Masterarbeit, 2006
91 Seiten, Note: 3
1 Einführung
2 Begriffbestimmungen und Rahmenbedingungen
2.1. Der Qualitätsbegriff
2.1.1. Definition des Qualitätsbegriffs.
2.1.2. Verwendung des Begriffs Qualität
2.2. SCM – Lieferantenmanagement – Organisation
2.2.1. SCM
2.2.2. Lieferantenmanagement
2.2.3. Prozess
2.2.4. Organisation
2.3. Normative Grundlagen
2.3.1. DIN EN ISO 9000 und ISO / TS 16949 allgemein
2.3.2. VDA Das gemeinschaftliche QM – System in der Lieferkette (Gelbdruck)
2.3.3. ISO TS 16949 : 2002
2.3.4. QS 9000
2.4. Rahmenbedingungen
3. Wie verbessert ein integriertes SCM und QM die Performance eines Lieferantennetzwerks
3.1. Kostenreduktion durch integriertes SCM und QM
3.2. Externe Betrachtung des SCM und QM aus Sicht der Organisation
3.2.1. Kosten
3.3. Theoretische Grundlagen für eine Externe Betrachtung
3.3.1. Externe Betrachtung des SCM und QM aus Sicht der Organisation
3.3.2. Lieferantenbeziehungen und anzuwendende Methoden / Tools
3.3.3. Kundenbeziehungen und anzuwendende Methoden / Tools
3.3.4. Methoden für CRM und SRM
3.3.5. QM & SCM – Forderungen an die Außenbeziehungen
3.3.6. Produkthaftung
3.4. Potential bei optimalen SCM und QM Außenbeziehungen
3.4.1. Potentiale in den Kundenbeziehungen
3.4.2. Potentiale in den Lieferantenbeziehungen
3.4.3. Potentiale in den Lieferantenbeziehungen die vom Kunden vorgeben werden (Dreiecksbeziehungen)
4. Interne Betrachtung des SCM und QM aus sicht der Organisation
4.1. Theoretische Grundlagen für eine interne Betrachtung und Ansätze für Verbesserungsmöglichkeiten
4.1.1. Produktionsbereich
4.1.2. Forschung und Entwicklung
4.1.3. Auftragsabwicklung und Bedarfsplanung
4.1.4. Servicegradmanagement
4.1.5. Distributionsmanagement
4.1.6. Beschaffungsmanagement
4.2. Nicht durch die Kostenrechnung erfassbare Vorteile durch integrierten Ansatz.
4.2.1. Aus Kundensicht Produkthaftung
4.2.2. Aus Sicht des Lieferanten
4.2.3. Aus Sicht der Organisation
4.3. Der integrierte Managementansatz.
4.3.1. Prozessorientierung
4.3.2. Ausrichtung auf die Kundeninteressen
4.3.3. Das SCOR – Model
5. Firma Fa. Fritzmeier Composite GmbH & Co. KG
5.1. Vorstellung Fa. FC
5.2. Vision von FC
5.3. Strategie von FC
5.4. Ist – Situation
5.4.1. Vertrieb
5.4.2. Beschaffung
5.4.3. Interne Abläufe
5.5. Soll – Situation
5.5.1. Vertrieb
5.5.2. Beschaffung
5.5.3. Interne Abläufe und Produktion
6. Mögliche Umsetzungsstrategieen
6.1. Umsetzungsansatz über das QM – System
6.2. Umsetzungsansatz ohne bestehendes QM – System
6.3. IT als „Ermöglicher“ für Supply Chain Management
6.4. Leidensdruck als Auslöser für die Einführung von SCM und QM
6.5. Umsatz bzw. positives Betriebsergebnis als Hemmnis für die Einführung von SCM
6.6. Die Führungsebene
6.7. Die Ebene der Abteilungsleiter und Meister
6.8. Die Ebene der Werker
7. Zusammenfassung und Ausblick
8. Anhang Beispiele SCM von ausgewählten OEM´s
8.1. Gestaltung des Lieferantenmanagements bei DC
8.1.1. Hintergrund
8.1.2. Aufbau des Lieferantenmanagements bei Daimler Chrysler
