Diplomarbeit, 2008
90 Seiten, Note: 1,00
1) EINLEITUNG
Begründung und Eingrenzung des Themas
Formulierung der Fragestellung
Methodisches Vorgehen
Zielsetzungen
2) MACHT
Typologisierung der Macht
Macht im Kontext der internationalen Beziehungen
Neorealistischer Ansatz als passende Theorie in Bezug auf die Macht
Soft und Hard Power in Internationalen Beziehungen
3) INTERESSE
Interessenausgleich
Interessenheterogenität
Interessenaggregation
Interessenartikulation
Interessenverbände / Lobbies
4) WELTORDNUNGSMODELLE
Charakteristika
Grundmodelle
Unipolarität
Bipolarität
Multipolarität
Das Ende der bipolaren Ordnung
Gleichgewicht
Legitimität
Global Governance
Der neue Multilateralismus
Zukunftsperspektiven
5) DIE VEREINTEN NATIONEN
Historischer Überblick
Die rechtlichen Rahmen / Befugnisse des Sicherheitsrates:
Resolution als rechtliches Instrument der Entscheidungsdurchsetzung
Veto
S/ PV 190: Mitgliedschaftsapplikation Österreichs
S/3787: Die Indien-Pakistan Frage (Jammu und Kaschmir)
S/9696: Die Frage in Bezug auf die Situation in Südrhodesien
S/15185: Die Situation am Nahen Osten
Die Resolution 1244, Kosovo Frage
6) ZUKUNFTSDEBATTE/HEGEMONIE
Conclusio
Das Ziel der Diplomarbeit ist die Analyse der Machtverhältnisse und deren Konstellationen innerhalb der Vereinten Nationen, insbesondere im UN-Sicherheitsrat. Der Fokus liegt dabei auf der theoretischen Einbettung und empirischen Verifizierung machtbezogener Phänomene im Kontext des Kalten Krieges sowie der Weltordnung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs.
Macht im Kontext der internationalen Beziehungen
Die Einzigartigkeit des Machtbegriffs besteht darin, dass er in Zusammenhang mit jedem politikwissenschaftlichen Begriff steht. Viele Begriffe erscheinen als ihre Derivate und ihre Polarität ist auch machtpolaritätsabhängig. In den kommenden Zeilen möchte ich den Begriff der Macht insbesondere in dem Sinne diskutieren. Obwohl ich nicht hundertprozentig mit der Theorie der einen, einzigen Weltmacht einverstanden bin, ist die Dominanz der Vereinigten Staaten zweifellos erkennbar und beweisbar. Diese Macht würde ich nach Brzezinskis Kriterien (vgl. Brzezinski, 1994, 107) in vier Kategorien unterteilen: 1) globale militärische Reichweite, 2) globaler ökonomischer Einfluss, 3) globale kulturell-ideologische Anziehungskraft und 4) globale politische Einflussnahme.
Obwohl das Buch gleich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs geschrieben war, hat sich diese Typologisierung nicht besonders geändert. Was sich aber geändert hat ist die Superiorität der USA im globalen Kontext. Daraus stelle ich fest, dass man heutzutage weder von einer Uni- noch von einer Multipolarität reden kann. Diese Aussage soll im Rahmen der Forschung, insbesondere in dem letzten, evaluierenden Kapitel diskutiert werden.
