Bachelorarbeit, 2019
36 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
2 Rahmenbedingungen
3 Vorstellung der Taktiken
3.1 Literaturhinweise
3.2 Zeitliche Taktiken
3.2.1 Verzögerung
3.2.2 Zeitdruck
3.3 Distributive Taktiken
3.3.1 Konkurrenztaktiken
3.3.2 Zugeständnistaktiken
3.4 Integrative Taktiken
3.3.1 Problem solving
3.3.1 Heuristisches trial-and-error
3.5 Vergleich distributiver und integrativer Taktiken
3.6 Persönlichkeitstaktiken
3.6.1 Härte und Wut
3.6.2 Erstgebot
3.6.3 Good Guy/Bad Guy
3.6.4 Reziprozität
3.6.5 Sympathie
4 Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die systematische Erfassung und Kategorisierung wissenschaftlich anerkannter Verhandlungstaktiken anhand einer umfassenden Literaturanalyse, um Verhandelnden eine Orientierungshilfe zur effektiven Taktikwahl zu bieten.
3.3.1 Konkurrenztaktiken
Konkurrenztaktiken beinhalten den Einsatz von Drohungen und Bluffs, überzeugenden Argumenten und Zusicherungen für eine bestimmte Position oder Vorgehensweise. Auch ein strategischer Rückzug aus der Situation, das Hinhalten und Vermeiden von Problemen können Bestandteil von Konkurrenztaktiken sein, wenn dies den eigenen Zielen und Interessen dient (vgl. De Dreu, Carsten K. W. 2010, S. 1006). Zu dieser Unterkategorie zählen also Taktiken, die man sozial-ethisch als verwerflich ansehen kann, die aber dennoch an Verhandlungstischen häufig eingesetzt werden. Auf die von De Dreu und Carsten K.W. erwähnten unterschiedlichen Konkurrenztaktiken soll nun weiter eingegangen werden.
1. Drohungen:
Definition: Eine Drohung ist ein Vorstoß, der Forderungen stellt und vor den Kosten der Nichteinhaltung warnt (vgl. PON (Program on Negotiation) Staff 2019).
Anwendung: Häufig wird die Drohung zum Ende einer Verhandlungsrunde angewendet. Mögliche Drohungen können je nach Situation das Abbrechen der Verhandlung bedeuten oder Konsequenzen haben wie Stellen abzubauen oder Verhandlungen mit der Konkurrenz aufzunehmen (vgl. De Dreu, Carsten K. W. 2010).
Auswirkungen: Hier gibt es in der Literatur keine einheitliche Meinung. Während manche Autoren davon sprechen, dass Drohen Dominanz zeigt und einschüchternd wirken kann und damit ein besseres Ergebnis ermögliche (z.B. Dawson 2011), gibt es vor allem auch gegenteilige Stimmen. Schott und Troczynski etwa mahnen: „Drohen Sie nicht, sondern warnen Sie nur.“ (2015, S. 115) Sie sprechen davon, dass der Unterschied oft nur in der Wortwahl und im Tonfall liegt und Drohungen von Subjektivität und Feindseligkeit geprägt seien, während Warnungen von Objektivität und Respekt geprägt seien.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz von Verhandlungen in Politik und Wirtschaft und definiert den Fokus der Arbeit auf wissenschaftlich fundierte Verhandlungstaktiken.
2 Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erarbeitet die begriffliche Abgrenzung zwischen Strategie und Taktik und führt in die wissenschaftlichen Grundlagen der Verhandlungsforschung ein.
3 Vorstellung der Taktiken: Der Hauptteil systematisiert verschiedene Taktiken in die Kategorien Zeitliche, Distributive, Integrative und Persönlichkeitstaktiken und diskutiert deren Anwendung und Wirkung.
4 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Effektivität der untersuchten Taktiken und gibt Implikationen für die Praxis sowie einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Verhandlungstaktiken, Verhandlungsmanagement, Literaturanalyse, Distributive Strategien, Integrative Verhandlungen, Zeitdruck, Erstgebot, Konkurrenztaktiken, Reziprozität, Sympathie, Verhandlungsdilemma, Spieltheorie, Kommunikation, Verhandlungsführung, Verhandlungsergebnis
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Darstellung und Kategorisierung von Verhandlungstaktiken, die in der wissenschaftlichen Literatur als besonders relevant eingestuft werden.
Die Themenfelder umfassen zeitliche Aspekte, distributive und integrative Verhaltensweisen, den Einsatz von Persönlichkeitstaktiken sowie die psychologischen Mechanismen hinter erfolgreichem Verhandeln.
Das Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu bündeln, um Verhandlungsführern eine fundierte Übersicht über wirksame und ethisch einzuordnende Taktiken zu geben.
Die Autorin/der Autor führte eine qualitative Literaturanalyse durch, bei der relevante Quellen gesichtet, bewertet und in einer Systematik zusammengeführt wurden.
Im Hauptteil werden 15 spezifische Taktiken detailliert vorgestellt, in vier Kategorien unterteilt und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Verhandlungsprozess analysiert.
Wesentliche Begriffe sind Verhandlungstaktiken, Distributive vs. Integrative Strategien, Reziprozität, Erstgebot und psychologische Einflüsse in Verhandlungssituationen.
Die Arbeit zeigt, dass Zeitdruck oft zu weniger ehrgeizigen Zielen führt und daher selten als vorteilhafte Taktik für alle Parteien angesehen wird.
Sie wird als „Klassiker“ und durchaus wirksam beschrieben, jedoch ausdrücklich als unfaires Rollenspiel eingestuft, dessen Einsatz ethische und unternehmenskulturelle Compliance-Fragen aufwirft.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

