Bachelorarbeit, 2018
75 Seiten, Note: 1,3
1. Resozialisierung forensisch psychiatrischer LangzeitpatientInnen als Aufgabe Klinischer Sozialarbeit
1.1 Charakteristika Klinischer Sozialarbeit
1.1.1. Gesundheit und Krankheit im bio-psycho-sozialen Modell
1.1.2 Aufgabenstellung klinisch-sozialarbeiterischer Tätigkeit
1.2 Zum Begriff ‚Resozialisierung‘
1.3 Zum Begriff `forensisch-psychiatrische LangzeitpatientInnen`
1.4 Zur Bedeutung Klinischer Sozialarbeit im Resozialisierungsprozess
2. Von der forensischen Klinik in die Freiheit – den Übergang gestalten
2.1 Beendigung der Unterbringung und Übergangsmanagement
2.2 Klärung des individuellen Hilfebedarfs
2.3 Koordinierende Bezugsperson
2.4 Beziehungsgestaltung
3. Die Beziehungsgestaltung innerhalb des Resozialisierungsprozesses
3.1 Allgemeines zu zwischenmenschlichen und persönlichen Beziehungen
3.2 Helfende Beziehung
3.3 Theoretische Grundlagen professioneller Beziehungsgestaltung
3.3.1 Das Konzept ‚Nähe und Distanz‘
3.3.2 Das Konzept ‚Arbeitsbündnis‘
3.3.3 Das Konzept ‚Übertragung und Gegenübertragung‘
4. Gesprächsführungsmethoden als Basiskompetenzen für die Beziehungsgestaltung
4.1. KlientInnenzentrierte Gesprächsführung
4.2 Motivierende Gesprächsführung
4.3 Vorteile und Grenzen des Einsatzes der Gesprächsführungsmethoden
5. Professionelle Beziehungsgestaltung in der praktischen Umsetzung
5.1. Kompetenzen der Fachkraft
5.2 Interpersonale Dimension professioneller Kompetenz
5.3 Gesprächstechniken
5.4 Herausforderungen in der Beziehungsgestaltung und professionelle Muster der Bewältigung
5.5 Kollegiale Beratung als reflexives Instrument
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Anforderungen an die Beziehungsgestaltung zwischen Fachkräften der Klinischen Sozialarbeit und forensisch-psychiatrischen LangzeitpatientInnen während des Resozialisierungsprozesses beim Übergang aus dem Maßregelvollzug in die Freiheit.
1. Resozialisierung forensisch psychiatrischer LangzeitpatientInnen als Aufgabe Klinischer Sozialarbeit
Das gesamte professionelle Handeln innerhalb des Resozialisierungsprozesses zielt mit der Gesundung des/der forensisch-psychiatrischen LangzeitPatientIn auf eine Verbesserung seiner/ihrer ‚Legalprognose‘. Die eigentliche Herausforderung besteht über einen längeren Zeitraum hinweg darin, bei den PatientInnen die Motivation für Veränderungen herbeizuführen und aufrecht zu erhalten, sie dazu zu motivieren, ihre bisherigen Einstellungen und ihr Verhalten zu reflektieren. Im Verlauf dieses Kapitels soll deutlich werden, dass der Prozess der Resozialisierung forensisch-psychiatrischer Langzeitpatienten auf das Kompetenzprofil einer Klinischen Sozialarbeit angewiesen ist.
Nach Auffassung der Autorin ermöglicht die Klinische Sozialarbeit eine erforderliche und bedeutende Ergänzung an Schnittstellen der ambulanten Betreuung und Behandlung forensisch-psychiatrischer Langzeitpatienten. Im Bereich der chronischen psychischen Erkrankungen ist ein deutlicher Trend der Verlagerung von stationären zu ambulanten Hilfeleistungen erkennbar, dieser Trend wird sich voraussichtlich aufgrund gezielter gesundheitspolitischer Maßnahmen und Forderungen weiterhin verstärken.
