Examensarbeit, 2008
98 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundlagen der Motivationspsychologie
3 Möglichkeiten der Motivationsförderung im Sportunterricht
3.1 Aufgabenexterne Anreize
3.1.1 Kurzfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Situation bei aufgabenexternen Anreizen
3.1.2 Längerfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Situation bei aufgabenexternen Anreizen
3.1.3 Kurzfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Person bei aufgabenexternen Anreizen
3.1.4 Längerfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Person bei aufgabenexternen Anreizen
3.2 Aufgabeninterne tätigkeitsspezifische Anreize
3.2.1 Kurzfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Situation bei aufgabeninternen tätigkeitsspezifischen Anreizen
3.2.2 Längerfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Situation bei aufgabeninternen tätigkeitsspezifischen Anreizen
3.2.3 Kurzfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Person bei aufgabeninternen tätigkeitsspezifischen Anreizen
3.2.4 Längerfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Person bei aufgabeninternen tätigkeitsspezifischen Anreizen
3.3 Aufgabeninterne tätigkeitsunspezifische Anreize
3.3.1 Kurzfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Situation bei aufgabeninternen tätigkeitsunspezifischen Anreizen
3.3.2 Längerfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Situation bei aufgabeninternen tätigkeitsunspezifischen Anreizen
3.3.3 Kurzfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Person bei aufgabeninternen tätigkeitsunspezifischen Anreizen
3.3.4 Längerfristige Motivationsförderung durch Beeinflussung der Person bei aufgabeninternen tätigkeitsunspezifischen Anreizen
4 Ein Blick in die aktuelle Unterrichtspraxis
4.1 Präsentation und Diskussion der Ergebnisse der Fragebogenerhebung
5 Indirekte Maßnahmen der Motivationsförderung
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die Motivationsqualität im Sportunterricht zu verbessern, indem ein umfassender, schematischer Überblick über verschiedene Motivationsstrategien erarbeitet wird. Durch die Entwicklung einer Grobklassifikation soll Sportlehrern geholfen werden, Motivationsstrategien differenziert einzusetzen, zu kombinieren und die Komplexität unterrichtlichen Handelns besser zu bewältigen.
3.1 Aufgabenexterne Anreize
Das Besondere an aufgabenexternen Anreizen ist, dass sie nicht aus der Aufgabe resultieren, sondern so zu sagen von außen hinzu gegeben werden. Es handelt sich dabei um den klassischen Fall der oben beschriebenen extrinsischen Motivation. Wie in Kapitel 2 bereits erwähnt, ist umstritten, inwiefern diese Form der Motivierung den so genannten Korrumpierungseffekt auslösen kann. Mit Blick auf verschiedene Metaanalysen bilanziert Rheinberg (2006) in dieser Frage, dass ein Korrumpierungseffekt nur dann in Frage käme, wenn die Tätigkeit für die jeweilige Person interessant sei, materielle Belohnungen eingesetzt und diese erwartet werden würden. Kritisch steht er vorschnellen Schlussfolgerungen gegenüber, die nach anfänglichen Experimenten in diesem Bereich propagierten, sparsamer mit Lob umzugehen (vgl. Rheinberg, 2006, S. 337f.). Da regelmäßige materielle Belohnungen für den Unterrichtsalltag ohnehin kaum in Frage kommen, sollen die Probleme eines möglichen Korrumpierungseffekts hier nicht weiter vertieft werden. Dennoch hat diese Art der Motivierung zwei Nachteile. Zum einen verschwindet die Motivationsgrundlage, sobald der Lehrer die externen Anreize nicht mehr setzt.
1 Einleitung: Die Einleitung begründet das Vorhaben, eine Grobklassifikation zur Motivationsförderung im Sportunterricht zu erarbeiten, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern.
2 Grundlagen der Motivationspsychologie: Dieses Kapitel erläutert zentrale Begriffe wie Intrinsische und Extrinsische Motivation sowie die Erwartungs-mal-Wert-Theorie als Basis für das Verständnis motivationaler Prozesse.
3 Möglichkeiten der Motivationsförderung im Sportunterricht: Das Kernkapitel entwickelt eine Grobklassifikation für verschiedene Motivationsstrategien, unterteilt in aufgabenexterne, tätigkeitsspezifische und tätigkeitsunspezifische Anreize.
4 Ein Blick in die aktuelle Unterrichtspraxis: Hier werden die Ergebnisse einer Fragebogenerhebung unter 42 Sportlehrern präsentiert, die die Praxisrelevanz der erarbeiteten Strategien beleuchtet.
5 Indirekte Maßnahmen der Motivationsförderung: Dieses Kapitel ergänzt die direkten Ansätze um indirekte Faktoren wie Emotionen, Klassenklima und die Lehrermotivation.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Bedeutung des interaktionistischen Ansatzes für eine erfolgreiche Motivationsförderung hervor.
Motivationsförderung, Sportunterricht, Leistungsmotivation, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Erwartungs-mal-Wert-Theorie, Unterrichtspraxis, Motivationspsychologie, Lernmotivation, Kausalattribuierung, Selbstwirksamkeit, Bezugsnormorientierung, Aufgabenexterne Anreize, Aufgabeninterne Anreize, Flow-Erleben.
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Förderung der Schülermotivation im Sportunterricht auf Basis motivationspsychologischer Theorien.
Die zentralen Felder sind die Differenzierung zwischen verschiedenen Motivationsarten (intrinsisch/extrinsisch), der Einfluss von Personen- und Situationsfaktoren sowie die praktische Umsetzung von Motivationsstrategien.
Das primäre Ziel ist es, ein übersichtliches Schema (eine Grobklassifikation) zu erstellen, das Sportlehrern hilft, ihr Repertoire an Motivationsstrategien zu systematisieren und gezielt einzusetzen.
Es wird eine theoretische Ableitung aus der psychologischen Literatur vorgenommen, ergänzt durch eine explorative Fragebogenerhebung unter Sportlehrern zur Überprüfung der Praxisrelevanz.
Der Hauptteil analysiert detailliert verschiedene Anreizklassen, unterteilt nach aufgabenexternen sowie aufgabeninternen (tätigkeitsspezifischen und tätigkeitsunspezifischen) Anreizen, jeweils differenziert nach kurz- und längerfristiger Wirkung.
Die wichtigsten Begriffe sind Motivationsförderung, Sportunterricht, Leistungsmotivation, Selbstbestimmtheit und Bezugsnormorientierung.
Die Unterscheidung hilft Lehrern zu verstehen, welche Maßnahmen für den aktuellen Stundenerfolg geeignet sind und welche Strategien zur dauerhaften Bindung der Schüler an den Sport beitragen.
Da eine Individualisierung für 25-30 Schüler kaum möglich ist, empfiehlt der Autor den Einsatz von Differenzierungsmaßnahmen und das Anbieten von Wahlmöglichkeiten, um unterschiedliche Motivationsprofile innerhalb einer Klasse zu bedienen.
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