Bachelorarbeit, 2021
67 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
2. Terminologie
2.1 Psychotrope Substanzen
2.2 Gebrauch von psychotropen Substanzen und deren Wirkung
2.2.1 Substanz Tabak
2.2.2 Substanz Alkohol
3. Substanzmissbrauch und Substanzabhängigkeit bei Jugendlichen
3.1 Einteilung der psychotropen Substanzen gemäß ICD-10
3.2 Substanzmissbrauch oder schädlicher Gebrauch?
3.3 Substanzabhängigkeit oder Sucht?
3.4 Riskanter Gebrauch/riskanter Alkoholkonsum
4. Empirische Daten zur Entwicklung eines Alkohol- und Tabakkonsums Jugendlicher
4.1 Methodik der Erhebung
4.2 Empirische Daten zum Alkohol-, Tabak-, E-Zigaretten- und E-Shisha-Konsum
5. Jugend und ihre Vulnerabilität für Alkohol und Tabak
5.1 Phänomen Lebensphase „Jugend“
5.2 Entwicklungsaufgaben innerhalb der Jugendphase
5.3 Psychologische und soziologische Merkmale
6. Schutz- und Resilienzfaktoren der heutigen Jugend
7. Prävention und Beratung
7.1 Begriff „Prävention“
7.2 Dimensionen der Suchtprävention
7.3 Konzepte und Strategien zur Alkohol- und Tabakprävention
8. Projekte zu Alkohol- und Tabakprävention im Kontext der Resilienzförderung
8.1 Präventionsprogramm „Alkohol“
8.2 Präventionsprogramm „Tabak“
8.3 Präventionsprogramm Alkohol und Tabak
8.4 Kritische Auseinandersetzung mit den Präventionsprogrammmen
9. Beratung
9.1 Begriff „Beratung“ und ihre Merkmale
9.2 Angebote der Drogen- und Suchtberatung
9.3 Praxisbeispiel zur Suchtberatung und Prävention zu Tabak und Alkohol
9.3.1 „Erwachsen werden“ – Lions Quest
9.3.2 Kritische Auseinandersetzung mit dem Praxisbeispiel
10. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Konsum von legalen Substanzen wie Tabak und Alkohol bei Jugendlichen im Kontext von Präventions- und Beratungsangeboten. Ziel ist es, die begünstigenden Faktoren für diesen Substanzkonsum in der Jugendphase zu identifizieren, die Wirksamkeit aktueller Interventionsmaßnahmen zu bewerten und die Bedeutung von Resilienz- und Schutzfaktoren für eine gesunde Entwicklung der Jugendlichen herauszuarbeiten.
2.2.1 Substanz Tabak
Schon die Ureinwohner rauchten, kauten und schnupften getrocknete Tabakblätter während kultischer und medizinischer Rituale. Ursprünglich kommt die Pflanze (Nicotiana tabacum) aus den nord- und südamerikanischen Gegenden und sollte für Heilzwecke eingesetzt werden. Jedoch wurde die Pflanze nie zu medizinischen Zwecken eingesetzt, sondern wurde zum Statussymbol und von den Konsumenten in Pfeifen oder in Form von Zigarren geraucht. Um der Nachfrage nach Tabak gerecht werden zu können, stellte die Industrie fertige Zigaretten her und garantierte den Zugang zum Tabakkonsum für jedermann (vgl. DHS 2021b). Es ist festzustellen, dass Tabak neben Alkohol die am weitesten verbreitete Substanz ist, welche das hohe Potenzial besitzt, Konsumenten in eine Suchtabhängigkeit zu führen. Zudem enthält dieser noch über 5.000 weitere gesundheitsschädliche Substanzen wie beispielsweise „Blei, Cadmium, Benzol, Formaldehyd, Aluminium und Kohlenmonoxid“ (ebd.), welche zudem nachweislich krebserregend sind.
Aktuell sind Schnupf- und Kautabak sowie Zigarren aus der Mode gekommen, wohingegen Shishas und E-Zigaretten immer attraktiver werden, vor allem bei Jugendlichen. E-Zigaretten sind handgerechte kleine elektronische Geräte, welche mit aromatisiertem Liquide und/oder nikotinhaltigen Liquids (Flüssigkeiten) verkauft werden. Shishas sind Wasserpfeifen, welche mithilfe eines gekühlten Wasserschlauches und Tabak Rauch eingeatmet wird. Hier gibt es zudem vielfältige Geschmacksrichtungen, welche oft einen süßen Geschmack im eingeatmeten Rauch hervorhebt. Die beiden neuen Trends des Rauchens unterscheiden sich in der Ausführung und Zusammensetzung. Die Wasserpfeife wird geraucht, wohingegen die E-Zigarette inhaliert wird. Ein Zug an der Wasserpfeife entspricht einem Rauchgehalt von zehn Zigaretten. Bei den E-Zigaretten wird das Liquids in Form von Aerosol inhaliert, wobei dieses aus „Propylenglykol und/oder Glyzerin, Aromastoffe[n] und zumeist Nikotin in unterschiedlichen Konzentrationen“ (ebd.) besteht.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz sowie die aktuelle Problematik des Tabak- und Alkoholkonsums bei Jugendlichen und formuliert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.
