Bachelorarbeit, 2014
66 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen
2.1 Abgrenzung von Private Equity als Beteiligungskapital
2.2 Kapitalmarkt in Deutschland
2.2.1 Private Equity-Markt
2.2.2 Börsenmarkt
2.3 Prinzipal-Agenten-Theorie
2.4 Signalling-Theorie
3 Private Equity – Geschäftsmodell
3.1 Funktionen einer Private Equity-Beteiligung
3.1.1 Finanzierungsfunktion
3.1.2 Kontrollfunktion
3.1.3 Betreuungsfunktion
3.1.4 Wertschöpfungsorientierungsfunktion
3.2 Desinvestmentkanäle
3.3 Initial public offering als Desinvestmentkanal
3.3.1 Definitorische Abgrenzung des Initial public offering
3.3.2 Motive für einen Börsengang
3.3.3 Phasen des Initial public offering
3.3.4 Investor Relations als Signalwirkung
3.3.5 Wahl des Börsensegments
3.3.5.1 Regulierter Markt
3.3.5.2 Freiverkehr
3.3.6 Desinvestmentzeitpunkt
3.3.7 Underpricing
4 Börsengänge - Performance
4.1 Untersuchungsmethodik
4.2 Kurzfristige Performance
4.3 Langfristige Performance
4.4 Underpricing bei Börseneinführung
4.5 Investorenstruktur
4.6 Desinvestmentstrategie
5 Fazit und Gesamtausblick
Die Bachelor-Thesis analysiert, inwieweit Private Equity-Finanzierungen den Erfolg und die Performance von Börsengängen (IPOs) deutscher Unternehmen im Zeitraum von 2004 bis 2012 beeinflussen. Ziel ist es, Vorbehalte gegenüber Private Equity abzubauen und kausale Zusammenhänge zwischen Eigentümerstruktur, Desinvestmentstrategie und der langfristigen Börsenperformance aufzuzeigen.
1.1 Problemstellung
Wie entwickeln sich Unternehmen, die von einer Beteiligungsgesellschaft finanziert wurden oder wie werthaltig die Unternehmen danach sind, sind Kernfragen die im Zusammenhang mit Private Equity in Deutschland immer wieder gestellt werden. Im Zuge der Finanz- und Weltwirtschaftskrise sind viele Unternehmen aber auch Staaten in Schieflage geraten. Die Notenbanken steuern aktuell mit einer expansiven Geldpolitik dagegen und verfolgen eine Politik des billigen Geldes. Auch die Aktienmärkte waren und sind weiterhin von stark volatilen Kursen geprägt. Während Private Equity-Gesellschaften in den anglo-amerikanischen Ländern seit vielen Jahren aktiv sind, hat sich in Deutschland erst langsam eine Debatte über die Chancen und Risiken entwickelt, angetrieben durch die wachsende Anzahl an Unternehmenskäufen. Der Verlust der unternehmerischen Autonomie durch Kontroll- und Mitentscheidungsrechte ist ein entscheidender Punkt den Unternehmen vor Private Equity zurückschrecken lassen.
Aufgrund fehlender Kenntnisse und Erfahrungen mit Private Equity-Beteiligungen werden dabei die Wirkungsweisen und Potentiale die Private Equity-Beteiligungen den Unternehmen bieten unterschätzt. In der öffentlichen Diskussion werden Private Equity-Investoren seit dem berühmten Interview von Franz Müntefering im Jahr 2005 oft nur noch als „Heuschrecken“ bezeichnet. Im Zuge der Debatte und der damit verbunden Gier nach überhöhten Renditen und Arbeitsplatzabbau durch Private Equity-Gesellschaften sind Private Equity-Finanzierungen in Verruf gekommen und genießen in der deutschen Öffentlichkeit nicht den besten Ruf. In der öffentlichen Wahrnehmung ist oft von „Rendite fixierten Unternehmensjägern“ die Rede, die einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung nur einen geringen Wert beimessen. Die Private Equity-Branche hat in der Öffentlichkeit insbesondere durch den in die Medien geratenden Sanierungsfall Grohe ein Akzeptanzproblem. Häufig finden sich aber gerade Unternehmen in finanzieller Schieflage unter den bevorzugten Akquisitionsobjekten der Private Equity-Gesellschaften. Übernahmen durch Private Equity-Häuser werden häufig als negativ wahrgenommen.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Problemstellung der Arbeit, das Ziel der Analyse sowie den methodischen Gang der Untersuchung im Kontext des deutschen Private Equity-Marktes.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Basisinformationen, definiert Private Equity, erläutert den deutschen Kapitalmarkt und führt die Prinzipal-Agenten- sowie Signalling-Theorie ein.
