Bachelorarbeit, 2021
64 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Einstieg: Rechtspopulismus in Europa
1.2 Fragestellung
1.3 Stand der Forschung
2. Die Parteien
2.1 Rechtspopulismus als Begriff
2.1.1 Rechte Parteien
2.1.2 Rechtspopulismus, Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus
2.2 Die Fremskrittspartiet
2.2.1 Geschichte der FrP
2.2.2 Die FrP in der Gegenwart
2.2.3 Politikwissenschaftliche Einschätzung der Partei
2.3 Die Alternative für Deutschland
2.3.1 Die Geschichte der AfD
2.3.2 Die AfD in der Gegenwart
2.3.3 Politikwissenschaftliche Einschätzung der Partei
3. Umgang mit rechtspopulistischen Parteien
3.1 Umgangsstrategien im Allgemeinen
3.2 Der Umgang mit der Fremskrittspartiet
3.3 Der Umgang mit der Alternative für Deutschland
4. Vergleich der Meinungen von Politikstudierenden zum Umgang mit rechtspopulistischen Parteien in Deutschland und Norwegen
4.1 Methodik
4.1.1 Teilnehmende
4.1.2 Materialien
4.1.3 Durchführung
4.2 Auswertung
4.2.1 Angemessenheit des Umgangs mit der AfD/ FrP
4.2.2 Angemessener Umgang mit der AfD/ FrP
4.2.3 Stärkere Einbindung der AfD und FrP
4.2.4 Populismus im politischen Diskurs
4.2.5 Demokratiegefährdung durch die AfD/ FrP
4.2.6 Zukunftsrelevanz von AfD und FrP
4.3 Deutung der Ergebnisse
4.4 Diskussion
5. Fazit
6. Ausblick
Die Arbeit analysiert den Umgang etablierter Parteien in Deutschland und Norwegen mit den jeweiligen rechtspopulistischen Parteien, der "Alternative für Deutschland" (AfD) und der "Fremskrittspartiet" (FrP). Dabei wird untersucht, welche Strategien – wie Ausgrenzung oder Einbindung – zur Anwendung kommen, und wie Politikstudierende an den Universitäten in Flensburg und Trondheim diese Ansätze sowie die Parteien selbst einschätzen.
1.1 Einstieg: Rechtspopulismus in Europa
„Ein Gespenst geht um in Europa“, schrieb Karl Marx 1848 im Manifest der kommunistischen Partei. Marx beschrieb damals den Kommunismus, gegen den sich die alten Mächte Europas verbündet hatten (Marx & Engels, 1848, S.1).
Über 170 Jahre später spielt der Kommunismus in Zentraleuropa kaum noch eine Rolle, doch ein neues Gespenst, ein neues Phänomen geht nun um auf unserem Kontinent. Das Gespenst des Rechtspopulismus. Während in anderen europäischen Ländern schon lange rechtspopulistische Parteien in nationalen Parlamenten vertreten sind, ist dies seit 2017 auch in Deutschland der Fall.
Vor 2017 scheiterten, in der jüngeren Vergangenheit, dem rechten Spektrum zugeordnete Parteien, wie die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) die Republikaner oder die Alternative für Deutschland (AfD), auf nationaler Ebene stets an der Fünf-Prozent-Hürde des Bundestages. Nach der Bundestagswahl 2017 zog jedoch die AfD mit 12,6% der Stimmen als drittgrößte Fraktion ins deutsche Parlament ein (Bundeswahlleiter, 2017).
Außerhalb der Bundesrepublik sind, mit Ausnahme einiger weniger Länder, wie Irland oder Island, in allen europäischen Parlamenten rechtspopulistische Parteien vertreten (Bundeszentrale für politische Bildung, 2020). Die Parteien und Länder, die in dieser Arbeit insbesondere betrachtet werden sollen, sind die norwegische „Fremskrittspartiet“ (FrP), zu Deutsch „Fortschrittspartei“ und die deutsche „Alternative für Deutschland“ (AfD).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Rechtspopulismus in Europa ein, stellt die beiden untersuchten Parteien (AfD und FrP) vor und formuliert die zentralen Forschungsfragen sowie den wissenschaftlichen Kontext der Arbeit.
