Magisterarbeit, 2008
100 Seiten, Note: 1,3
Die Magisterarbeit befasst sich mit der Semantisierung des Andalusischen in den „dramas rurales“ von García Lorca. Ziel ist es, die spezifische Bedeutung des Andalusischen in Lorcas dramatischem Werk zu untersuchen und aufzuzeigen, wie Lorca das Andalusische als sprachlichen, kulturellen und räumlichen Bezugspunkt in seinen Stücken verwendet. Die Arbeit analysiert die verschiedenen Aspekte der Semantisierung des Andalusischen, darunter die Archaisierung, die Sprachsemantik und die Raumsemantik.
Die Einleitung stellt den historischen und kulturellen Kontext der „dramas rurales“ von García Lorca dar. Sie beleuchtet die Bedeutung des Andalusischen als kulturelle Identität in Spanien und die Rolle des „andalucismo“ in Lorcas Werk. Die Einleitung führt außerdem in die Thematik der Semantisierung des Andalusischen ein.
Das Kapitel „Semantik der Archaisierung“ untersucht die Verwendung archaischer Elemente in Lorcas „dramas rurales“. Es analysiert die Rolle der griechischen Tragödie und die Inszenierung eines archaischen Andalusiens in Bodas de sangre und Yerma. Außerdem wird der archaische Fruchtbarkeitskult in Lorcas Stücken beleuchtet.
Das Kapitel „Sprachsemantik“ befasst sich mit der Verwendung der andalusischen Sprache in Lorcas „dramas rurales“. Es analysiert die Funktion des „Lyrismus“ und die Inszenierung der ländlichen Sprache in Lorcas Stücken. Außerdem wird die Bedeutung des „qué dirán“ und des Ehrenkodex in Lorcas Werk untersucht.
Das Kapitel „Raumsemantik“ analysiert die räumliche Semantisierung des Andalusischen in Lorcas „dramas rurales“. Es untersucht die Bedeutung von „geschlossenen“ und „offenen“ Räumen in Lorcas Stücken und die Verbindung von Realismus und Stilisierung in Lorcas Werk.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die „dramas rurales“ von García Lorca, die Semantisierung des Andalusischen, die kulturelle Identität, die Archaisierung, die Sprachsemantik, die Raumsemantik, der „Lyrismus“, die ländliche Sprache, der „qué dirán“, der Ehrenkodex, der Realismus und die Stilisierung.
Damit ist gemeint, dass Lorca Andalusien nicht bloß als Kulisse nutzt, sondern andalusische Elemente (Sprache, Mythen, Räume) mit tieferer poetischer Bedeutung auflädt, um universelle menschliche Tragödien darzustellen.
Zu Lorcas ländlichen Dramen zählen insbesondere "Bodas de sangre" (Bluthochzeit) und "Yerma", in denen die andalusische Realität eng mit tragischen Visionen verwoben ist.
Lorca schlägt eine Brücke zwischen dem ländlichen Andalusien und der griechischen Tragödie. Er nutzt archaische Symbole wie Fruchtbarkeitskulte und Mythen, um zeitlose Konflikte zu inszenieren.
Er verwendet eine stilisierte Form der ländlichen Sprache, die durch "Lyrismus" geprägt ist. Dabei geht es weniger um Realismus als um die emotionale und soziokulturelle Fundierung der Charaktere.
Der Ehrenkodex und das "qué dirán" (was die Leute sagen werden) sind zentrale soziokulturelle Motive, die das Handeln der Figuren in der geschlossenen andalusischen Gesellschaft bestimmen und oft in die Katastrophe führen.
Lorca unterscheidet zwischen "geschlossenen" Räumen (Häuser als Gefängnisse) und "offenen" Räumen (Natur als Ort der Freiheit oder Gefahr), was die innere Verfassung der Protagonisten widerspiegelt.
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