Diplomarbeit, 2007
102 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. FRAGESTELLUNG UND ZIELE DES KONZENTRATIONSTRAINING
2. Theoretischer Teil
2.1. MENSCHLICHE ENTWICKLUNG
2.1.1. Geschichtliche Hintergründe
2.1.2. Begriffsbestimmung: Entwicklung
2.1.3. Körperliche Entwicklung
2.1.4. Entwicklung des Selbst
2.1.5. Emotionale Entwicklung
2.1.6. Motiv und Motivation
2.1.6.1. Leistungsmotiv
2.1.6.2. Risiko – Wahl Modell (Anspruchsniveau)
2.1.6.3. Kausalattribution für Erfolg und Misserfolg
2.1.5.4. Erlernte Hilflosigkeit
2.2. AUFMERKSAMKEIT UND KONZENTRATION
2.2.1. Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeit und Konzentration
2.2.2. Schwierigkeit der Begriffsbestimmung
2.2.3. Aufmerksamkeit
2.2.3.1. Intensität
2.2.3.2. Selektivität
2.2.3.3. Aufmerksamkeit im Entwicklungsverlauf
2.2.4. Konzentration
2.2.4.1. Das Akku-Modell der Konzentration
2.2.4.2. Konzentriertes Arbeiten
2.3. KONZENTRATIONSPROBLEME
2.3.1. Begriffliche Klärung
2.3.2. Häufigkeit von Konzentrationsproblemen
2.3.3. Erscheinungsbild
2.3.4. Ursachen und Hintergründe
2.4. EIGENSCHAFTEN UND GÜTEKRITERIEN PSYCHOLOGISCHER TESTS
2.4.1. Begriffsbestimmung für Test
2.4.4.1. Objektivität
2.4.4.2. Reliabilität
2.4.4.3. Validität
2.5. DIAGNOSTIK
2.5.1. Leistungsdiagnostik
2.5.2. Einteilung der Leistungstests
2.5.3. Konzentrationstests
2.5.3.1. Verfahren der Verhaltensbeobachtung
2.5.3.2. Konzentrationsmessende Verfahren
2.5.3.3. Gemeinsamkeiten
2.6. VERSCHIEDENE INTERVENTIONSANSÄTZE FÜR KONZENTRATIONSSCHWÄCHE
2.6.1. Intervention in der Familie
2.6.1. Pädagogische Intervention in der Schule
2.6.2. Therapeutische Hilfen
2.6.2.1. Elternberatung und – training
2.6.2.2. Konzentrationstrainingsprogramme
3. Empirischer Teil
3.1. ALLGEMEIN
3.2. FRAGESTELLUNG
3.3. HYPOTHESEN
3.4. BESCHREIBUNG DES DESIGNS
3.4.1. Stichprobenbeschreibung
3.4.1.1. Vorbereitungsphase der Untersuchung
3.4.1.2. Stichprobe
3.4.1.3. Übersichtstabelle der Teilnahme
3.4.2. Messverfahren TPK (Kurth, Büttner, 1999)
3.4.3. Konzentrationstrainingsprogramm für Kinder III. 3.und 4.Klasse (Ettrich, 2004)
4. Ergebnisse
4.1. PRÄ / POST – VERGLEICH TPK
4.2. GRUPPENERGEBNISSE KTP
4.3. SITZUNGSVERLAUF
4.3.1. TPK
4.3.2. KTP
4.4. FALLBEISPIEL SCHÜLER A AUS DER DRITTEN KLASSE
4.5. ANALYSE DER ERGEBNISSE HINSICHTLICH DER HYPOTHESEN
4.5.1. Überprüfung Hypothese 1
4.5.2. Überprüfung Hypothese 2
4.5.3. Überprüfung Hypothese 3
4.5.4. Überprüfung Hypothese 4
5. Diskussion
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht Konzentrationsdefizite bei Grundschulkindern und evaluiert die Wirksamkeit eines Konzentrationstrainingsprogramms als Interventionsmaßnahme im schulischen Umfeld.
1.1. Fragestellung und Ziele des Konzentrationstraining
"Konzentriere Dich!"; "Hier spielt die Musik!"; "Du hast mal wieder nicht zugehört!"; "Hör auf, mit dem Stift zu spielen!"; "Diese Fehler wären nicht nötig gewesen!". Solche und ähnliche Aussprüche aus dem Mund von Lehrern, Erziehern und Eltern frustrieren täglich eine große Zahl an Kindern. Das schon Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Frankfurter Nervenarzt Heinrich Hoffmann beschriebene Phänomen des Zappelphilipp und des Hans-guck-in-die-Luft scheint heutzutage noch aktueller als früher.
