Diplomarbeit, 2007
75 Seiten, Note: 1,7
1 Konzeptionelle Grundlagen
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise der Arbeit
2 Gegenstand und Kennzeichen von CSR
2.1 Entwicklung des Bedeutungsinhaltes von CSR
2.1.1 Aktueller Stand der CSR-Forschung
2.1.1.1 Englischsprachige CSR-Forschung
2.1.1.2 Deutschsprachige CSR-Forschung
2.1.2 CSR als dynamisches und umfassendes Konzept
2.2 Erläuterung und Abgrenzung benachbarter Begriffe
2.2.1 Corporate Responsibility
2.2.2 Corporate Citizenship
2.2.3 Nachhaltigkeit
2.2.4 Corporate Social Opportunity
3 Unternehmensgründungen als Forschungsfeld
3.1 Überblick verschiedener Ansätze in der Gründungsforschung
3.2 Entscheidungsverhalten im Gründungsprozess
4 Gestaltungsrahmen von CSR und dessen Implikationen für Unternehmensgründungen
4.1 Dimensionen und Handlungsfelder
4.1.1 Markt
4.1.2 Arbeitsplatz
4.1.3 Gemeinwesen
4.1.4 Umwelt
4.2 Erweitertes Entscheidungsverhalten im Gründungsprozess
4.2.1 Gründungsprozess nach Wickham
4.2.2 Entscheidungsverhalten nach Molteni
4.3 Instrumente zur Umsetzung von CSR bei Unternehmensgründungen
4.3.1 Verhaltenskodizes
4.3.2 Gütesiegel
4.3.3 CSR-Managementsysteme
4.3.4 CSR-Berichte
4.3.5 Ratgeber
4.3.6 Konventionelle Instrumente der Gründungsplanung
4.4 Herausforderungen und Handlungsempfehlungen
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein theoretisches Modell zu entwickeln, das Unternehmensgründern als Analyseraster zur Überprüfung und Integration von Corporate Social Responsibility (CSR) in ihre Gründungsvorhaben dient, um so die Verbindung zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und Wettbewerbsvorteilen herzustellen.
4.1.1 Markt
Der Markt ist den geplanten Geschäftsaktivitäten am nächsten. Das zukünftige Verhalten des Unternehmens zeigt, wie es soziale und ökologische Belange in die Entscheidungsprozesse eingebunden hat. Das CSR-Engagement nimmt über die geplante Geschäftstätigkeit, wie z.B. die Herstellung von Produkten und Services, die Materialbeschaffung, die Vermarktung, die Preisgestaltung und die Verkaufsmethoden Gestalt an. Geschäftsbeziehungen sind von Verhaltenserwartungen und Unsicherheit über die Kooperation des Geschäftspartners geprägt. Erfolgreiche Geschäftsbeziehungen setzen Vertrauen voraus. CSR ist in dieser Dimension ein Instrument des Beziehungsmanagements und eröffnet die Möglichkeit dieses Vertrauen aufzubauen.
Als wichtige Anspruchsgruppen gelten Kunden, NRO, Zulieferer, Geschäftspartner, Investoren (etwa VC-Geber oder Business Angels) und Banken.
Folgende Handlungsfelder ergeben sich aus der Wechselbeziehung mit den Kunden:
Kundenzufriedenheit und Kundenbindung,
Produktsicherheit,
Qualität des Produkts oder der Dienstleistung,
Transparenz von Informationen, Kennzeichnung, Verpackung,
faire Preise,
die Berücksichtigung ethischer Wertvorstellungen in der Vermarktung,
Aufklärung und Kundendienst.
In Bezug auf Zulieferer und Geschäftspartner können folgende Punkte relevant sein:
Auswahl der Geschäftspartner,
Unterstützung der lokalen Zulieferer,
rechtzeitige Bezahlung von Rechnungen,
Menschenrechtsfragen (insbesondere bei geplanten Geschäftsbeziehungen mit Entwicklungsländern).
Dabei wird eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Geschäftspartnern vorausgesetzt, wenn Probleme vermieden, Kosten gesenkt und die Qualität von Produktion und Produkten gesteigert werden sollen.
1 Konzeptionelle Grundlagen: Das Kapitel führt in das Thema CSR ein, beleuchtet die Problemstellung und definiert die Vorgehensweise der Arbeit zur Untersuchung von CSR im Gründungskontext.
2 Gegenstand und Kennzeichen von CSR: Dieses Kapitel erörtert die Entwicklung des CSR-Begriffs in der Forschung, grenzt verwandte Konzepte wie Nachhaltigkeit oder Corporate Citizenship ab und definiert CSR als dynamisches Konzept.
3 Unternehmensgründungen als Forschungsfeld: Der Abschnitt bietet einen Überblick über verschiedene theoretische Ansätze in der Gründungsforschung und beschreibt das Entscheidungsverhalten im Gründungsprozess.
4 Gestaltungsrahmen von CSR und dessen Implikationen für Unternehmensgründungen: Das Kapitel entwirft ein theoretisches Modell mit verschiedenen Dimensionen (Markt, Arbeitsplatz, Gemeinwesen, Umwelt), diskutiert erweiterte Entscheidungsprozesse und bewertet CSR-Instrumente für Gründer.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die strategische Rolle von CSR für junge Unternehmen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungserfordernisse.
Corporate Social Responsibility, CSR, Unternehmensgründung, Entrepreneurship, Nachhaltigkeit, Stakeholder, Gründungsforschung, Strategisches Management, Unternehmensethik, Instrumente, Handlungsfelder, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsmanagement, Soziale Verantwortung, Wirtschaftsökologie.
Die Arbeit analysiert und bewertet die Rolle von Corporate Social Responsibility (CSR) im Kontext von Unternehmensgründungen und entwickelt ein theoretisches Modell zur Integration gesellschaftlicher Verantwortung in Gründungsvorhaben.
Im Mittelpunkt stehen die vier CSR-Dimensionen Markt, Arbeitsplatz, Gemeinwesen und Umwelt sowie deren praktische Anwendung im Gründungsprozess.
Das Ziel ist die Entwicklung eines theoretischen Modells, das Unternehmensgründern als Analyseraster dient, um CSR-Aspekte systematisch in ihre Unternehmensstrategie einzubinden.
Die Arbeit nutzt einen "top-down"-Ansatz und zieht wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bereichen Unternehmensethik, Umweltforschung, Entrepreneurship-Forschung und strategischem Management heran.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Abgrenzung von CSR, die Analyse des Gründungsforschungsfeldes sowie die Modellierung eines Gestaltungsrahmens für CSR inklusive der Bewertung verschiedener Umsetzungsinstrumente.
Zentrale Begriffe sind Corporate Social Responsibility, Unternehmensgründung, Stakeholder-Theorie, strategisches Management und unternehmerische Verantwortung.
CSR kann für Gründer als Quelle für Innovationen dienen, Geschäftsbeziehungen festigen und zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit beitragen, da moderne Stakeholder zunehmend auf ökologische und soziale Kriterien achten.
Bestehende CSR-Instrumente sind primär auf große Unternehmen ausgerichtet und häufig mit hohen Kosten sowie einem hohen Zeitaufwand verbunden, was den begrenzten Ressourcen von Gründern oft widerspricht.
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