es wird eine zweistufige Inhaltsanalyse angewandt, die quantitative Datenerhebungen mit qualitativen Analysen kombiniert, um sowohl die Häufigkeit als auch die inhaltliche Qualität der Berichterstattung zu erfassen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Auslandsberichterstattung die Ergebnisse der empirischen Studie präsentiert, wobei unter anderem die Themenverteilung, die Länge der Beiträge und die Rolle der Korrespondenten analysiert werden.
Zentrale Begriffe sind Schwarzafrika, Auslandsberichterstattung, Medienanalyse, Nachrichtenwerte, Stereotype und der Vergleich zwischen FAZ und Süddeutscher Zeitung.
Die Arbeit zeigt, dass die Süddeutsche Zeitung ein höheres Volumen an Beiträgen aufweist und stärker auf thematische Schwerpunkte innerhalb des afrikanischen Kontinents setzt, während die FAZ häufiger politische Beziehungen mit westlichem Bezug thematisiert.
Der Korrespondent fungiert als Übersetzer zwischen Kulturen, ist jedoch in seinem Handlungsspielraum durch die Vorgaben der Heimatredaktion und durch die vorhandene Infrastruktur vor Ort stark eingeschränkt.
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