8.1.3. Handlungsfelder der Lieferantenförderung bei Daimler Chrysler
8.1.4. Historie und Aufbau der Aktivitäten
8.1.5. Die Teams
8.1.6. Durchführung der präventiven Lieferantenförderung
8.1.7. Durchführung der reaktiven Lieferantenförderung
8.1.8. Durchführung der kostenorientierten Lieferantenförderung
8.1.9. Durchführung der innovativen Lieferantenförderung
8.2. MAN
8.2.1. MAN Einkaufvision
8.2.2. Organisation des Zentraleinkaufs bei MAN
8.2.3. Organisation der bereichsübergreifenden Beschaffung
8.2.4. Lieferantenförderung und Betreuung
8.3. Scania
8.4. Claas
Das Ziel der Arbeit ist die Erforschung der Integration von Supply Chain Management und Qualitätsmanagement, um ein effizientes, integriertes Managementsystem für Unternehmen der Automobilzulieferindustrie zu entwickeln und deren Vorteile aufzuzeigen.
3.4.2. Potentiale in den Lieferantenbeziehungen
Welches Potential in der Pflege und Bearbeitung der Liefantenbeziehungen steckt, verdeutlicht der Artikel aus Beschaffung Aktuell (Februar 2006, SAS, Seite 58) „Aus Potential wird Geld“ Dabei wird an der Vorgehensweise des Vakuumpumpenherstellers Becker aufgezeigt, dass real 20 Prozent Kostenreduktion möglich ist, ohne die Stammlieferanten „nur“ unter Druck zu setzen; sie wurden vielmehr in die Prozesse eingebunden.
Mit externer Unterstützung wurde ein Teilbereich des Einkaufvolumens professionell bearbeitet. Zuerst wurden die einzukaufenden Bauteile einer Analyse unterzogen, um etwaige technische Feinheiten zu erfassen. Ansatzpunkte dabei waren fertigungsgerechte Konstruktion, fertigungsgerechte Werkstoffe (z.B. Automatenstahl 11SMnPB30 anstatt St 37-2), sowie auch überzogene Toleranzforderungen. Diese Parameter wurden mit den Konstrukteuren diskutiert und dabei wurde ein erhebliches Kostensenkungspotential identifiziert. Darauf folgte die Bildung von Warengruppen. Mit daraus repräsentativ ausgewählten Bauteilen wurden einem größeren Lieferatenkreis Referenz – Ausschreibungen mit allen relevanten Informationen einem größeren Lieferantenkreis anonym bekannt gegeben.
Der hinzugezogene Ausschreibung – Spezialist übernahm die Kommunikation mit den Anbietern. Diese wurden umfassend über das Gesamtpotential informiert. Mit den schließlich verbleibenden 90 Angeboten (von ca. 500 Anfragen und 200 intensiven Besprechungen) wurde eine Auswertung vorgenommen, mit deren Ergebnissen eine Abschätzung des Einsparpotentials möglich war. Nach dieser ersten Phase wurden die leistungsfähigsten Lieferanten für die umfassende Ausschreibung des Gesamtbedarfs ausgewählt.
Anschließend wurde ein „Best – Price – Szenario“ gefahren. Die Fragestellung lautete: Welche Kostenreduktion wäre möglich, wenn immer nur das günstigste Bauteil bei den möglichen 1000 Einzelteilen eingekauft würde? Es kann jedoch nicht das Ziel einer solchen Lieferantenbasisbearbeitung sein, mit allen Lieferanten eine Lieferbeziehung einzugehen. Es stellte sich die Frage, wie eine übersichtliche Anzahl von Lieferanten so nah als möglich an das Best – Price – Szenario herankommen kann.
