Bachelorarbeit, 2006
69 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Methodik
2. Grundlagen des Outsourcing
2.1 Begriffsklärung des Outsourcing
2.2 Organisatorische Realisierungskonzepte des Outsourcing
2.2.1 Externes Outsourcing
2.2.2 Internes Outsourcing
2.3 Ziele von Outsourcing-Entscheidungen
2.3.1 Langfristige Ziele
2.3.2 Kurzfristige Ziele: Kosten senken
2.4 Chancen und Risiken des Outsourcing
3. Anwendung des Outsourcing im Krankenhaus
3.1 Allgemeine Vorgehensweise
3.2 Entscheidungsgrundlagen des Outsourcing
3.2.1 Quantitative und Qualitative Bewertungsinstrumente
3.2.2 Kernkompetenz-Analyse als Ausschlusskriterium
3.2.3 Generelle Outsourcing-Vorraussetzungen von Dienstleistungen
3.3 Der Einfluss krankenhausspezifischer Besonderheiten
3.3.1 Strukturwandel der Krankenhauslandschaft
3.3.2 Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen des Krankenhauses
3.3.3 Das Krankenhaus auf dem Weg zur konzentrierten Patientenversorgung
3.3.4 Der Dienstleistungsbegriff im Krankenhaus
3.4 Identifikation outsourcingfähiger Krankenhausdienstleistungen
3.4.1 Schnittstellen und Interdependenzen von Krankenhausleistungen
3.4.2 Das Kerngeschäft
3.4.3 Das „Nicht“-Kerngeschäft
3.5 Umsetzung von Outsourcing-Entscheidungen
3.5.1 Die Auswahl des Partners und die Vertragsgestaltung
3.5.2 Die Servicegesellschaft als geeignete und gängige Gestaltungsform
3.5.3 Die Kontrolle der Wirksamkeit
3.5.4 Die Umsetzung am Beispiel der Speisenversorgung
4. Auswirkungen von Outsourcing auf Krankenhausleistungen
4.1 Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit des Krankenhauses
4.2. Auswirkungen auf die Leistungsqualität
4.3 Outsourcing-Projekte in Krankenhäusern
5. Grenzen des Outsourcing
5.1 Rechtliche Restriktionen
5.2 Ethische Restriktionen
6. Zusammenfassung und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht das Konzept des Outsourcings im Krankenhaussektor mit dem Ziel, dessen Potenziale zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Qualität zu bewerten. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob durch die Auslagerung von Krankenhausdienstleistungen die Wirtschaftlichkeit erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit der Kliniken nachhaltig gesteigert werden kann, ohne dabei die ethische Sorgfaltspflicht gegenüber Patienten zu verletzen.
Die Servicegesellschaft als geeignete und gängige Gestaltungsform
Die unterschiedlichen Gestaltungsformen des Outsourcing wurden in Kapitel 2.2 genannt. Dort wurde auch der Begriff des „echten“ Outsourcing der im klassischen Sinn die 100%-ige Auslagerung der Leistungserstellungen an einen externen Dienstleister ausmacht erwähnt, welcher auch in dieser Form in der Krankenhauspraxis Anwendung findet. Auch die Profit-Center-Konzeption als Fortführung des Cost-Center-Ansatzes, die Kooperation als Verbund zwischen einzelnen Krankenhäusern bzw. Gesundheitseinrichtungen in Form von Kooperationsverträgen, die Tochtergesellschaft und die Holding (mehrere Krankenhäuser als Verbund auf der Ebene einer Trägergesellschaft) sind relevante Anwendungsformen mit mehr oder weniger „echten“ Outsourcing-Eigenschaften. Das vorrangig praktizierte Modell für Krankenhäuser bildet jedoch die Servicegesellschaft in Form einer GmbH.
