Bachelorarbeit, 2014
91 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Fehler in Mensch-Maschine-Systemen
2.2 Psychologische Auffassung von menschlichen Fehlern
2.2.1 Darstellung des Dirty Dozen-Konzepts
2.2.2 Theoretischer und empirischer Forschungsgegenstand
2.2.3 Bewertung
2.3 Poka Yoke als Methode der menschlichen Fehlervermeidung
2.3.1 Darstellung der Methode Poka Yoke
2.3.2 Theoretischer und empirischer Forschungsgegenstand
2.3.3 Bewertung
2.4 Die Methode Poka Yoke im Verhältnis zum Dirty Dozen-Konzept
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Durchführung
4 Ergebnisse
4.1 Datenaufbereitung
4.1.1 Transkription
4.1.2 Datenanalyse
4.2 Ergebnisdarstellung
4.2.1 Quantitative Ergebnisdarstellung
4.2.2 Qualitative Ergebnisdarstellung
4.3 Beantwortung der Fragestellung
5 Diskussion
5.1 Ergebnisinterpretation
5.2 Diskussion methodischer Aspekte
5.2.1 Stichprobe
5.2.2 Durchführung
5.2.3 Datenaufbereitung
5.3 Fazit
6 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht explorativ, inwieweit die Qualitätsmanagementmethode Poka Yoke geeignet ist, menschliche Fehlerursachen, die auf dem Dirty Dozen-Konzept von Dupont (1997) basieren, in Mensch-Maschine-Systemen zu vermeiden. Ziel ist es, durch eine Kombination aus theoretischer Fundierung und qualitativen Experteninterviews in der Lebensmittelindustrie Interventionsmöglichkeiten zu identifizieren und die Anwendbarkeit von Poka Yoke zur präventiven Fehlervermeidung zu evaluieren.
2.3 Poka Yoke als Methode der menschlichen Fehlervermeidung
„In dem komplexen Umfeld eines Arbeitsplatzes [kann vieles] falsch laufen; jeden Tag gibt es Gelegenheiten, Fehler zu machen, die zu fehlerhaften Produkten führen. Fehler sind Verschwendung und wenn sie nicht entdeckt werden, enttäuschen sie die Kundenerwartungen bezüglich Qualität“ (Hirano, 1992, S. 17).
Die Optimierung aller Bereiche des Unternehmens ist eine Aufgabe des Total Quality Management (TQM). Unterstützend kann dieses Ziel mithilfe von Null-Fehler Programmen erreicht werden (Brüggemann & Bremer, 2012). Qualitätssteigerungen können insbesondere durch eine optimale Interaktion von Qualität, Zeit und Kosten sowie dem Faktor Arbeit, welcher die wirtschaftliche Komplexität und die Technik umschließt, gewährleitet werden. Die Voraussetzung dazu ist ein geringer Kosten- und Zeitaufwand (Zollandz, 2011).
Die Qualitätstechnik PY gewährleistet Qualität in Produkten und Prozessen durch die Vermeidung von menschlichen Fehlern (Shingo, 1991). Sie ist ein „[…] Mittel zum Erreichen einer Null-Fehler-Qualitätssicherung […]“ (Shingo, 1988, in Hirano, 1992, S. 16). Grundzüge dieser Methode sind bereits in dem von Taiichi Ohno gegründeten Toyota Production System (TPS) und dem Lean Management zu erkennen (Liker, 2004; Schmitt & Pfeiffer, 2010; Zollandz, 2011). Diese Philosophie zur Qualitäts-und Prozessoptimierung ist zielführend für die Vermeidung von Verschwendung, Fehlern und Kosten in jeder Produktionsstufe bis zum Endverbraucher (Kummer, Grün, & Jammernegg, 2009; Benes & Groh, 2011). Die folgende Darstellung, wissenschaftliche Verknüpfung und Bewertung dienen der Abbildung des Fehlervermeidungspotentials von PY.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Relevanz menschlicher Fehler in hochtechnisierten Systemen und stellt die Forschungsfrage bezüglich der Eignung von Poka Yoke zur Fehlervermeidung nach dem Dirty Dozen-Konzept.
2 Theorie: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis durch die Erläuterung von Fehlern in Mensch-Maschine-Systemen, stellt das Dirty Dozen-Konzept sowie die Poka Yoke-Methode detailliert dar und bewertet diese wissenschaftlich.
3 Methode: Der Methodenteil beschreibt das Vorgehen bei der empirischen Untersuchung, inklusive der Zusammensetzung der Stichprobe aus der Lebensmittelindustrie und der Durchführung der Experteninterviews.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Datenaufbereitung, die quantitative Häufigkeitsverteilung der Fehlerursachen sowie die qualitative Analyse der Kausalzusammenhänge und Interventionsvorschläge.
5 Diskussion: In der Diskussion werden die Ergebnisse interpretiert, kritisch hinsichtlich der methodischen Vorgehensweise reflektiert und die Validität der Untersuchung bewertet.
6 Ausblick: Der Ausblick zeigt den Bedarf für weiterführende Forschung auf, insbesondere hinsichtlich der interdisziplinären Zusammenarbeit von Ingenieuren und Psychologen sowie der Entwicklung eines prozessorientierten Modells.
Poka Yoke, Dirty Dozen-Konzept, menschliche Fehler, Fehlerursachen, Fehlervermeidung, Mensch-Maschine-Systeme, Qualitätsmanagement, Experteninterviews, Arbeitspsychologie, Arbeitssicherheit, Prozessoptimierung, Fehlermanagement.
Die Arbeit untersucht die Eignung der Qualitätsmanagementmethode Poka Yoke, um menschliche Fehlerursachen in Mensch-Maschine-Systemen zu verhindern, basierend auf dem Dirty Dozen-Konzept von Dupont.
Die zentralen Themen umfassen Fehlermanagement, psychologische Aspekte der Fehlerentstehung, technische Fehlervermeidung durch Poka Yoke sowie deren praktische Anwendung in sicherheitskritischen Bereichen wie der Lebensmittelindustrie.
Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit kann die Methode Poka Yoke menschliche Fehlerursachen nach dem Dirty Dozen-Konzept von Dupont (1997) abdecken?“
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der halbstandardisierte Experteninterviews mit Fachkräften aus der Lebensmittelindustrie sowie eine anschließende qualitative Inhaltsanalyse umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Dirty Dozen-Konzepts und der Poka Yoke-Methode, gefolgt von einer empirischen Untersuchung, die Fehlerursachen identifiziert und mit Poka Yoke-Interventionen verknüpft.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Poka Yoke, Dirty Dozen-Konzept, menschliche Fehler, Fehlerursachen, Fehlermanagement und Mensch-Maschine-Interaktion charakterisiert.
Die Interviews dienen dazu, subjektive Erfahrungen von Fachkräften zu sammeln, um kritische Ereignisse und deren Fehlerursachen in der realen Arbeitsumgebung zu identifizieren und die Praxistauglichkeit von Poka Yoke zu prüfen.
Die Arbeit stellt fest, dass Poka Yoke die meisten Fehlerursachen des Dirty Dozen-Konzepts abdecken kann, jedoch besonders effektiv bei der Vermeidung der Folgen von Fehlern ist, statt die Fehlerquelle selbst vollständig zu eliminieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