2. Die Parteien: Hier werden der Begriff des Rechtspopulismus definiert sowie die historische Entwicklung, die gegenwärtige politische Ausrichtung und die politikwissenschaftliche Einordnung der AfD und der FrP detailliert beschrieben.
3. Umgang mit rechtspopulistischen Parteien: Dieses Kapitel erläutert theoretische und praktische Ansätze etablierter Parteien – von Ausgrenzung bis hin zur Einbindung – und analysiert, wie diese spezifisch auf die FrP in Norwegen und die AfD in Deutschland angewendet wurden.
4. Vergleich der Meinungen von Politikstudierenden zum Umgang mit rechtspopulistischen Parteien in Deutschland und Norwegen: Die methodische Vorgehensweise und Auswertung einer Online-Umfrage unter Politikstudierenden wird dargestellt, wobei insbesondere die Einstellungen zu verschiedenen Umgangsstrategien und die wahrgenommene Gefahr für die Demokratie verglichen werden.
5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Unterschiede im Umgang der beiden Länder mit ihren rechtspopulistischen Parteien zusammen und verknüpft die empirischen Ergebnisse mit den politikwissenschaftlichen Erkenntnissen.
6. Ausblick: Der Ausblick diskutiert die zukünftigen Herausforderungen und Entwicklungen für AfD und FrP und identifiziert weiteren Forschungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der Rolle von Bildungseinrichtungen im Umgang mit rechten Einstellungen.
Rechtspopulismus, AfD, Fremskrittspartiet, FrP, politische Einbindung, Ausgrenzung, Demokratie, Politische Bildung, Politikstudierende, Parteienspektrum, Politische Debatte, Verfassungsschutz, Deutschland, Norwegen, Parteienforschung.
Die Bachelorarbeit untersucht, wie etablierte politische Parteien in Norwegen und Deutschland auf die jeweiligen rechtspopulistischen Parteien, die Fremskrittspartiet (FrP) und die Alternative für Deutschland (AfD), reagieren.
Die Arbeit behandelt die Definition des Rechtspopulismus, die Parteigeschichten von AfD und FrP, verschiedene Strategien etablierter Parteien (Einbindung vs. Ausgrenzung) sowie eine empirische Umfrage unter Politikstudierenden zu diesem Thema.
Das Ziel ist es, die Unterschiede im Umgang mit Rechtspopulismus zwischen den beiden Ländern aufzuzeigen und zu verstehen, wie Politikstudierende – als zukünftige Entscheidungsträger oder Lehrkräfte – die politischen Reaktionen auf diese Parteien bewerten.
Neben einer theoretischen Literaturanalyse wurde eine vergleichende, quantitative Online-Umfrage unter Politikstudierenden der Europa-Universität Flensburg und der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Rechtspopulismus, eine Fallanalyse zu FrP und AfD sowie die methodische Durchführung und detaillierte Auswertung der erhobenen Umfragedaten.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Rechtspopulismus, politische Strategien, Demokratiegefährdung, Parteienvergleich, Einbindung, Ausgrenzung und politische Einstellung von Studierenden geprägt.
Diese Parteien wurden ausgewählt, da sie zwar beide dem rechtspopulistischen Spektrum angehören, jedoch sehr unterschiedliche historische Entwicklungen, Einbindungsgrade in ihre jeweiligen politischen Systeme und gesellschaftliche Wahrnehmungen aufweisen.
Der Beutelsbacher Konsens dient als wichtiger theoretischer Rahmen, um die Anforderungen an Lehrkräfte im Politikunterricht zu diskutieren, insbesondere im Hinblick auf die Frage, wie zukünftige Pädagogen kontroverse Themen wie Rechtspopulismus im Unterricht behandeln sollen.
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