Diplomarbeit, 2005
132 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Methodik
1.3 Aufbau der Diplomarbeit
2. Kultur-Marketing
2.1 Kultur und Marketing
2.2 Kultur-Marketing-Managementprozess
3. Normatives Kultur-Marketing
3.1 Das Mission-Statement
3.2 Strategisches Leitbild
3.3 Corporate Identity
3.3.1 Corporate Design
3.3.2 Corporate Behaviour
3.3.3 Corporate Communication
4. Strategisches Kultur-Marketing
4.1 STP-Marketing
4.1.1 Marktsegmentierung
4.1.2 Targeting
4.1.3 Positionierung
4.2 Weitere Strategiemöglichkeiten
4.2.1 Marktfeld-Strategie
4.2.2 Marktbeeinflussungs-Strategie
4.2.3 Marktareal-Strategie
4.2.4 Besucher-Strategie
4.2.5 Wettbewerbs- bzw. Konkurrenzstrategie
5. Operatives Kultur-Marketing
5.1 Produktpolitik
5.1.1 Das Produkt
5.1.2 Produktnutzen
5.1.3 Produkt- und programmpolitische Maßnahmen
5.1.3.1 Produkt- und Programminnovation
5.1.3.2 Produkt- und Programmvariation
5.1.3.3 Produkt- und Programmeliminierung
5.2 Preispolitik
5.2.1 Preisbestimmungsfaktoren
5.2.1.1 Interne Bestimmungsfaktoren
5.2.1.2 Externe Bestimmungsfaktoren
5.2.2 Preisfindung
5.2.2.1 Kostenorientierte Preisfindung
5.2.2.2 Nachfrageorientierte Preisfindung
5.2.3 Preisstrategien
5.2.4 Preisanpassungsstrategien
5.3 Distributionspolitik
5.3.1 Distributionskanäle
5.3.1.1 Der direkte Absatzweg
5.3.1.2 Der indirekte Absatzweg
5.4 Kommunikationspolitik
5.4.1 Werbung
5.4.2 Öffentlichkeitsarbeit / Public Relation
5.4.3 Pressearbeit
5.4.4 Internet
5.4.5 Neue Erscheinungsformen
5.5 Servicepolitik
5.5.1 Value-Added-Services
5.5.2 Beschwerdemanagement
5.5.2.1 Kundenverhalten
5.5.2.2 Beschwerdemanagementprozess
6. Empirische Erhebung
6.1 Angaben zur Erhebung
6.1.1 Ziel und Methode der Erhebung
6.1.2 Befragte Personen
6.2 Ergebnisse der Erhebung
6.2.1 Marketingstrategie
6.2.2 Wer sind wir?
6.2.2.1 Fixe Institution oder Freies Theater - das ist die Frage?
6.2.2.2 Was präsentieren wir und wem präsentieren wir es?
6.2.2.3 Unser strategisches Leitbild
6.2.2.4 Unsere Corporate Identity
6.2.2.5 Wir kennen unsere Besucher
6.2.3 Produkt- und Servicepolitik
6.2.4 Preis- und Konditionspolitik
6.2.5 Distributionspolitik
6.2.6 Kommunikationsspolitik
6.2.6.1 Ausrichtung der Kommunikationspolitik
6.2.6.2 Werbung
6.2.6.3 Öffentlichkeitsarbeit/PR
6.2.6.4 Presse
7. Fazit
Das primäre Ziel der Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die derzeit am österreichischen Markt vorherrschenden Marketingstrategien für Theater für Kinder und Jugendliche zu geben und die für deren Umsetzung notwendigen Instrumente aufzuzeigen, um den Mangel an Akzeptanz und strategischer Planung in diesem Kulturbereich aufzudecken.
3.1 Das Mission-Statement
Grundsatzentscheidungen, wie "Wer sind wir?", "Was tun wir?", "Für wen tun wir es?" werden in der Mission des Kulturbetriebes festgehalten. Diese soll über einen längeren Zeitraum Bestand haben und legt die klare Absicht des organisatorischen Anliegens und Tuns fest. Es wird sozusagen der Handlungsrahmen und auch die Handlungsrichtung des Kulturbetriebes bestimmt. Diese Zusammenfassung des Organisationszwecks wird auch als Mission-Statement bezeichnet. Ein Mission-Statement muss allgemein verständlich und kurz sein. Es sollte jederzeit abrufbar sein, das heißt auch in Stresssituationen. Das Mission-Statement kann daher ein kurzer Slogan sein, oder auch ein langer Satz mit den Zielen, Werten und Maßnahmen der Organisation. Das Mission-Statement wirkt sowohl nach innen als auch nach außen: Intern soll es die Identifikation mit dem Unternehmen, den Teamgeist und die Motivation der Mitarbeiter fördern. Extern soll es den Kunden begeistern, in der Gesellschaft die Akzeptanz fördern und das Image positiv beeinflussen. Allerdings darf man das Mission-Statement auf keinen Fall mit einem Werbeslogan oder gar einem Motto verwechseln. Diese können sich nur aus dem Mission-Statement ableiten.