1 Einführung: Diese Einleitung definiert die Zielsetzung, die beiden zentralen Managementansätze zu verbinden, um ein integriertes Quality Supply Chain Management zu schaffen.
2 Begriffbestimmungen und Rahmenbedingungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen, wie der Qualitätsbegriff, Supply Chain Management und normative Grundlagen (DIN EN ISO, VDA), als Basis für die Arbeit festgelegt.
3. Wie verbessert ein integriertes SCM und QM die Performance eines Lieferantennetzwerks: Das Kapitel untersucht, wie durch horizontale Prozessbetrachtung und die Pflege von Kunden- und Lieferantenbeziehungen die Netzwerkleistung gesteigert werden kann.
4. Interne Betrachtung des SCM und QM aus sicht der Organisation: Hier wird analysiert, wie durch Prozessmanagement in Bereichen wie Produktion und F&E sowie durch integrierte Ansätze interne Vorteile generiert werden.
5. Firma Fa. Fritzmeier Composite GmbH & Co. KG: Dieses Kapitel dient als Fallstudie, die die Ist-Situation und angestrebte Soll-Situation bei einem spezifischen Automobilzulieferer beleuchtet.
6. Mögliche Umsetzungsstrategieen: Es werden verschiedene Wege zur Einführung eines integrierten Managementsystems beschrieben, inklusive der Rolle der IT und der Einbeziehung verschiedener Unternehmensebenen.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit resümiert die identifizierten Potentiale und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit der weiteren Integration von SCM in bestehende Normen.
8. Anhang Beispiele SCM von ausgewählten OEM´s: Der Anhang bietet detaillierte Einblicke in die Lieferantenmanagement-Praktiken bei großen Herstellern wie Daimler Chrysler und MAN.
Qualitätsmanagement, Supply Chain Management, Automobilzulieferindustrie, Prozessorientierung, Lieferantenmanagement, Kostenreduktion, Kundenorientierung, SCOR-Modell, Prozessoptimierung, Produkthaftung, Lieferantennetzwerk, Integriertes Managementsystem, Wertschöpfungskette, RFID, Effizienzsteigerung
Die Arbeit untersucht die Integration von Qualitätsmanagement und Supply Chain Management zu einem einheitlichen „Quality Supply Chain Management“ in der Automobilzulieferindustrie.
Die Schwerpunkte liegen auf Prozessoptimierung, Lieferantenmanagement, Kundenbeziehungsmanagement und der Erzielung von Wettbewerbsvorteilen durch integrierte Managementsysteme.
Das Ziel ist es, den Nutzen und die Möglichkeiten eines integrierten Managementsystems für ein mittelständisches Unternehmen aufzuzeigen, um unter wettbewerbsintensiven Bedingungen erfolgreicher zu agieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu Managementsystemen sowie einer praxisnahen Fallstudie bei der Firma Fritzmeier Composite GmbH & Co. KG.
Der Hauptteil analysiert interne und externe Aspekte des SCM und QM, beleuchtet Potenziale durch Optimierungen und erörtert Umsetzungsstrategien für Managementsysteme.
Zentrale Begriffe sind Qualitätsmanagement, Supply Chain Management, Prozessoptimierung, Lieferantennetzwerke und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Firma Fritzmeier dient als konkretes Praxisbeispiel, an dem die theoretischen Erkenntnisse zur Prozessintegration, Beschaffungsoptimierung und Verbesserung der internen Abläufe geprüft werden.
Die Produkthaftung ist ein zentraler Aspekt, da ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem essenziell ist, um Dokumentationsanforderungen zu erfüllen und Konflikte oder rechtliche Risiken in der Lieferkette zu minimieren.
RFID wird als wesentlicher technologischer Enabler identifiziert, um Prozesse durch automatisierte Datenerfassung zu optimieren, Bestandskontrollen zu verbessern und die Rückverfolgbarkeit in der Produktion zu gewährleisten.
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