3 Private Equity – Geschäftsmodell: Hier werden die spezifischen Funktionen einer Private Equity-Beteiligung sowie die verschiedenen Desinvestmentkanäle, mit Fokus auf den Börsengang als „Königsweg“, detailliert beschrieben.
4 Börsengänge - Performance: Dieses Hauptkapitel beinhaltet die empirische Untersuchung von 67 Börsengängen und analysiert deren kurz- und langfristige Performance, den Einfluss der Investorenstruktur und Underpricing-Effekte.
5 Fazit und Gesamtausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, entkräftet das Klischee des „Heuschrecken“-Investors durch nachgewiesene Outperformance und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung von Transparenz und Kommunikation für die Branche.
Private Equity, Börsengang, IPO, Initial public offering, Unternehmensfinanzierung, Performance, Prinzipal-Agenten-Theorie, Signalling-Theorie, Desinvestmentstrategie, Investor Relations, Beteiligungskapital, Underpricing, Kapitalmarkt, Eigenkapital, Finanzkommunikation.
Die Arbeit analysiert die Rolle von Private Equity als Finanzierungs- und Erfolgsfaktor für Unternehmen, die einen Börsengang (IPO) anstreben, und vergleicht dabei die Performance von Unternehmen mit und ohne Private Equity-Hintergrund.
Die zentralen Themen umfassen das Geschäftsmodell von Private Equity, die Theorie des Börsengangs, die Bedeutung von Investor Relations für die Glaubwürdigkeit am Kapitalmarkt sowie die empirische Untersuchung der Kursentwicklung nach der Emission.
Das Ziel ist es, Vorbehalte und Skepsis gegenüber Private Equity abzubauen, die Wirkungsweise der Branche transparent zu machen und zu belegen, welchen Einfluss Private Equity-Investoren auf den kurz- und nachhaltigen Erfolg nach der Erstnotierung an der Börse haben.
Die Untersuchung basiert auf einer empirischen Datenanalyse von 67 Börsengängen am deutschen Markt im Zeitraum 2004–2012, unter Einbeziehung ökonomischer Theorien wie der Prinzipal-Agenten-Theorie und der Signalling-Theorie.
Der Hauptteil beschreibt das Geschäftsmodell und die Funktionen von Private Equity, analysiert den IPO-Prozess als Desinvestmentkanal und bewertet die Performance der untersuchten Börsengänge anhand von Aktienkursentwicklung, Marktkapitalisierung und Underpricing-Effekten.
Die wichtigsten Begriffe sind Private Equity, Börsengang, IPO, Performance, Investor Relations, Finanzierung und Transparenz.
Die Untersuchung zeigt, dass IPOs aus hundertprozentigem Besitz von Private Equity-Gesellschaften auf Jahressicht eine signifikante Outperformance erzielen können, was für einen positiven Einfluss der professionellen Betreuung spricht.
Der Begriff, geprägt durch Franz Müntefering, wird als Klischee entlarvt, da die Arbeit belegt, dass Private Equity-Investitionen im Vergleich zu anderen Eigentümerstrukturen häufig zu einer besseren Unternehmensentwicklung und höheren Renditen führen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