Wie Brzezinski (1998,112) weiter anmerkt, kommt es auch zu einer Globalisierung der politischen Moral. In seinem Sinne kann die Globalisierung der Moral als Gesamtheit der ethischen Normen verstanden werden. Ihr amerikanisches Attribut und ihre Dominanzrolle sind noch immer spürbar. Wenn die Globalisierung als treibende Kraft der Weltordnung wahrgenommen wird, fragen wir uns nach ihrem Charakter. Sie erscheint heute weniger amerikanisch als vor zehn Jahren. Die heutige Lage entspricht mehr einem undefinierten, einiger Maßen chaotischen Zustand. Die Auseinandersetzungen dieser vom Westen führenden Globalisierung lassen sich in Abwesenheit der politischen Einheit erkennen. Der Krieg gegen Terrorismus wird immer mehr der Krieg eines Staates gegen einen undefinierten Feind. Anderseits verliert die Globalisierung, die in ihren Phasen als eine Mischung der Europäisierung und Amerikanisierung verstanden werden konnte, an ihrem Standardwert und ihrer Einheit. Deswegen wäre es vielleicht diskutabel von einer Globalisierung in ihrem ursprünglichen Sinne zu reden. Die Machtausübung erfolgt immer mehr als Ergebnis einer unilateralen Politik und die Ohnmacht der internationalen Institutionen warnt über ein mögliches Scheitern der Gleichgewichtsanstrebungen.
1) EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Macht- und Interessenanalyse innerhalb der internationalen Politik mit Fokus auf die Zeit des Kalten Krieges und die Ära danach.
2) MACHT: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Machtbegriff, seiner Typologisierung und Anwendung im Kontext internationaler Beziehungen.
3) INTERESSE: Analyse des Begriffs Interesse als zentrales Element des politischen Prozesses sowie dessen Einfluss auf Machtkonstellationen.
4) WELTORDNUNGSMODELLE: Untersuchung theoretischer Modelle wie Unipolarität, Bipolarität und Multipolarität und deren Relevanz für das Verständnis der heutigen Weltpolitik.
5) DIE VEREINTEN NATIONEN: Historischer Überblick und rechtliche Analyse der Funktionsweise des Sicherheitsrates sowie praktische Fallstudien anhand ausgewählter Resolutionen.
6) ZUKUNFTSDEBATTE/HEGEMONIE: Diskussion über hegemoniale Zustände, Imperien und Zukunftsperspektiven der internationalen Ordnung.
Macht, Interesse, Vereinte Nationen, Sicherheitsrat, Veto, Weltordnung, Bipolarität, Multipolarität, Geopolitik, Internationale Beziehungen, Legitimität, Global Governance, Neorealismus, Außenpolitik, Machtkonstellation
Die Diplomarbeit untersucht die Machtverhältnisse innerhalb der Vereinten Nationen, mit einem speziellen Fokus auf die Vetopolitik im Sicherheitsrat und deren Auswirkungen auf die internationale Weltordnung.
Die Arbeit behandelt den Machtbegriff, Interessenartikulation im globalen Kontext, verschiedene Weltordnungsmodelle sowie die rechtliche und politische Struktur des UN-Sicherheitsrates.
Das primäre Ziel ist es, durch eine Inhaltsanalyse von UN-Resolutionen zu verstehen, wie Macht in der internationalen Politik lokalisiert ist und wie sich diese Prozesse über verschiedene zeitliche Epochen hinweg verändert haben.
Der Autor verwendet eine Triangulation, bestehend aus Inhaltsanalysen von Resolutionen, Experteninterviews und der Analyse von Sitzungsprotokollen sowie Medienberichten, um eine sozialwissenschaftliche Untersuchung der Machtphänomene zu gewährleisten.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Macht, Interesse, Weltordnungsmodelle) erarbeitet und mit einer empirischen Analyse von historischen Vetofällen verknüpft, um die Dynamik der internationalen Politik aufzuzeigen.
Wichtige Begriffe sind Macht, Veto, Sicherheitsrat, Bipolarität, Multipolarität, Legitimität und Global Governance.
Das Veto wird als zentrales Kontrollinstrument und Realitätsausdruck der Machtverhältnisse der Vetomächte im Sicherheitsrat identifiziert, welches die Interessen der Blockmächte widerspiegelt.
Die Resolution 1244 zur Kosovo-Frage dient als aktuelles Fallbeispiel, an dem die Turbulenz der heutigen Weltordnung und die Kompromissfindung zwischen den Großmächten verdeutlicht wird.
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