Diplomarbeit, 2006
176 Seiten, Note: Sehr gut
Einleitung
1 Begriffsdefinitionen
1.1 Sport
1.2 Sportler und Sportstar
1.3 Idol
1.4 Massenkommunikation
1.5 Sportberichterstattung
2 Sport und Massenmedien
2.1 Kommunikationstheorien
2.1.1 Medienwirkung
2.1.2 Der zwei Stufen-Fluss der Kommunikation und das Meinungsführerkonzept
2.1.3 Die Stimulus-Response-Theorie
2.1.4 Agenda-Setting-Theorie
2.1.5 Die Nachrichtenwerttheorie
2.1.6 Uses- and Gratifikationansatz
2.1.7 Dynamisch-transaktionaler Ansatz
2.2 Sport in den Medien
2.2.1 Nutzung der Sportangebote
2.2.2 Präsentationsmöglichkeiten
2.2.3 Sport im TV
2.2.4 Sport in der Tageszeitung
2.2.5 Sportzeitschriften
2.2.6 Journalismus
2.3 Sportberichterstattung in Österreich
2.3.1 Sportzeitschriften in Österreich
3 Agenda-Setting
3.1 Ausgangspunkt
3.2 Zentrale Konzepte
3.2.1 Issue
3.2.2 Salience
3.2.3 Agenda
3.3 Wirkungskonzepte
3.4 Intervenierende Variablen
3.4.1 Themen
3.4.2 Rezipienten
3.4.3 Medien:
3.4.4 Umwelt
4 Sport und Sportstars
4.1 Profil von Sportstars
4.2 Die Starfaktoren
4.3 Rollen von Sportstars
4.4 Der Sportler als Medienstar
4.5 Sportstars in Österreich
5 Idole und Vorstellungsbilder
5.1 Die Geschichte von Idolen
5.2 Funktionen von Idolen
5.3 Männliche versus weibliche Idole
6 Inhaltsanalyse
6.1 Die Untersuchung
6.1.1 Das Untersuchungsdesign
6.1.2 Der Untersuchungszeitraum
6.1.3 Die Auswahl des Materials
6.2 Formale Struktur und Inhalte
6.2.1 Aufbau der SportWoche
6.2.2 Aufbau der Artikel
6.2.3 Sportarten und Geschlechterverteilung
6.2.4 Sportliche rot-weiß-rote Top-Events im Untersuchungszeitraum
6.3 Sportleranalyse
6.4 Die Hypothesen
7 Erhebungsmethode Schriftliche Befragung
7.1 Ausgangspunkt
7.2 Fragebogen
7.3 Aufbau
7.4 Fragenformulierung
7.5 Fragetypen
7.6 Durchführung
7.7 Datenauswertung
7.8 Ergebnisse der Befragung
7.8.1 Auswertungen des Fragebogens
7.8.2 Hypothesenbeantwortung
Die Diplomarbeit untersucht die Medienrealität von Sportidentifikationsfiguren und analysiert, inwieweit das mediale Bild dieser Figuren mit der Wahrnehmung der Rezipienten übereinstimmt, wobei insbesondere die Ursachen für etwaige Diskrepanzen beleuchtet werden.
4.4 Der Sportler als Medienstar
Leistung allein reicht nicht aus um die Herzen der Massen zu erobern. Die menschlichen Qualitäten der Idole wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Dabei darf das Idol ‚auch ein glanzvoller und heroischer Verlierer sein; doch muss es als Individuum über eine ganz spezielle Ausstrahlung verfügen – es muss den Idealen eines Lebensstils entsprechen. Wenn man so will, eine Rückkehr zum makellosen Heldenbild.’