Doch wie kommt es überhaupt dazu? Welche Rolle spielt dabei die menschliche Entwicklung? Eltern und Lehrer geraten im Umgang mit bestimmten Kindern häufig an ihre Grenzen. Sie klagen über so genannte „Problemkinder“: Diese Kinder fallen im Unterricht vor allem durch extreme innere Unruhe und schnelle Ablenkbarkeit auf. Konzentrationsdefizite sind in den Schulen heute ein alltägliches Problem. Dabei sind sehr viele Eltern, aber auch Lehrer, mit diesen Kindern stark überfordert und wissen meist nicht, wie sie reagieren sollen.
Eine Dauerlösung für die vielschichtigen Probleme der von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen betroffenen Kinder scheint es nicht wirklich zu geben. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, genau hier anzusetzen. Christine Ettrichs Konzentrationstrainings-Programm bemühte sich im Jahre 2004, aufgrund grosser Nachfragen, um eine Neuauflage. Durch gründliche Überarbeitung, erneute Beobachtung in der Praxis und wissenschaftliche Evaluationen konnte sich ihr Programm nicht nur praktisch, sondern auch wissenschaftlich bewähren. Insgesamt entwickelte sie drei verschiedene Trainingsprogramme für unterschiedliche Altersgruppen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Konzentrationsmängeln im schulischen Kontext ein und erläutert den Aufbau sowie die Zielsetzung der vorliegenden Diplomarbeit.
2. Theoretischer Teil: Der theoretische Teil beleuchtet die menschliche Entwicklung, definiert Begriffe wie Aufmerksamkeit und Konzentration, thematisiert Konzentrationsprobleme und beschreibt psychologische Testverfahren sowie Interventionsansätze.
3. Empirischer Teil: Dieser Abschnitt beschreibt die Forschungsfragen, Hypothesen, das Untersuchungsdesign, die Stichproben sowie die eingesetzten Messverfahren TPK und KTP.
4. Ergebnisse: Das vierte Kapitel präsentiert die erhobenen Daten, vergleicht Testergebnisse vor und nach dem Training und analysiert diese im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen.
5. Diskussion: Die Diskussion reflektiert den Erfolg des Trainings, die methodische Vorgehensweise und zieht Rückschlüsse aus dem positiven Feedback der beteiligten Lehrkräfte und Eltern.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Konzentrationstraining bei Kindern wirksam sein kann, und empfiehlt die Integration entsprechender Übungen sowie Präventivprogramme in den Schulalltag.
Konzentrationstraining, Aufmerksamkeit, Konzentrationsdefizite, Leistungsdiagnostik, Schulkind, Intervention, Selbststeuerung, Testverfahren, TPK, KTP, Verhaltensbeobachtung, Förderung, Schulleistung, Motivation, Erziehungsbedingungen
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen von Konzentrationsproblemen bei Grundschulkindern und der Wirksamkeit von strukturierten Konzentrationstrainingsprogrammen als pädagogische Intervention.
Das Spektrum reicht von der entwicklungspsychologischen Basis der Konzentration über die theoretische Fundierung von Konzentrationsstörungen bis hin zur praktischen Diagnostik und Interventionsmöglichkeiten.
Das Hauptziel besteht darin zu prüfen, ob ein spezifisches Konzentrationstraining (KTP) die Konzentrationsleistungen von Grundschülern messbar verbessert und gleichzeitig deren Selbsteinschätzung positiv beeinflusst.
Die Autorin nutzt standardisierte Testverfahren (TPK) als Pre- und Posttest sowie Fragebögen zur Verhaltensbeobachtung, ergänzt durch eine qualitative Analyse von Fallbeispielen und die statistische Auswertung der erzielten Trainingsergebnisse.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der theoretischen Einbettung von Aufmerksamkeitsstörungen, der Darstellung und Bewertung gängiger Konzentrationstests und der detaillierten Beschreibung der durchgeführten Trainingseinheiten.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Konzentration, Aufmerksamkeit, Intervention, Leistungsdiagnostik und das Marburger Konzentrationstraining (MKT) bzw. das Konzentrationstrainingsprogramm nach Ettrich definiert.
Die Arbeit orientiert sich an der Literatur, die Konzentration als eine "Gipfelform" der Aufmerksamkeit beschreibt, welche eine bewusste Anstrengung und zielgerichtete Steuerung durch das Individuum erfordert.
Aufgrund der bei den Schülern beobachteten Abneigung gegen die mathematischen Anteile im Test plädiert die Autorin dafür, zukünftig Diagnostikverfahren zu wählen, die weniger mathematisch geprägt sind.
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