Diplomarbeit, 2008
60 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung und Vorgehensweise
1.2 Die Thesaurierungsbegünstigung in der Chronologie des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008
2 § 34 a EStG - Vorstellung und Grundgedanken der Vorschrift
2.1 Begünstigung nicht entnommener Gewinne
2.1.1 Kreis der Begünstigten, Höhe des Steuersatzes und Antragstellung
2.1.2 Definitionen des nicht entnommenen Gewinns und des Begünstigungsbetrags
2.2 Nachversteuerung
2.2.1 Ermittlung des nachversteuerungspflichtigen Betrags
2.2.2 Durchführung der Nachversteuerung
2.2.3 Übertragung von Wirtschaftsgütern
2.2.4 (Zwangs-) Nachversteuerung
2.2.5 Rechtsnachfolge
2.3 Verlustverrechnung
2.4 Zuständigkeit für das Wahlrecht
3 § 34 a EStG als eine Maßnahme zur Erfüllung der im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008 gesetzten Ziele
3.1 Der Dualismus der Unternehmensbesteuerung
3.2 Die Ermittlung des Begünstigungsbetrags
3.3 Die Verwendungsreihenfolge: „Last in, first out“
3.4 Die Ausnahmeregelungen der Nachversteuerung
3.5 Die Höhe des Nachsteuersatzes
4 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008 eingeführte Thesaurierungsbegünstigung für Personenunternehmen nach § 34a EStG, um zu bewerten, inwiefern diese Maßnahme die gesetzten Ziele – insbesondere die Stärkung der Eigenkapitalausstattung und die Herbeiführung von Belastungsneutralität gegenüber Kapitalgesellschaften – tatsächlich erreicht.
2.1.1 Kreis der Begünstigten, Höhe des Steuersatzes und Antragstellung
Gemäß § 34 a Abs. 1 EStG heißt es wie folgt: „Sind in dem zu versteuernden Einkommen nicht entnommene Gewinne aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit (§ 2 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 bis 3 EStG) i. S. des Absatzes 2 enthalten, ist die Einkommensteuer für diese Gewinne auf Antrag des Steuerpflichtigen ganz oder teilweise mit einem Steuersatz von 28,25 Prozent zu berechnen; dies gilt nicht, soweit für die Gewinne der Freibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG oder die Steuerermäßigung nach § 34 Abs. 3 EStG in Anspruch genommen wird oder es sich um Gewinne i. S. des § 18 Abs. 1 bis 4 EStG handelt.
In der Einzelbegründung zu § 34 a EStG heißt es, dass mit der neu eingeführten Vorschrift, Personenunternehmen mit Gewinneinkünften eine vergleichbare tarifliche Belastung wie bei Kapitalgesellschaften vorfinden sollen. Somit begünstigt § 34 a EStG nur natürliche Personen mit Gewinneinkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit. Die Anwendung des § 34 a EStG ist simultan nicht für die Ermittlung des Gewinns durch Einnahmenüberschussrechnung oder nach §§ 5a EStG und 13 a EStG durch Pauschalierung vorgesehen.
1 Einleitung: Vorstellung der Thesaurierungsbegünstigung, der methodischen Vorgehensweise sowie der chronologischen Entwicklung des Reformvorhabens.
2 § 34 a EStG - Vorstellung und Grundgedanken der Vorschrift: Detaillierte Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, inklusive Begünstigungsvoraussetzungen, Nachversteuerungsmechanismen, Verlustverrechnung und Zuständigkeiten.
3 § 34 a EStG als eine Maßnahme zur Erfüllung der im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008 gesetzten Ziele: Kritische Untersuchung der Zielerreichung im Hinblick auf den Dualismus der Besteuerung, die Ermittlung der Begünstigung, die strittige Verwendungsreihenfolge sowie die Effektivität des gewählten Nachsteuersatzes.
4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Komplexität und der in der Praxis oftmals verfehlten Ziele des Gesetzgebers.
Thesaurierungsbegünstigung, § 34a EStG, Unternehmensteuerreform 2008, Personenunternehmen, Nachversteuerung, Eigenkapitalausstattung, Rechtsformneutralität, Belastungsneutralität, Verwendungsreihenfolge, Last-in-first-out, Entnahmeregelung, Steuerbelastung, Thesaurierung.
Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Neuregelung der Thesaurierungsbegünstigung für Personenunternehmen durch die Unternehmensteuerreform 2008.
Zentral sind die Voraussetzungen der Begünstigung, die Mechanismen der Nachversteuerung bei Entnahmen sowie die kritische Würdigung der Zielerreichung in Bezug auf die Eigenkapitalstärkung.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob die neuen Regelungen die vom Gesetzgeber beabsichtigte Rechtsform- und Belastungsneutralität gegenüber Kapitalgesellschaften tatsächlich herbeiführen können.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode, basierend auf der Auswertung von Gesetzestexten, Gesetzesbegründungen, Fachliteratur sowie Stellungnahmen von Wirtschaftsverbänden und Experten.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Erörterung der Paragraphen des § 34a EStG, die Analyse der Berechnungslogik für Begünstigungsbeträge und Nachversteuerungen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der administrativen Komplexität.
Wichtige Begriffe sind Thesaurierungsbegünstigung, Nachversteuerung, Rechtsformneutralität, Eigenkapitalquote und Belastungsneutralität.
Kritiker bemängeln, dass sie den Zugriff auf bereits versteuerte Altrücklagen erschwert und das Ziel der Eigenkapitalstärkung konterkariert, da sie zu schädlichen Entnahmehandlungen zwingt.
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass sie primär nur für sehr ertragsstarke Unternehmen mit hohem Grenzsteuersatz vorteilhaft ist und für kleine bis mittlere Betriebe kaum Anreize bietet.
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