Examensarbeit, 2008
49 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
0 EINLEITUNG
1 VOR- UND NACHTEILE DER BILINGUALEN FAMILIE
2 RAHMENBEDINGUNGEN FÜR BILINGUALISMUS
3 DAS BILINGUALE MENTALE LEXIKON
4 VERSCHIEDENE PRINZIPIEN ZUR BILINGUALEN ERZIEHUNG
4. 1 OPOL-/ Partnerprinzip
4. 2 Familiensprache = Nicht-Umgebungssprache (mL@H)
4. 3 Späte Zweisprachigkeit
4. 4 Künstliche Zweisprachigkeit
4. 5 Zeit- und Raumprinzip
5 SCHLUSSBEMERKUNG
6 LITERATUR
Die Arbeit untersucht die bilinguale Erziehung innerhalb von Familien, mit besonderem Fokus auf die Strategien, die Eltern anwenden, um ihren Kindern den Erwerb zweier Sprachen zu ermöglichen. Dabei werden sowohl die kognitiven und psychologischen Vorteile als auch die strukturellen Rahmenbedingungen und Herausforderungen beleuchtet, denen sich bilinguale Familien in verschiedenen Kontexten gegenübersehen.
4. 1 OPOL-/ Partnerprinzip
Das Partnerprinzip, auch „One-Parent-One-Language Approach“ kurz OPOL genannt, ist eins der meistbekannten Prinzipien. In der Literatur wird das im Folgenden erläuterte Prinzip unter den verschiedensten Begriffen beschrieben. So ist es bei Saunders (1982) das „one-person-one-language system“, bei Grammont – der erstmals darauf einging – hieß es „une personne; une langue“, bei Ronjat 1913 „The Grammont Formula“, bei Jonokeit/Kielhöfer spricht man vom „Partnerprinzip“ und schließlich im „Bilingual Family Newsletter“, sowie der dazugehörigen Homepage, nur kurz von „OPOL“.51 In dieser Arbeit werden die Bezeichnungen Partnerprinzip und die Abkürzungsform OPOL benutzt.
Dieses Prinzip baut darauf auf, dass jeder Elternteil mit den Kindern immer die gleiche, bestimmte Sprache spricht. Befolgt man dieses Prinzip, so nehmen die Forscher an, würden die Kinder beide Sprachen lernen, ohne dies zu „bemerken“. Der weitere Vorteil, der oftmals mit diesem Prinzip verbunden ist, ist der der Sprachtrennung. Dadurch, dass immer nur ein bestimmter Elternteil eine Sprache spricht, wird angenommen, dass es zu weniger Sprachmischungen kommt. Dadurch, dass jeder Elternteil in „seiner“ Sprache mit dem Kind sprechen kann, entsteht außerdem ein emotional gutes Verhältnis zum Kind.52
So kann zum Beispiel die Mutter nur Französisch mit den Kindern reden und der Vater nur Deutsch mit seinen Kindern. Die Frage, die sich stellt ist: welche Sprache reden die Eltern unter sich? Welche Sprache wird zur Familiensprache? Angenommen beide Eltern können beide Sprachen sprechen, könnte eine „Mischsprache“ auftreten, nur die starke Sprache benutzt werden, oder die schwache Sprache könnte zur Familiensprache werden.53
0 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der bilingualen Erziehung, Definitionen von Zweisprachigkeit und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.
1 VOR- UND NACHTEILE DER BILINGUALEN FAMILIE: Analyse der Vorteile wie kognitive Flexibilität sowie die kritische Betrachtung von Vorurteilen bezüglich Intelligenz und Identitätsfindung.
2 RAHMENBEDINGUNGEN FÜR BILINGUALISMUS: Erläuterung notwendiger Voraussetzungen wie funktionaler Sprachgebrauch, Sprachtrennung und positive Spracheinstellung.
3 DAS BILINGUALE MENTALE LEXIKON: Untersuchung der internen Sprachspeicherung, des Phänomens Sprachmischung und der Stufen der bilingualen Entwicklung.
4 VERSCHIEDENE PRINZIPIEN ZUR BILINGUALEN ERZIEHUNG: Detaillierte Vorstellung verschiedener Strategien zur bilingualen Erziehung, von OPOL über das Zeit- und Raumprinzip bis hin zur künstlichen Zweisprachigkeit.
5 SCHLUSSBEMERKUNG: Zusammenfassende Bewertung der vorgestellten Erziehungsprinzipien und Empfehlungen für Eltern zur Auswahl einer passenden Strategie.
6 LITERATUR: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.
Bilingualismus, Bilinguale Familie, OPOL-Prinzip, Zweisprachige Kindererziehung, Sprachmischung, Mentales Lexikon, Spracheinstellung, Familiensprache, Code-Switching, Interferenz, Spracherwerb, Kognitive Entwicklung, Identitätsfindung, Künstliche Zweisprachigkeit, Mehrsprachigkeit.
Die Hausarbeit befasst sich mit den verschiedenen Möglichkeiten und Strategien, Kinder innerhalb der Familie zweisprachig zu erziehen.
Zentrale Themen sind die Vor- und Nachteile der Zweisprachigkeit, die Bedeutung des mentalen Lexikons und die Analyse verschiedener Erziehungsmodelle.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Eltern eine erfolgreiche bilinguale Umgebung schaffen können und welche Rahmenbedingungen dabei entscheidend sind.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis bestehender Literatur, Fallstudien (wie jener von George Saunders) und linguistischer Forschungsergebnisse verfasst wurde.
Im Hauptteil werden detailliert die Vor- und Nachteile, die Rahmenbedingungen sowie konkrete Erziehungsprinzipien wie das Partnerprinzip (OPOL) oder das Zeit- und Raumprinzip erläutert.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Bilingualismus, OPOL-Prinzip, Sprachmischung, künstliche Zweisprachigkeit und das bilinguale mentale Lexikon.
Beim OPOL-Prinzip ("One-Parent-One-Language") spricht jeder Elternteil konsequent eine bestimmte Sprache mit dem Kind, was die Sprachtrennung strukturiert unterstützt.
Nein, Sprachmischungen und Code-Switching sind im Verlauf der bilingualen Entwicklung als völlig normal anzusehen und kein Anzeichen für Sprachstörungen oder Entwicklungsverzögerungen.
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