Die Mehrzahl der deutschen Krankenhäuser erfüllen den Tatbestand der Umsatzsteuerfreiheit. Die reine Fremdvergabe und der damit verbundene Einkauf einer Leistung von einem externen Dienstleister ist jedoch mit dem Problem der Umsatzsteuer die auf diese gezahlt werden muss behaftet. Somit ist das Sparziel in Gefahr, da die möglichen Kosteneinsparungen durch die Umsatzsteuer ganz oder zum großen Teil aufgezehrt werden. Hier bietet die Servicegesellschaft in Form einer umsatzsteuerlichen Organschaft diesbezüglich die Möglichkeit der Umsatzsteuerbefreiung. Diese resultierende Vorteilhaftigkeit lässt sich besonders bei der Erstellung von Dienstleistungen die einen sehr personalkostenintensiven Einsatz aufweisen (wie z.B. Reinigung, Küche, Wäscherei, etc), gut nutzen.
1. Einleitung und Methodik: Diese Einleitung führt in die aktuelle wirtschaftliche Problematik deutscher Krankenhäuser ein und definiert Outsourcing als zentralen Untersuchungsgegenstand zur Effizienzsteigerung.
2. Grundlagen des Outsourcing: Hier werden Definitionen und Formen des Outsourcings erarbeitet sowie die langfristigen und kurzfristigen Ziele, wie die Kostenreduktion, detailliert dargestellt.
3. Anwendung des Outsourcing im Krankenhaus: Dieser Hauptteil beschreibt die spezifischen Entscheidungsgrundlagen, die Identifikation von Kernkompetenzen und die prozessuale Umsetzung von Outsourcing-Projekten im Klinikalltag.
4. Auswirkungen von Outsourcing auf Krankenhausleistungen: Dieses Kapitel analysiert anhand empirischer Daten und praktischer Beispiele den Nutzen von Outsourcing hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und der Leistungsqualität in Krankenhäusern.
5. Grenzen des Outsourcing: Es werden die rechtlichen und ethischen Restriktionen beleuchtet, die bei einer Outsourcing-Entscheidung zwingend zu beachten sind, um die Patientenversorgung nicht zu gefährden.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Diese Abschlussbetrachtung fasst die wesentlichen Erkenntnisse in Thesenform zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung patientennaher Dienstleistungen.
Outsourcing, Krankenhaus, Wirtschaftlichkeit, Leistungsqualität, Kernkompetenzen, Prozesskostenrechnung, Servicegesellschaft, Kostenreduktion, Krankenhausmanagement, Patientenversorgung, Outsourcing-Strategie, Facility Management, Gesundheitswesen, Kosteneffizienz, Organisationsstruktur
Die Arbeit analysiert den Einsatz des Outsourcing-Konzepts im Krankenhaus, um betriebswirtschaftliche Optimierungen in Bereichen außerhalb des ärztlich-pflegerischen Kerngeschäfts zu erzielen.
Die Schwerpunkte liegen auf der strategischen Entscheidungsfindung, der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, der Identifikation outsourcingfähiger Prozesse sowie den rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit Outsourcing zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und Qualität in Krankenhäusern beitragen und somit die Erfolgschancen auf dem Gesundheitsmarkt verbessern kann.
Der Autor nutzt eine sachlich-analytische Forschungsstrategie und stützt sich dabei auf eine umfassende Auswertung der einschlägigen Fachliteratur sowie diverse Fallbeispiele aus der Praxis.
Der Hauptteil befasst sich mit Entscheidungsinstrumenten, der Differenzierung zwischen Kern- und Nicht-Kerngeschäft sowie der praktischen Umsetzung und Kontrolle von Outsourcing-Maßnahmen.
Wichtige Begriffe sind Outsourcing, Krankenhaus, Kernkompetenzen, Wirtschaftlichkeit, Servicegesellschaft und Qualitätssicherung.
Sie gilt als das vorrangige Modell für Krankenhäuser, da sie insbesondere durch den Status einer umsatzsteuerlichen Organschaft finanzielle Vorteile bietet und eine engere Kontrolle durch das Krankenhaus ermöglicht.
Die Arbeit betont, dass trotz ökonomischer Ziele der Patient und sein Wohl im Mittelpunkt stehen müssen und Outsourcing-Maßnahmen die Patientenversorgung nicht durch Qualitätsverluste gefährden dürfen.
Das Controlling dient als Frühwarnsystem und zentrales Steuerungsinstrument, um die Zielerreichung der ausgelagerten Prozesse transparent zu machen und bei Abweichungen korrigierend einzugreifen.
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