Wie bereits erwähnt, hat das Mission-Statement eine doppelte Orientierungsfunktion - sie wirkt nach innen und nach außen.
(1) Innenwirkung:
In der Innenwirkung ist das Mission-Statement das zentrale Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrument. Damit ist gemeint, dass sämtliche Ressourcen auf das Mission-Statement ausgerichtet sind. Sei es bei der Personalauswahl (nötige Qualifikation der Mitarbeiter), der Motivationserhöhung oder der Koordinationsförderung von Abteilungen und Aktivitäten. Somit kann sich die Organisation als solche und auch ihre Mitglieder selbst orientieren und messen.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die aktuelle Fördersituation und den Konkurrenzdruck im Kinder- und Jugendtheater und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Kultur-Marketing: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Kultur-Marketings und den damit verbundenen Managementprozess als Verbindung zwischen Kultur und Betriebswirtschaftslehre.
3. Normatives Kultur-Marketing: Es werden die normativen Ebenen wie das Mission-Statement, das strategische Leitbild sowie die Corporate Identity als Basis für die Organisationsausrichtung definiert.
4. Strategisches Kultur-Marketing: Das Kapitel behandelt strategische Denkmodelle, insbesondere das STP-Marketing (Segmenting, Targeting, Positioning), sowie verschiedene Marktbearbeitungs- und Wettbewerbsstrategien.
5. Operatives Kultur-Marketing: Die operative Ebene wird durch den Marketing-Mix (Produkt-, Preis-, Distributions-, Kommunikations- und Servicepolitik) detailliert beschrieben und analysiert.
6. Empirische Erhebung: Die empirische Erhebung dokumentiert die durchgeführte Fragebogen-Aktion bei österreichischen Theatern und analysiert den Ist-Zustand der Marketingpraxis im Sektor der Kinder- und Jugendtheater.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass trotz vorhandener strategischer Ansätze oft das theoretische Verständnis für systematisches Marketing fehlt.
Kultur-Marketing, Kinder- und Jugendtheater, Marketingstrategie, Mission-Statement, Corporate Identity, STP-Marketing, Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik, Servicepolitik, Empirische Erhebung, Theatermanagement, Kundenbindung, Besucheranalyse
Die Arbeit untersucht die derzeit am österreichischen Markt vorherrschenden Marketingstrategien von Theatern für Kinder und Jugendliche sowie die für deren Umsetzung notwendigen Instrumente.
Die zentralen Themen umfassen die normativen Grundlagen (Mission-Statement, CI), strategische Modelle (STP-Marketing, Wettbewerbsstrategien) und den operativen Marketing-Mix in Kulturbetrieben.
Das Hauptziel besteht darin, einen Überblick über Marketingstrategien in diesem speziellen Kulturbereich zu geben, Mängel in der Marktpositionierung aufzuzeigen und die Relevanz einer zielgruppenorientierten Kultur-Marketing-Konzeption zu verdeutlichen.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus einer intensiven Literaturrecherche für den theoretischen Teil sowie einer eigenen empirischen Erhebung durch Fragebogen-Umfragen bei österreichischen Theaterbetrieben.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zum strategischen Kultur-Marketing-Managementprozess sowie in einen empirischen Teil, der den Status quo der Marketingpraxis bei den befragten Institutionen auswertet.
Zu den prägenden Begriffen gehören Kultur-Marketing, Kinder- und Jugendtheater, Marketingstrategie, Corporate Identity, STP-Marketing und Besucherbindung.
Die Erhebung zeigt ein zwiespältiges Bild: Während viele Institutionen Marketingstrategien als wichtig erachten, werden diese oft mit hohem finanziellem Aufwand gleichgesetzt, was bei knappen Ressourcen häufig zu einer ablehnenden Haltung führt.
Die meisten befragten Institutionen beschäftigen sich mit dem Gedanken einer Corporate Identity, wobei insbesondere das Objektdesign (Logos) als wichtigstes Element für die Identifizierbarkeit am Markt angesehen wird.
Die Arbeit deckt auf, dass viele Theater zwar nach strategischen Mustern handeln, ihnen jedoch oft ein schriftlich fixiertes Leitbild fehlt, und sie liefert Ansätze, wie eine Professionalisierung des Marketings trotz finanzieller Engpässe gelingen kann.
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