Forschungsarbeit, 2003
193 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Historische Entwicklung der Berufsausbildung SA/SP
2.1 Begriffsbestimmung SA/SP
2.2 Von der „Berufsarbeit in der Wohlfahrtspflege in Berlin“ zum Sozialarbeiter
2.3 Die historischen Bezüge in der Berufsausbildung von Sozialpädagogen/Sozialarbeiter
3. Sozialpolitische Determinanten bei der Berufsausbildung des Sozialarbeiters/Sozialpädagogen
4. Ergebnisse der Curricularen Bildungsforschung der Berufspraktikanten am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Fulda , 2001/2002 Prof. Dr. G. Seifert., Thomas Fitzner.
4.1 Allgemeine Angaben zur ersten Umfrage
4.2 Auswertung der Berufspraktikantenforschung Teil I
4.3 Allgemeine Angaben zur zweiten Umfrage
4.4 Auswertung der Berufspraktikantenforschung Teil II
4.5 Allgemeine Angaben zur dritten Umfrage
4.6 Auswertung der Berufspraktikantenforschung Teil III
5. Zusammenfassung der Umfrageergebnisse der curricularen Bildungsforschung an der Fachhochschule Fulda im Berufspraktikum für Sozialpädagogik/-arbeit aus den Umfragen I. bis III
5.1 Allgemeine Angaben
5.2 Verteilung der Berufspraktikanten auf die Arbeitsfelder freier und öffentlicher Träger
5.3 Verteilung der Berufspraktikanten auf die Arbeitsfelder freier und öffentlicher Träger
6. Gesellschaftliche Transformationsprozesse und ihre Auswirkungen auf die Berufsausbildung der Sozialpädagogik/-arbeit
6.1 Instrumente Sozialer Arbeit und ihre Relevanz für das Berufspraktikum der Sozialpädagogik/-arbeit
6.2 Die Berufsausbildung der Sozialpädagogik/-arbeit im Zeichen der Europäisierung/Globalisierung
7. Rechtsgrundlagen in der Berufsausbildung der Sozialpädagogen/-arbeiter
7.1 Die Rechtsgrundlage Berufspraktikantenvertrag in der dualen Ausbildung der Sozialpädagogik/-arbeit
7.2 Inhaltliche Ausgestaltung des Berufspraktikantenvertrages gem. § 4 Abs. 1 BBiG
7.3 Anforderungen an eine professionelle Praxisanleitung
7.4 Der Berufspraktikantenvertrag, Probezeit und Vertragsbefristung bei Berufspraktikanten in der Sozialen Arbeit
7.5 Allgemeine arbeitsrechtliche Bestimmungen
7.6 Lohn und Tarifgestaltung der Berufspraktikanten in der Sozialen Arbeit nach dem Praktikantentarifvertrag (TV-Prakt.) bei öffentlichen Trägern
7.7 Vergütung und Lohnbestandteile gem. TV-Prakt./ TV-Prakt O
7.8 Der Erwerb der staatlichen Anerkennungsurkunde für Sozialpädagogen/-arbeitern in Verbindung mit der Verordnung über die staatliche Anerkennung von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern und von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
8. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Ausbildungssituation von Berufspraktikanten in sozialpädagogischen Feldern, wobei das Hauptaugenmerk auf dem dualen Ausbildungssystem der Fachhochschule Fulda liegt. Zentral ist die Forschungsfrage, wie die Überleitung von der Theorie in die berufliche Praxis gelingt und welche institutionellen, rechtlichen und gesellschaftlichen Faktoren diesen Prozess sowie die Berufsidentität der Praktikanten beeinflussen.
1. Das Theorie-Praxis-Problem
Sozialpädagogen und Sozialarbeiter müssen durch die Praxisanleitung auf die zukünftige Berufspraxis in der Sozialen Arbeit so vorbereitet werden, dass sie dazu befähigt werden, die erlernte Theorie in konkreten Handlungssituationen umzusetzen. Dazu bedarf es einer professionellen Anleitung. Eine Schlüsselfunktion kommt dabei der Person des Praxisanleiters zu. Hier sind besondere Anforderungen an die fachliche Qualität zu stellen:
Kenntnis der aktuellen Fachtheorie
Fachrechtliches Grundlagenwissen
Persönliche Führungsqualitäten
Leichtfertige Äußerungen wie z.B. „vergiss mal die ganze Theorie, die Praxis ist ohnehin anders“ oder ähnliche gut gemeinte Ratschläge könnten als Zeichen für eine unzureichende Qualifikation des Ausbilders gedeutet werden.
Daraus lässt sich folgende Fragestellung für die Analyse der Praktikumskonditionen ableiten: Inwiefern gelingt der Spagat zwischen Theorie und Praxis ?
