Bachelorarbeit, 2019
48 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Die Entstehungsgeschichte
2.1 Die historische Entwicklung bis in das 21. Jahrhundert
2.2 Armutsbekämpfung als Impulsgeber
3 Das Konzept
3.1 Die Grundstruktur und ihre verschiedenen Ausgestaltungen
3.2 Das BGE als Pilotprojekt
4 Ökonomische Analyse
4.1 Fiskalische Realisierbarkeit
4.2 Sozioökonomische Effekte
5 Fazit
Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Analyse des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) als sozialstaatliches Instrument, insbesondere hinsichtlich seiner Eignung zur Armutsbekämpfung und seiner fiskalischen Realisierbarkeit unter Berücksichtigung gegenwärtiger wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen wie der Digitalisierung.
4.1 Fiskalische Realisierbarkeit
„Wenn unsere Gesellschaften zunehmend weniger in der Lage sind, soziale Sicherheit für alle herzustellen, dann müssen Gegenentwürfe sich daran messen lassen, ob das mit ihnen denn möglich wäre. […] In diesem Sinne ist es gut und wichtig, dass eine ganze Reihe von Finanzierungsmodellen vorliegt. Wer die genau anschaut, erkennt auf Anhieb eine frappierende „Gemeinsamkeit", nämlich, dass sie sich in fast allem völlig unterscheiden. Während die einen vom bestehenden Steuersystem ausgehen und da ein Grundeinkommen hineinrechnen, wollen die anderen das Steuersystem zuallererst einmal völlig abschaffen und durch ein komplett Neues ersetzen. Während die einen nur oder überwiegend an den Einkommensteuern ansetzen wollen, beharren die anderen darauf die Unternehmen mit einer Wertschöpfungsabgabe zu belasten. Während die einen möglichst hohe Umverteilungen von reich zu arm anstreben, bestehen die anderen darauf, ein BGE müsse die staatlichen Etats entlasten“94.
Prinzipiell kann die Frage, ob das Projekt des BGEs finanzierbar ist, bejaht werden. Dabei darf jedoch ein wesentlicher Punkt nicht vernachlässigt werden: die Auszahlungshöhe. Diese stellt die Rahmenbedingungen für die Finanzierung und den Finanzierungsaufwand dar. Angesichts der im dritten Kapitel vorgestellten BGE-Modelle wird deutlich, dass die verschiedenen Höhen je nach Ansatz variieren und demnach unterschiedliche Kosten für ein BGE entstehen. Die Tabelle 1 zeigt die Unterschiede zwischen einzelnen monatlichen Auszahlungshöhen eines Grundeinkommens. Bei dem Vergleich zwischen einer monatlichen Höhe von 500 Euro und 1.500 Euro ist besonders auffällig, dass sich der Finanzierungsbedarf von ca. 500 Mrd. Euro auf ca. 1,5 Bio. Euro verdreifacht. Mit steigender Höhe des Grundeinkommens, steigt dementsprechend der Finanzierungsbedarf. Folglich lässt sich daraus ableiten, dass die Klärung der Finanzierungsfrage essentiell für die Entstehung eines Grundeinkommens ist.
1 Einleitung: Einführung in das Thema BGE im Kontext von Digitalisierung und sozialem Wandel sowie Darlegung des Zieles und der Vorgehensweise der Arbeit.
2 Die Entstehungsgeschichte: Aufarbeitung der historischen Wurzeln des Grundeinkommens vom 16. bis zum 21. Jahrhundert und Diskussion der Armutsbekämpfung als treibendes Motiv.
3 Das Konzept: Detaillierte Betrachtung verschiedener BGE-Modelle und Analyse internationaler Pilotprojekte zur praktischen Anwendung des Konzepts.
4 Ökonomische Analyse: Ökonomische Bewertung der fiskalischen Realisierbarkeit mittels Machbarkeitsrechnungen sowie Untersuchung der sozioökonomischen Auswirkungen, speziell auf Beschäftigung und Armutsbekämpfung.
5 Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Ausblick auf die Zukunft des BGE, wobei die Komplexität und die Notwendigkeit weiterer empirischer Befunde hervorgehoben werden.
Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Sozialstaat, Digitalisierung, Armutsbekämpfung, Fiskalische Realisierbarkeit, Solidarisches Bürgergeld, Sozialbudget, Arbeitsmarkt, Einkommensteuer, Konsumsteuer, Demografischer Wandel, Rentensystem, Existenzminimum, Beschäftigungseffekte.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) als mögliche Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie etwa die zunehmende Digitalisierung und den demografischen Wandel.
Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung der Grundeinkommensidee, verschiedene Modellansätze, die fiskalische Finanzierbarkeit sowie sozioökonomische Effekte auf den Arbeitsmarkt und die soziale Absicherung.
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob das BGE ein geeignetes sozialstaatliches Instrument darstellt, das auf gegenwärtige und zukünftige wirtschaftliche und soziale Veränderungen reagieren kann, und ob es eine praktikable Lösung zur Armutsbekämpfung bietet.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Konzeptionsanalyse sowie der Auswertung von Statistiken und Machbarkeitsrechnungen, um die ökonomische Tragfähigkeit des BGEs zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehungsgeschichte, eine detaillierte Konzeptanalyse, eine ökonomische Analyse inklusive Machbarkeitsrechnung sowie eine Untersuchung sozioökonomischer Folgen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialstaat, Fiskalische Realisierbarkeit, Armutsbekämpfung, Digitalisierung und sozioökonomische Effekte charakterisiert.
Die Pilotprojekte dienen als internationale Fallbeispiele, um die praktische Anwendung und die Herausforderungen der Umsetzung eines Grundeinkommens oder vergleichbarer Transferleistungen zu veranschaulichen.
Die Arbeit zeigt anhand von Modellrechnungen, dass die Finanzierung eines BGEs eine enorme fiskalische Herausforderung darstellt und tiefgreifende Reformen des Steuersystems oder die Abschaffung bestehender Sozialleistungen zur Voraussetzung hätte.
Die Digitalisierung fungiert als zentraler Treiber der Debatte, da sie das Risiko von Automatisierung und Arbeitsplatzverlusten mit sich bringt, was das Interesse an neuen Formen der sozialen Sicherung wie dem BGE verstärkt.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein BGE als Ersatz für bestehende Sozialleistungen nicht zwangsläufig zu einer Reduktion der Armut führt und unter Umständen sogar die Armutssituation für einkommensschwache Gruppen verschlechtern könnte.
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