Examensarbeit, 2007
21 Seiten, Note: 1,0
1 Persönliche Motivation für die Themenwahl
1.1 Relevanz – Prävalenz – Komorbidität – und was ich darf
1.2 Symptombetrachtung als Erfolgsbaustein in der Therapie
2 Die Störung – Klaustrophobie
2.1 Klassifikation nach ICD 10
2.2 Ätiologie
2.2.1 Klassische Neurosenlehre
2.2.2 Verhaltenstherapeutisches Ursachenkonzept
2.2.3 Fazit für die Ursachen der Klaustrophobie
2.3 Einordnung in die Typologie der Neurosen
2.4 Definition der Störung
2.5 Symptome der Störung
2.5.1 Exkurs: Panikstörung
3 Die Intervention – Flooding
3.1 Methodenbeschreibung – Was ist Flooding?
3.1.1 Andere Methoden der Reizkonfrontation
3.2 Wirkungsweisen der Konfrontationstherapien
3.3 Dauer der Behandlung
3.4 Wirksamkeit der Methode
3.4.1 Unterstützende Therapien
3.4.2 Unspezifische Wirkfaktoren
3.5 Voraussetzungen für die Anwendung in der Therapiemethode
3.5.1 Erstgespräch
3.5.2 Diagnostik der Phobie
3.5.3 Kognitive Vorbereitung
4 Das Fallbeispiel
4.1 Diagnose - Klaustrophobie
4.2 In- vivo- Expositionsbeispiel - Flooding
4.3 Therapieunterstützung durch Psychopharmaka
5 Resumé
Die vorliegende Arbeit untersucht das verhaltenstherapeutische Interventionsverfahren des Flooding (Reizüberflutung) zur Behandlung phobischer Störungen, insbesondere der Klaustrophobie. Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe, die praktische Anwendung und die Wirksamkeit der Methode darzustellen und in ein Gesamtkonzept der Psychotherapie einzuordnen.
Wirkungsweisen der Konfrontationstherapien
Bei einer Reizkonfrontation kommt es erst zum Anstieg der Angst, weil nicht mehr vermieden oder geflüchtet wird. Wenn sich die Person wirklich auf die Situation einlässt, die Angst akzeptiert und nicht versucht sich abzulenken oder zu katastrophisieren, kommt es zu einem Nachlassen der Angst – Habituation. (vgl. Tölle, Windgassen, Psychiatrie, 2003, S.334)
Der Patient sollte so lange in der Situation verbleiben, bis die Angst verschwunden ist oder deutlich geringer empfunden wird. Dabei ist eine möglichst gelassene und abwartende Haltung – ein sich bewusst Einlassen – der Person von Vorteil. Wird versucht, den Rückgang der Angst zu erzwingen, kann der Körper spüren, dass Angst in der Situation doch vielleicht notwendig ist und die Angst bleibt. (vgl. Norman- Ehlert, Therapieausbildung, 2007)
Vermeidungsstrategien – auch kognitiver Art – müssen unterbunden werden.
Der Patient macht wirkungsrelevante Erfahrungen:
• Therapeut begibt sich mit ihm in Problemsituation und ermutigt zum „Durchhalten“ – wenn nötig auch mit „Härte“
• die erwarteten negativen Handlungskonsequenzen > Angstsymptome < schwächen sich ab / bleiben aus
• die Angst wächst nicht wie befürchtet ins Uferlose
• die (Un-)Gefährlichkeit der Angstsituationen wird realistisch erkannt
• er verfügt selbst über Bewältigungsfähigkeiten
Durch die Exposition wird die negative Reaktion verhindert. Dadurch setzt ein positiver Lernprozess ein, den er zudem selbst beeinflusst – aus eigener Kraft bewirkt.
1 Persönliche Motivation für die Themenwahl: Der Autor erläutert die Relevanz von Angststörungen in der therapeutischen Praxis und begründet seine Entscheidung für das Verfahren des Flooding.
2 Die Störung – Klaustrophobie: Dieses Kapitel behandelt die Klassifikation, Ätiologie und Symptomatik der Klaustrophobie aus sowohl tiefenpsychologischer als auch verhaltenstherapeutischer Sicht.
3 Die Intervention – Flooding: Hier werden die theoretischen Grundlagen, Wirkungsweisen, Dauer und Voraussetzungen der Flooding-Methode detailliert beschrieben und von anderen Verfahren abgegrenzt.
4 Das Fallbeispiel: Der Autor illustriert das theoretisch Erarbeitete anhand eines konkreten klinischen Falls einer Klaustrophobie inklusive Diagnostik und In-vivo-Exposition.
5 Resumé: Das Resümee betont die Notwendigkeit einer methodenspezifischen, aber integrativen Therapie bei Angststörungen und unterstreicht die Effektivität des Flooding.
Flooding, Reizüberflutung, Klaustrophobie, Phobie, Verhaltenstherapie, Reizkonfrontation, In-vivo-Exposition, Angststörung, Habituation, Symptombehandlung, Psychotherapie, Patientenproblematik, Diagnostik, Lernprozess, Angstbewältigung.
Die Arbeit befasst sich mit dem verhaltenstherapeutischen Interventionsverfahren „Flooding“ oder „Reizüberflutung“ und dessen Wirksamkeit bei der Behandlung von phobischen Störungen, speziell am Beispiel der Klaustrophobie.
Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen der Angstentstehung (tiefenpsychologisch und verhaltenstherapeutisch), Methoden der Reizkonfrontation, Voraussetzungen für die Therapie sowie die praktische Umsetzung einer Exposition.
Ziel ist es, die theoretische Fundierung des Flooding-Verfahrens aufzuzeigen und zu demonstrieren, wie durch gezielte, intensive Konfrontation eine nachhaltige Symptomlinderung erreicht werden kann.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Fachquellen, Theorien zur Lerngeschichte und die klinische Darstellung eines Patienten-Fallbeispiels.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Störungsursachen, die detaillierte Methodenbeschreibung des Flooding sowie die Darstellung der therapeutischen Vorbereitung und Durchführung.
Zentrale Begriffe sind Flooding, Klaustrophobie, Reizkonfrontation, In-vivo-Exposition, Habituation und Verhaltenstherapie.
Die kognitive Vorbereitung ist essentiell, um den Patienten zum Spezialisten seiner Störung zu machen, wodurch er durch Erkennen und Verstehen seiner Ängste seine eigene Bewältigungskompetenz stärkt.
Während das Flooding als Reizüberflutung in der Realität (in vivo) ohne Abstufung arbeitet, erfolgt die Systematische Desensibilisierung gestuft und primär in der Vorstellung des Patienten (in sensu).
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