Bachelorarbeit, 2008
51 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1. Umlagefinanzierung vs. Kapitaldeckung
2.2. Bismarck vs. Beveridge
3. Hintergrund
4. Modell van Groezen et al. (2001)
4.1. Annahmen
4.2. Das soziale Sicherungssystem
4.2.1. Individuelles Optimum
4.2.2. Optimum des sozialen Planers
4.2.3. Soziales vs. Individuelles Optimum
4.3. Staatliche Eingriffe
4.4. Umgestaltung der sozialen Sicherung
4.4.1. Einführung eines Kindergeldes
4.4.2. Reduzierung des Rentensystems
4.5. Fazit
5. Modell Fenge und Meier (2004)
5.1. Annahmen
5.2. Optimalbedingung der Haushalte
5.3. Komparative Statik
5.4. Optimaler Kindfaktor
5.5. Fazit
6. Zusammenfassung
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, Möglichkeiten zu untersuchen, wie durch staatliche Eingriffe in einem umlagefinanzierten Rentensystem mit endogener Fertilität eine gesellschaftlich pareto-effizientere Kinderzahl erreicht werden kann, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.
4.2.1. Individuelles Optimum
Jeder Haushalt der Volkswirtschaft beabsichtigt seinen Nutzen, beschrieben durch die Funktion U(c_t^y, n_t, c_{t+1}^o), zu maximieren. Mit den Gleichungen (3) und (4) werden die auf den Nutzen Einfluss nehmenden Variablen näher beschrieben. Durch Differenzierung der Nutzenfunktion nach der Kinderzahl n_t und dem Konsum der Alten c_{t+1}^o können die optimalen Werte der Individuen, im weiteren Verlauf der Arbeit mit einem * gekennzeichnet, für die beiden Größen ermittelt werden.
Der optimale Konsum der jungen arbeitenden Bevölkerung (8) stellt den Konsum im Alter dar, welcher diskontiert ist zum Marktzins und dem eigenen individuellen Diskontfaktor. Je höher der Marktzins r oder der eigene Diskontfaktor \beta ist, desto niedriger fällt der Konsum in t aus.
1. Einleitung: Beschreibt den demografischen Wandel und den Konstruktionsfehler heutiger Rentensysteme, die den Zusammenhang zwischen Kindern und Altersvorsorge vernachlässigen.
2. Begriffsklärung: Differenziert zwischen Umlageverfahren und Kapitaldeckungsverfahren sowie den Grundkonzepten Bismarck-Modell und Beveridge-Modell.
3. Hintergrund: Analysiert die demografische Entwicklung in Deutschland und die damit verbundene Belastung durch steigende Altersquotienten.
4. Modell van Groezen et al. (2001): Entwickelt ein Modell, in dem Fertilität endogen ist, und analysiert staatliche Eingriffe wie Kindergeld und Rentenbeitragsreduzierungen.
5. Modell Fenge und Meier (2004): Stellt das Instrument der fertilitätsbezogenen Rente vor, um Anreize für eine markttaugliche Kinderzahl zu setzen.
6. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse zusammen, dass eine Anreizgestaltung durch Kindergeld oder fertilitätsbezogene Renten möglich ist, während die Reduzierung von Beiträgen zur Schuldentilgung keinen pareto-effizienten Weg darstellt.
Fertilität, Umlagefinanziertes Rentensystem, Demografischer Wandel, Kindergeld, Fertilitätsbezogene Rente, Individuelles Optimum, Sozialer Planer, Kapitalverwässerung, Altersquotient, Pareto-Effizienz, Generationenvertrag, Rentenversicherung, Altersvorsorge, Endogene Fertilität, Bevölkerungsstruktur.
Die Arbeit untersucht, wie staatliche Anreizsysteme in einem umlagefinanzierten Rentensystem dazu genutzt werden können, um eine sozial optimale Geburtenrate zu fördern und die Stabilität der Rentensysteme angesichts der Bevölkerungsalterung zu sichern.
Zentrale Themen sind die ökonomischen Modelle der Altersvorsorge, die Analyse der Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Rentenniveau sowie die Wirksamkeit politischer Instrumente wie Kindergeld oder fertilitätsbezogener Renten.
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob der Staat durch geeignete Instrumente die individuell gewählte Kinderzahl so beeinflussen kann, dass ein pareto-effizienterer Zustand für die Gesellschaft entsteht.
Die Arbeit nutzt modelltheoretische Ansätze, insbesondere Modelle überlappender Generationen (OLG), um unter Verwendung von Nutzenfunktionen und Budgetrestriktionen die optimalen Entscheidungen von Haushalten und sozialen Planern mathematisch herzuleiten und zu vergleichen.
Im Hauptteil werden zwei spezifische Modelle (van Groezen et al. sowie Fenge und Meier) detailliert vorgestellt, die Annahmen über Renten- und Kindergeldsysteme treffen und daraus die Auswirkungen auf das Arbeitsangebot und die Fertilität ableiten.
Wichtige Begriffe sind Fertilität, umlagefinanziertes Rentensystem, demografischer Wandel, Altersquotient, Pareto-Effizienz und staatliche Anreizmechanismen.
Das Trittbrettfahren entsteht, weil Individuen im umlagefinanzierten System Rentenansprüche erwerben können, ohne selbst Kinder zu erziehen, die das System in der nächsten Periode finanzieren. Dies führt dazu, dass Individuen weniger Kinder bekommen, als für die Stabilisierung des Systems notwendig wären.
Dieser Effekt tritt auf, wenn durch eine zu hohe Anzahl an Kindern das verfügbare Kapital pro Erwerbstätigen sinkt, was ceteris paribus zu einem geringeren Produktionsergebnis und damit potenziell niedrigeren Renten in der Zukunft führen kann.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass eine reine Reduzierung der Rentenbeiträge, finanziert durch Staatsschulden, keinen Anreiz zur Fertilitätssteigerung bietet und keine Pareto-Verbesserung bewirkt.
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