Bachelorarbeit, 2008
83 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
Aufbau der Arbeit
1 Das Phänomen männlicher Jugendgewalt im Spiegel der Statistik
1.1 Interpretation themenrelevanter Begriffe
1.1.1 Kriminalität und Jugendkriminalität
1.1.2 Jugend in der Jugendkriminalität
1.1.3 Jugend und Gewalt
1.2 Erscheinungsformen von Jugendkriminalität
1.2.1 Gewaltkriminalität
1.3 Begriff und Möglichkeiten kriminalstatistischer Analyse
1.4 Statistischer Exkurs
2 Theoretische Zugänge zur geschlechtsspezifischen Sozialisation
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Sozialisation
2.1.2 Identität
2.2 Sozialisationsinstanzen und ihre Merkmale
2.2.1 Primäre Sozialisation – Familie
2.2.2 Sekundäre Sozialisation – Schule, Medien und peer-group
2.2.3 Tertiäre Sozialisation – Erwachsenensozialisation
2.3 Sozialisationstheoretische Einführung
2.4 Identitäts- und Ich-Entwicklung nach Erikson
2.4.1 Theorie des psychosozialen Modells der Entwicklung
2.4.2 Das Stufenmodell von Erikson
2.4.3 Resümee
2.4.4 Kritische Würdigung
2.5 Identität durch Gewalt nach Kersten
2.5.1 Soziale Interaktionen und hegemoniale Männlichkeit
2.5.2 Männlichkeitsentwürfe und ihr kultureller Bezug
2.5.3 Kriminalität vs. Männlichkeitsfunktion
2.5.4 Resümee
3 Fallbeispiel - Alexander L.
3.1 Familiäre Situation
3.2 Schulische Situation, Ausbildung und Wehrdienst
3.3 Sozialverhalten
3.4 Delinquentes Verhalten
3.5 Auflagen und Weisungen aus dem Urteil gegenAlexander L.
4 Die Bedeutung der Theorien für die Identitätsentwicklung des Alexander L.
5 Macht jugendliche Gewalt Sinn?
6 Konsequenzen für Gesellschaft, Politik und Institutionen sozialer Hilfe und Kontrolle
6.1 Gesellschaftliche und politische Konsequenzen
6.2 Konsequenzen für die Sozialisationsinstanzen
6.3 Konsequenzen auf der individuellen Ebene
6.4 Konzepte zur Gewaltprävention in der Jungenarbeit
6.5 Intervention und Repressive Maßnahmen bei Jugendgewalt
6.6 Resümee
7 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Phänomen männlicher Jugendgewalt vor dem Hintergrund soziologischer und psychoanalytischer Theorien zur Identitätsbildung. Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Gewaltanwendung und der Identitätsentwicklung männlicher Jugendlicher zu ergründen und dies anhand eines praxisnahen Fallbeispiels zu reflektieren.
Die Bedeutung der Theorien für die Identitätsentwicklung des Alexander L.
Bei der nachfolgenden Analyse des Lebenslaufes von Alexander L. hinsichtlich des Stufenmodells von ERIKSON kann sich nur auf jenen Zeitabschnitt gestützt werden, der die fünfte Stufe in dem genannten Modell beschreibt. Grund hierfür ist die Tatsache, dass für die Zeit vor und nach der Adoleszenz keine substanziellen biographischen Daten von Alexander L. vorlagen.
Wie aus der Biographie des Fallbeispiels bereits ersichtlich, wechselte Alexander L. nach Beendigung der neunten Klasse an eine Realschule, da er keine Lust hatte, das bisher besuchte Gymnasium zu beenden. Im Anschluss an die Schulzeit musste er unverschuldet seine Berufsausbildung aufgeben und lehnte eine weiterführende Ausbildung ab. Um sich nach diesem Abbruch zu finanzieren, jobbte er in der Folgezeit gelegentlich. Beide gezeigten Verhaltensweisen, die Leistungsverweigerung in der Schule und das Ausschlagen des Angebots zur Fortführung der Lehre lassen Entsprechungen zu den in der fünften Phase von ERIKSON beschriebenen Merkmalen erkennen.
1 Das Phänomen männlicher Jugendgewalt im Spiegel der Statistik: Dieses Kapitel liefert eine statistische Basis zur Gewaltkriminalität bei Jugendlichen und definiert zentrale Begriffe der Arbeit.
2 Theoretische Zugänge zur geschlechtsspezifischen Sozialisation: Es werden grundlegende Sozialisationstheorien erörtert, wobei ein besonderer Fokus auf die Identitätsmodelle von Erikson und Kersten gelegt wird.
3 Fallbeispiel - Alexander L.: Detaillierte biographische Darstellung eines männlichen jugendlichen Straftäters, basierend auf Berichten und Interviews.
4 Die Bedeutung der Theorien für die Identitätsentwicklung des Alexander L.: Anwendung der in Kapitel 2 eingeführten Theorien auf das Fallbeispiel, um die delinquente Entwicklung zu erklären.
5 Macht jugendliche Gewalt Sinn?: Sozialwissenschaftliche Untersuchung darüber, ob Gewalt als sinnstiftendes Instrument der Identitätsbildung dienen kann.
6 Konsequenzen für Gesellschaft, Politik und Institutionen sozialer Hilfe und Kontrolle: Diskussion präventiver und repressiver Maßnahmen sowie deren Bedeutung für die Soziale Arbeit.
7 Schlussbetrachtung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage zur Identitätsstiftung durch Gewalt.
Jugendgewalt, männliche Identität, Sozialisation, Identitätsbildung, Erikson, Kersten, Fallbeispiel, Delinquenz, Gewaltprävention, Sozialarbeit, hegemoniale Männlichkeit, peer-group, Adoleszenz, Kriminalstatistik, Resozialisierung.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Bildung männlicher Identität durch Gewalt beeinflusst wird und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Im Zentrum stehen die Konzepte männlicher Sozialisation, die Bedeutung von Gewalt als identitätsstiftendes Element sowie Präventionsmöglichkeiten in der Jugendhilfe.
Das Ziel ist es, durch eine Verknüpfung wissenschaftlicher Theorien mit einem konkreten Fallbeispiel ein besseres Verständnis für die Ursachen männlicher Jugendgewalt zu schaffen.
Es werden primär psychoanalytische Ansätze zur Identitätsentwicklung (nach Erikson) und soziologische Kriminalitätstheorien (nach Kersten) verwendet.
Neben der theoretischen Fundierung liegt der Fokus auf der Analyse der Biografie eines jugendlichen Straftäters und der kritischen Reflexion über den Sinn von Gewalt.
Die Arbeit ist im Bereich der Sozialpädagogik und Kriminologie angesiedelt, mit Fokus auf Geschlechterforschung, Gewaltprävention und Identitätsentwicklung.
Es dient dazu, die theoretischen Konzepte von Erikson und Kersten praxisnah an einer individuellen Biografie zu spiegeln und auf ihre Anwendbarkeit zu prüfen.
Gewalt wird oft als kompensatorisches Mittel wahrgenommen, um in einer als desolat empfundenen Lebenssituation ein Gefühl von Männlichkeit und Anerkennung zu erzeugen.
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