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Erkenntnisinteresse der Arbeit, das sich auf das Tätigkeitsfeld, das Selbstverständnis und die Rahmenbedingungen von Berufspraktikanten in der Sozialen Arbeit unter dem Einfluss gesellschaftlicher Transformationen konzentriert.
2. Historische Entwicklung der Berufsausbildung SA/SP: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung der Sozialen Arbeit als akademischen Ausbildungsberuf nach, von den Vorläufern in der Armenpflege bis zur staatlichen Institutionalisierung der Ausbildung im 20. Jahrhundert.
3. Sozialpolitische Determinanten bei der Berufsausbildung des Sozialarbeiters/Sozialpädagogen: Hier werden die sozialpolitischen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren dargelegt, die das gegenwärtige Berufsfeld und die Ausbildung von Sozialpädagogen und Sozialarbeitern maßgeblich begründen.
4. Ergebnisse der Curricularen Bildungsforschung der Berufspraktikanten am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Fulda , 2001/2002 Prof. Dr. G. Seifert., Thomas Fitzner.: Dieser umfangreiche Teil präsentiert die empirischen Daten einer dreiteiligen Umfrage zur Ausbildungssituation, die die Arbeitsbedingungen, die Praxisanleitung und die Identitätsbildung der Praktikanten untersucht.
5. Zusammenfassung der Umfrageergebnisse der curricularen Bildungsforschung an der Fachhochschule Fulda im Berufspraktikum für Sozialpädagogik/-arbeit aus den Umfragen I. bis III: In diesem Kapitel werden die zentralen Erkenntnisse der empirischen Untersuchung synthetisiert und interpretiert, insbesondere im Hinblick auf Arbeitsfelder und Ausbildungsqualität.
6. Gesellschaftliche Transformationsprozesse und ihre Auswirkungen auf die Berufsausbildung der Sozialpädagogik/-arbeit: Das Kapitel reflektiert die Einflüsse von Globalisierung und Ökonomisierung auf das Berufsfeld und diskutiert die Folgen für die curriculare Ausgestaltung der Ausbildung im Hochschulwesen.
7. Rechtsgrundlagen in der Berufsausbildung der Sozialpädagogen/-arbeiter: Abschließend werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, einschließlich des Berufspraktikantenvertrages, arbeitsrechtlicher Bestimmungen und der Vergütungsregelungen, detailliert erläutert.
Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Berufspraktikum, Fachhochschule Fulda, Curriculare Bildungsforschung, Praxisanleitung, Berufsidentität, Theorie-Praxis-Spannung, Rechtsgrundlagen, Arbeitsbedingungen, Sozialpolitik, Europäisierung, Globalisierung, Tarifvertrag, Staatliche Anerkennung.
Die Publikation analysiert die Ausbildungssituation von Berufspraktikanten in der Sozialen Arbeit am Beispiel des Fachbereichs Sozialwesen der Fachhochschule Fulda zwischen 2001 und 2002.
Die zentralen Themen umfassen die historische Genese des Berufs, die rechtlichen Grundlagen des Berufspraktikums, die empirische Evaluation der Ausbildungsqualität sowie die Auswirkungen gesellschaftlicher Transformationsprozesse auf das Berufsfeld.
Ziel ist es, die Qualität der Überleitung vom Studium in die berufliche Praxis zu evaluieren, wobei insbesondere die Qualität der Praxisanleitung, das Selbstverständnis der Praktikanten und die Bedingungen der Identitätsbildung untersucht werden.
Es wird eine empirische Bildungsforschung mittels dreier aufeinanderfolgender, standardisierter Umfragen durchgeführt, die mit Literaturanalysen zur historischen und rechtlichen Entwicklung verknüpft wird.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Auswertung der empirischen Umfragen, der Analyse von Belastungssituationen, der Bedeutung des Arbeitsklimas und der Rolle der Praxisanleiter bei der Identitätsentwicklung der Praktikanten.
Neben Begriffen wie Soziale Arbeit und Berufspraktikum sind Begriffe wie Berufsidentität, Curriculare Bildungsforschung, Praxisanleitung und Rechtsgrundlagen entscheidend.
Die Studie zeigt, dass eine überwiegende Mehrheit der Praktikanten ihre theoretischen Kenntnisse aus der Fachhochschule als nützliches „Handwerkszeug“ empfindet, es jedoch bei der Umsetzung in den Arbeitsalltag aufgrund des hohen Arbeitspensums teils zu Schwierigkeiten kommt.
Die Untersuchung macht signifikante Unterschiede deutlich: Praktikanten bei freien Trägern nehmen sich häufiger als „Arbeitnehmer“ wahr und erfahren teilweise eine schnellere Integration in betriebliche Abläufe, während bei öffentlichen Trägern stärker der Ausbildungsaspekt reflektiert wird.
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