Diplomarbeit, 2008
126 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Bedeutung des Effizienzvergleichs für die Anreizregulierung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Analyse der Effizienzvergleichsmethoden
2.1 Referenznetzanalyse
2.2 Parametrische Methoden
2.2.1 Ordinary Least Squares (OLS)
2.2.2 Corrected Ordinary Least Square (COLS)
2.2.3 Modified Ordinary Least Squares (MOLS)
2.2.4 Stochastic Frontier Analyse (SFA)
2.3 Nicht-parametrische Methoden
2.3.1 Data Envelopment Analysis (DEA)
3. Datenbank für den Effizienzvergleich
3.1 Exogenen Parameter
3.2 Endogene Parameter
3.3 Qualität der Daten
3.4 Kostenfunktion
3.4.1 Cobb-Douglas Kostenfunktion
3.4.2 Translog-Kostenfunktion
3.5 Korrelationen bei Verwendung der Cobb-Douglas Kostenfunktion
3.6 Signifikanz
3.7 Feststellen von Ausreißern
3.7.1 Influente Beobachtungen bei parametrischen Methoden
3.7.2 Influente Beobachtungen bei nicht parametrischen Methoden
3.8 Zusammenfassende Aussagen über die Datenbank
4. Untersuchung der SFA
4.1 Verwendete Software
4.2 „normaler“ Effizienzvergleich
4.2.1 Frontier vs. Limdep
4.2.2 DEA vs. SFA
4.2.3 Festlegung der Effizienzgrenze
4.3 Einfluss von veränderten Eingangsdaten
4.3.1 Veränderung des endogenen Parameters bei allen Netzbetreibern
4.3.2 Veränderung des endogenen Parameters bei einem Netzbetreiber
4.3.3 Einfluss der exogenen Parameter
4.4 Das vereinfachte Verfahren
4.5 Änderung der Kostenfunktion
4.6. Konfidenzintervalle der Effizienzwerte
5. Zusammenfassung
6. Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit zielt darauf ab, einen Effizienzvergleich von Stromverteilnetzbetreibern durchzuführen, um die für die Anreizregulierung notwendigen Erlösobergrenzen zu bestimmen. Dabei steht die Untersuchung der durch die ARegV vorgeschriebenen Methode, der „Stochastischen Frontier Analyse“ (SFA), sowie deren methodische Eigenschaften und Auswirkungen auf die Netzbetreiber im Mittelpunkt der Analyse.
2.2.4 Stochastic Frontier Analyse (SFA)
Die stochastische Frontier Analyse (SFA) berücksichtigt, dass das Residuum (die Abweichung zur Effizienzgrenze) neben der Ineffizienz der Unternehmen auch zufällige Störungen enthält.
Das Residuum wird aufgeteilt auf die Störgröße vi und die Ineffizienz ui.
Dadurch ergibt sich die Cobb-Douglas Kostenfunktion für die SFA mit:
Die Störgröße v wird als normalverteilt mit N(0, σv²), wie in Abb. 2.7 dargestellt, angenommen.
Der Erwartungswert ist 0 und die Varianz ist σv². Die Störgröße v kann somit positive als auch negative Werte annehmen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Rolle der Energieversorgungsunternehmen und die historische Entwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das Unbundling und die Einführung der Anreizregulierung.
2. Analyse der Effizienzvergleichsmethoden: Hier werden verschiedene theoretische Ansätze wie die Referenznetzanalyse, parametrische Methoden (OLS, COLS, MOLS, SFA) und nicht-parametrische Methoden (DEA) gegenübergestellt und mathematisch hergeleitet.
3. Datenbank für den Effizienzvergleich: Dieses Kapitel beschreibt die Zusammenstellung der Datensätze aus veröffentlichungspflichtigen Quellen, die Identifikation relevanter exogener und endogener Parameter sowie die notwendige Datenbereinigung und Plausibilitätsprüfung.
4. Untersuchung der SFA: Im Hauptteil der Arbeit wird die SFA unter Verwendung der Software Limdep und Frontier angewendet. Es erfolgt eine Sensitivitätsanalyse, die den Einfluss von Kostenänderungen, fehlerhaften Angaben und Modellvariationen beleuchtet.
5. Zusammenfassung: Die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung, insbesondere die Sensibilität der SFA gegenüber Ausreißern und die Eignung der Methoden für die regulatorische Praxis, werden hier resümiert.
6. Ausblick: Der abschließende Teil skizziert die zukünftige Situation der Netzbetreiber nach Beginn der Anreizregulierung und diskutiert alternative Vorgehensweisen zur Effizienzmessung innerhalb der Regulierungsperioden.
Anreizregulierung, Stromnetzbetreiber, Stochastische Frontier Analyse, Effizienzvergleich, Kostenfunktion, SFA, DEA, Regulierungsperiode, Erlösobergrenze, Cobb-Douglas, Translog-Kostenfunktion, Netzbetreiber, Datenqualität, Sensitivitätsanalyse, statistische Signifikanz
Die Arbeit untersucht, wie ein Effizienzvergleich von Stromverteilnetzbetreibern durchgeführt werden kann, um Erlösobergrenzen im Rahmen der Anreizregulierung festzulegen.
Im Fokus stehen insbesondere die parametrische Stochastische Frontier Analyse (SFA) sowie die nicht-parametrische Data Envelopment Analysis (DEA).
Die SFA ist die vom Gesetzgeber durch die ARegV vorgeschriebene Methode für den Effizienzvergleich der Stromverteilnetzbetreiber in Deutschland.
Die Untersuchung basiert auf einem Datenpool mit 430 Datensätzen von Netzbetreibern aus dem Jahr 2004, die mittels einer Plausibilitätsprüfung aufbereitet wurden.
Der Hauptteil befasst sich mit der praktischen Anwendung der SFA, dem Vergleich mit der DEA und einer umfassenden Sensitivitätsanalyse bezüglich Datenänderungen.
Ausreißer (influente Beobachtungen) beeinflussen das Ergebnis der Regressionsmodelle stark; die Arbeit untersucht, wie diese mittels Cooks-Distance identifiziert und entfernt werden.
Eine prozentuale Senkung der Kosten bei allen Betreibern führt zu einer Parallelverschiebung der Effizienzgrenze, beeinflusst jedoch nicht die individuellen Effizienzwerte der Netzbetreiber.
Der Wendepunkt markiert in der Kostenänderungsanalyse den Punkt, an dem die Störgröße der SFA den Wert Null annimmt und somit den wahrscheinlichsten Abstand zur Effizienzgrenze darstellt.
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