Charisma überträgt sich von Idolen zu ihren Anhängern und kann entscheiden, ob ein erfolgreicher Athlet seine Sportart knapp über der Existenzgrenze ausübt. Alexander Lowen, Begründer der Bioenergetik bezeichnet das ‚gewisse Etwas’ als ‚Anmut’, die ‚Angstfreiheit’, welche unerschütterliches Urvertrauen mit sich bringt. „Die Charismatischen haben es nicht nötig, nach Effekten zu haschen, sie sind ‚nur’ ganz sie selbst und die anderen spüren instinktiv, dass von solch charismatischen Helden besondere Vibrationen ausgehen.“
Peter Roth meinte in einem Interview, dass „es sich um eine Person handeln muss, die vorteilhaft und damit nachahmenswert ist. […] Fitness, Gesundheit, Jugendlichkeit sind in dieser Zeit für uns alle zu wichtigen Werten geworden. Hier besitzen die Idole des Sports die besten Voraussetzungen um zu ‚Leitbildern’ von Millionen zu werden.
Begriffsdefinitionen: Definiert zentrale Grundbegriffe wie Sport, Sportler, Idole und Massenkommunikation, um ein einheitliches Verständnis für die Arbeit zu schaffen.
Sport und Massenmedien: Stellt relevante Kommunikationstheorien vor und analysiert die spezifische Darstellung und Bedeutung von Sport in Print- und TV-Medien.
Agenda-Setting: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Agenda-Setting-Ansatzes sowie zentrale Konzepte wie Issue, Salience und verschiedene Wirkungsmodelle.
Sport und Sportstars: Analysiert das Profil, die verschiedenen Rollenbilder und die Faktoren, die einen Athleten zum Sportstar und Idol machen.
Idole und Vorstellungsbilder: Beleuchtet die psychologischen Hintergründe der Idolverehrung sowie die Funktionen, die Idole in der Gesellschaft erfüllen.
Inhaltsanalyse: Dokumentiert das empirische Untersuchungsdesign, die Methodik der SportWoche-Analyse sowie die formale Struktur der untersuchten Artikel.
Erhebungsmethode Schriftliche Befragung: Beschreibt die Konzeption, den Aufbau, die Durchführung und die statistische Auswertung der Befragung zur Erfassung des Rezipientenbildes.
Sportberichterstattung, Medienwirkung, Agenda-Setting, Sportstars, SportWoche, Rezipienten, Idol, Identifikationsfiguren, Medienrealität, Inhaltsanalyse, Sportjournalismus, Kommunikation, Mediennutzung, Sport, Mediensport
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Medienwirkung im Sport, speziell mit der Frage, wie Sportstars in den Medien dargestellt werden und wie diese Darstellung mit der Wahrnehmung durch die Rezipienten korrespondiert.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Massenkommunikation, der Agenda-Setting-Ansatz, die Konstruktion von Sportstars als Idole sowie die empirische Inhaltsanalyse von Sportmedien.
Das Ziel ist es, Diskrepanzen zwischen dem medialen Bild von Sportlern und der tatsächlichen Wahrnehmung durch die Zielgruppe zu identifizieren und die Ursachen für diese Unterschiede mittels Agenda-Setting zu erklären.
Die Arbeit nutzt einen methodischen Mix: eine quantitative Inhaltsanalyse von SportWoche-Ausgaben zur Ermittlung der Medienagenda sowie eine schriftliche Befragung von 80 Personen zur Erfassung der Publikumsagenda.
Der Hauptteil widmet sich der systematischen Inhaltsanalyse sportmedialer Inhalte und der empirischen Auswertung der Fragebögen, um die aufgestellten Hypothesen zu überprüfen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sportberichterstattung, Agenda-Setting, Idole, Rezipientenwirkung, Medienrealität und quantitative Inhaltsanalyse geprägt.
Die SportWoche wurde als Untersuchungsmaterial gewählt, da sie als sportübergreifendes Magazin eine Monopolstellung in der österreichischen Medienlandschaft einnimmt und das mediale Bild im Sport repräsentativ abbildet.
Die Ergebnisse zeigen, dass visuelle Elemente wie Bilder und Titelblatt-Präsentationen eine höhere Gewichtung bei den Rezipienten haben als die reine Häufigkeit der Namenserwähnung im Text.
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