Bachelorarbeit, 2008
40 Seiten, Note: 2,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
0. Einleitung
1. Der ästhetische Gegenstand „Fußball“ in Prosa
1.1 Peter Handke – „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“
1.2 Friedrich Christian Delius - „Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde“
2. Der ästhetische Gegenstand „Fußball“ in Lyrik
2.1 Eckhard Henscheid - „Hymne auf Bum Kun Cha“
2.2 Jörg Fauser – „Fat City Fußball Blues“
3. Der ästhetische Gegenstand „Fußball“ im Film
3.1 Filmdidaktik und Filmanalyse im Deutschunterricht
3.2 Sönke Wortmann – „Das Wunder von Bern“
4. Der ästhetische Gegenstand „Fußball“ beim kreativen Schreiben
4.1 Einführung in die Theorie des kreativen Schreibens
4.2 Der ästhetische Gegenstand „Fußball“ als inhaltlicher Gegenstand kreativer Schreibübungen
5. Die didaktische Eignung des ästhetischen Gegenstands „Fußball“ für den Deutschunterricht
5.1 Zur Didaktik des Deutschunterrichts
5.2 Zur didaktischen Relevanz des ästhetischen Gegenstands „Fußball“
6. Methodische Vorschläge zum ästhetischen Gegenstand „Fußball“ für den Deutschunterricht
6.1 Methodische Vorschläge zu inhaltlichen Aspekten des ästhetischen Gegenstands „Fußball“
6.2 Methodische Vorschläge zu sprachlichen und weiteren Aspekten des ästhetischen Gegenstands „Fußball“
7. Schlussbemerkung
8. Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht die didaktische und methodische Integration des Fußballs als ästhetischen Gegenstand in den Deutschunterricht, um Lernprozesse zu motivieren und aktuelle gesellschaftliche sowie medienkritische Kompetenzen zu fördern.
1.1 Peter Handke – „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“
„Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ ist heute zu einer Phrase geworden, die selbst nicht allzu aufmerksamen Beobachtern der Fußballberichterstattung nur zu bekannt erscheinen dürfte. Geprägt wurde sie durch die gleichnamige Erzählung Peter Handkes, welche die Geschichte des ehemaligen Fußball-Torhüters Josef Bloch schildert. Dabei handelt es sich auf einer ersten Ebene um eine kurze Kriminalgeschichte, auf einer zweiten, tiefgründigeren und bedeutsameren Ebene aber um eine Art Charakterstudie, die Blochs verzerrtes Bewusstsein und seine Ängste thematisiert. Scheiternde Kommunikation, übersteigerter Interpretationsdrang und daraus resultierend, die Entfremdung des Individuums von der Gesellschaft sind zentrale Motive in Handkes Erzählung. Schon die erste Szene und somit der Ausgangspunkt des weiteren Geschehens basiert auf diesen Motiven.
„Dem Monteur Josef Bloch, der früher ein bekannter Tormann gewesen war, wurde, als er sich am Vormittag zur Arbeit meldete, mitgeteilt, daß er entlassen sei. Jedenfalls legte Bloch die Tatsache, daß bei seinem Erscheinen in der Tür der Bauhütte, wo sich die Arbeiter gerade aufhielten, nur der Polier von der Arbeit aufschaute, als eine solche Mitteilung aus und verließ das Baugelände“
Die Kommunikation zwischen Bloch und seinen Arbeitskollegen scheitert, er interpretiert dies scheinbar über und entfremdet sich durch seine Rückschlüsse von ihnen, indem er seine Arbeitsstelle verlässt.
0. Einleitung: Die Arbeit begründet die Behandlung von Fußball als ästhetischem Gegenstand aufgrund dessen Allgegenwärtigkeit und gesellschaftlicher Relevanz.
1. Der ästhetische Gegenstand „Fußball“ in Prosa: Es werden Erzählungen von Peter Handke und Friedrich Christian Delius analysiert, um Motive wie Entfremdung und gesellschaftliche Identitätssuche aufzuzeigen.
2. Der ästhetische Gegenstand „Fußball“ in Lyrik: Anhand von Gedichten von Eckhard Henscheid und Jörg Fauser wird die satirische sowie melancholische Auseinandersetzung mit dem Sport untersucht.
3. Der ästhetische Gegenstand „Fußball“ im Film: Dieses Kapitel führt in die Filmdidaktik ein und analysiert Sönke Wortmanns „Das Wunder von Bern“ hinsichtlich seiner Eignung für den Deutschunterricht.
4. Der ästhetische Gegenstand „Fußball“ beim kreativen Schreiben: Das Kapitel erläutert das Konzept des kreativen Schreibens und bietet Anregungen, Fußball als inhaltlichen Ausgangspunkt für produktive Schülertexte zu nutzen.
5. Die didaktische Eignung des ästhetischen Gegenstands „Fußball“ für den Deutschunterricht: Hier erfolgt eine theoretische Einbettung in die Deutsch- und Literaturdidaktik zur Begründung der unterrichtlichen Relevanz.
6. Methodische Vorschläge zum ästhetischen Gegenstand „Fußball“ für den Deutschunterricht: Es werden konkrete methodische Anleitungen zur praktischen Umsetzung in Unterrichtsreihen präsentiert.
7. Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert die Eignung des Fußballs als motivierenden Gegenstand zur Förderung unterschiedlicher Lernprozesse.
8. Literatur: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendete Primär- und Sekundärquellen auf.
Fußball, Deutschunterricht, Literaturdidaktik, Filmdidaktik, Kreatives Schreiben, Identitätsfindung, Medienkritik, Sportliteratur, Peter Handke, Friedrich Christian Delius, Sönke Wortmann, Pädagogik, Nachkriegszeit, Pubertät, Literaturverfilmung
Die Arbeit untersucht, wie das Thema „Fußball“ als ästhetischer Gegenstand literarisch, filmisch und durch kreatives Schreiben in den Deutschunterricht integriert werden kann.
Die zentralen Felder umfassen Prosa, Lyrik, Film, kreatives Schreiben sowie die didaktische und methodische Fundierung für den Unterricht.
Das Ziel ist es, die Möglichkeiten aufzuzeigen, Fußball als motivierenden Gegenstand zur Förderung von Lernprozessen und Kompetenzen im Fach Deutsch zu nutzen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur zur Literatur- und Filmdidaktik sowie auf die Untersuchung spezifischer Werke, um diese didaktisch einzuordnen.
Der Hauptteil analysiert literarische Werke und Filme, definiert didaktische Anforderungen und gibt konkrete methodische Vorschläge für den Unterricht.
Die wichtigsten Begriffe sind Fußball, Deutschunterricht, Didaktik, Kreatives Schreiben, Identität, Medienkritik und Literaturrezeption.
Während Handke den Fußball in „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ als psychologisches Symbol für Scheitern und Entfremdung nutzt, zeigt Fauser in seinem Gedicht ein melancholisches Stimmungsbild der Fankultur.
Der Film dient als exemplarischer Spielfilm, der historische Bezüge, Generationenkonflikte und die mediale Bedeutung des Fußballs in der Nachkriegszeit vereint.
Die Arbeit betont, dass Fußball die Lernmotivation durch den Bezug zur Lebenswelt der Schüler erhöht, was wiederum Lern- und Verstehensprozesse beschleunigt.
Kreatives Schreiben dient als produktionsorientiertes Verfahren, das den Schülern ermöglicht, durch Perspektivwechsel oder eigene Texte eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema zu erzielen.
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