Geißler-Piltz geht zudem davon aus, dass diese Veränderungen einhergehen mit dem Verständnis, das soziokulturelle Aspekte an der Herausbildung und dem Verlauf von Krankheiten beteiligt sind und dementsprechend weitere tiefgreifende Änderungen im Bereich der gesundheitlichen Versorgung absehbar sind (vgl. Geißler-Piltz: 2005: 12).
1. Resozialisierung forensisch psychiatrischer LangzeitpatientInnen als Aufgabe Klinischer Sozialarbeit: Das Kapitel verortet die Arbeit im Bereich der Klinischen Sozialarbeit und definiert die zentralen Begriffe im Kontext des Resozialisierungsprozesses.
2. Von der forensischen Klinik in die Freiheit – den Übergang gestalten: Hier wird der komplexe Übergang aus der stationären Unterbringung in die ambulante Betreuung analysiert, inklusive der Bedeutung von Übergangsmanagement und Hilfebedarfsklärung.
3. Die Beziehungsgestaltung innerhalb des Resozialisierungsprozesses: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Grundlagen der Beziehungsarbeit, insbesondere den Konzepten von Nähe/Distanz, Arbeitsbündnis sowie Übertragung und Gegenübertragung.
4. Gesprächsführungsmethoden als Basiskompetenzen für die Beziehungsgestaltung: Hier werden klientenzentrierte und motivierende Gesprächsführung als methodische Werkzeuge für die praktische Arbeit vorgestellt.
5. Professionelle Beziehungsgestaltung in der praktischen Umsetzung: Das Kapitel bietet eine Hilfestellung für die Anwendung der Theorien und Methoden in der Praxis, unter Berücksichtigung von Fachkompetenz, Gesprächstechniken, Umgang mit Krisen und kollegialer Beratung.
Klinische Sozialarbeit, Resozialisierung, Maßregelvollzug, forensische Psychiatrie, Beziehungsgestaltung, Arbeitsbündnis, Nähe und Distanz, Übertragung, Gegenübertragung, Motivierende Gesprächsführung, Ambulante Nachbetreuung, Kollegiale Beratung, Selbstreflexion, Krisenintervention, KlientInnenzentrierte Gesprächsführung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den spezifischen Herausforderungen und Anforderungen der professionellen Beziehungsgestaltung durch Fachkräfte der Klinischen Sozialarbeit im Kontext der Resozialisierung von forensisch-psychiatrischen LangzeitpatientInnen.
Zu den zentralen Themen gehören das bio-psycho-soziale Verständnis von Gesundheit und Krankheit, die Gestaltung des Übergangs aus dem Maßregelvollzug, theoretische Konzepte der professionellen Beziehung sowie Methoden der Gesprächsführung und kollegiale Fallberatung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine fundierte, professionelle Beziehungsgestaltung und den Einsatz spezifischer Methoden eine gelingende Resozialisierung und Integration von forensisch-psychiatrischen LangzeitpatientInnen in ein ambulantes Umfeld unterstützt werden kann.
Die Arbeit orientiert sich an verschiedenen Theorien, Modellen und fachwissenschaftlichen Diskursen der Klinischen Sozialarbeit und Psychotherapie, um handlungsleitende Prinzipien für die Praxis abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der klinisch-sozialarbeiterischen Aufgabenstellung, die Gestaltung des Übergangs aus der forensischen Klinik, die theoretischen Grundlagen der Beziehungsgestaltung (Nähe/Distanz, Arbeitsbündnis), Gesprächsführungsmethoden sowie Strategien zur praktischen Umsetzung und Krisenbewältigung.
Wesentliche Begriffe sind Klinische Sozialarbeit, Resozialisierung, Maßregelvollzug, Arbeitsbündnis, Übertragung/Gegenübertragung und Motivierende Gesprächsführung.
Der Fokus liegt auf der spezifischen Klientel der forensisch-psychiatrischen LangzeitpatientInnen, bei denen der Übergang aus einem hochgradig strukturierten, geschlossenen System in die Freiheit eine besondere methodische Reflexion der Beziehungsgestaltung erfordert.
Es bietet eine Möglichkeit, Beständigkeit in der Beziehungsarbeit trotz wechselnder Leistungserbringer zu gewährleisten und die übergreifende Kommunikation im ambulanten Setting sicherzustellen.
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