2. Terminologie: Dieses Kapitel definiert grundlegende Begriffe wie „Droge“ und „psychotrope Substanzen“ und erläutert deren Wirkungsweisen sowie Besonderheiten bei legalen Substanzen.
3. Substanzmissbrauch und Substanzabhängigkeit bei Jugendlichen: Hier werden diagnostische Kriterien zur Unterscheidung von schädlichem Gebrauch und Abhängigkeit gemäß ICD-10 und DSM-IV dargelegt.
4. Empirische Daten zur Entwicklung eines Alkohol- und Tabakkonsums Jugendlicher: Dieses Kapitel wertet aktuelle Statistiken aus, insbesondere die Drogenaffinitätsstudie der BZgA, um Trends im Konsumverhalten Jugendlicher aufzuzeigen.
5. Jugend und ihre Vulnerabilität für Alkohol und Tabak: Es werden die psychosozialen Herausforderungen und Entwicklungsaufgaben der Jugendphase analysiert, die Jugendliche für einen Substanzmissbrauch anfällig machen können.
6. Schutz- und Resilienzfaktoren der heutigen Jugend: Das Kapitel behandelt Ressourcen, die Jugendliche stärken, sowie die Bedeutung von Schutz- und Resilienzfaktoren zur Krisenbewältigung.
7. Prävention und Beratung: Es erfolgt eine theoretische Einführung in die Konzepte der Suchtprävention und die verschiedenen Beratungsansätze im Suchthilfesystem.
8. Projekte zu Alkohol- und Tabakprävention im Kontext der Resilienzförderung: In diesem Teil werden konkrete Praxisbeispiele wie „Aktion glasklar“ und „Be smart – Don’t start“ vorgestellt und kritisch diskutiert.
9. Beratung: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle und methodischen Herausforderungen der Drogen- und Suchtberatung sowie beispielhaft das Lions-Quest-Programm.
10. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Maßnahmen in der Suchtprävention.
Jugendliche, Alkoholkonsum, Tabakkonsum, Suchtprävention, Drogenberatung, Resilienz, Lebenskompetenz, Vulnerabilität, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Suchtberatung, Gesundheitsförderung, Substanzabhängigkeit, Adoleszenz, Interventionsmaßnahmen
Die Arbeit befasst sich mit der Prävalenz und den Hintergründen des Tabak- und Alkoholkonsums bei Jugendlichen in Deutschland und analysiert, wie pädagogische und präventive Angebote sowie Suchtberatung dabei unterstützen können, Substanzmissbrauch zu verhindern.
Zu den Schwerpunkten zählen die Entwicklungspsychologie des Jugendalters, die Definition von Suchtkriterien, die Analyse empirischer Konsumdaten sowie die Darstellung verschiedener Interventionsmodelle und Beratungskonzepte.
Das Hauptziel ist es, die Entstehungsbedingungen für Substanzkonsum während der Jugendphase zu verstehen und die Wirksamkeit von Präventionsansätzen zu evaluieren, um Handlungsempfehlungen für eine erfolgreichere Suchtprävention abzuleiten.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturrecherche und die Auswertung bestehender wissenschaftlicher Studien und Forschungsberichte (insbesondere der BZgA) zu Konsumtrends und Interventionsprogrammen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sucht und Abhängigkeit, eine empirische Situationsanalyse, die Untersuchung der spezifischen Vulnerabilität von Jugendlichen sowie die detaillierte Vorstellung und kritische Reflexion erfolgreicher Präventionsprojekte.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Suchtprävention, Jugendphase, Resilienzförderung, Lebenskompetenzen, Substanzmissbrauch und Beratungsansätze definiert.
Die Arbeit betont, dass das familiäre Umfeld einen der stärksten Einflüsse auf den Drogenkonsum hat. Dennoch kritisiert die Autorin, dass Eltern in aktuellen schulischen Präventionsprogrammen oft zu wenig als begleitende Akteure integriert werden.
Die Schule wird als der effektivste Ort für präventive Maßnahmen angesehen, da hier die Zielgruppe direkt erreicht wird. Die Autorin fordert daher eine festere Integration von Lebenskompetenzprogrammen in den regulären Lehrplan.
Die Ergebnisse zeigen, dass reine Informationsvermittlung weniger effektiv ist als Programme, die die Persönlichkeitsentwicklung, Lebenskompetenzen und die aktive Beteiligung der Jugendlichen (z. B. durch Rollenspiele) in den Fokus rücken.
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