Masterarbeit, 2020
64 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Strategisches Management
2.2 Dynamic Capabilities
2.3 Agilität
2.4 Forschungsstand
3 Hypothesen
3.1 Dynamic Capabilities und Unternehmensperformance
3.2 Agilität und Unternehmensperformance
3.3 Dynamic Capabilities und Agilität
4 Methode
4.1 Selektion der Primärliteratur
4.2 Klassifikation der Variablen
4.3 Analyse der Daten
5 Ergebnisse
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung und theoretische Implikationen
6.2 Management-Implikationen
6.3 Limitationen und zukünftige Forschung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, nachzuweisen, dass Dynamic Capabilities (DC) und Agilität eine identische positive Wirkungsbeziehung auf die Unternehmensperformance aufweisen und als synonyme Konstrukte betrachtet werden können. Zudem untersucht die Arbeit, ob der ökonomische Kontext – konkret die Unterscheidung zwischen Entwicklungs- und Industrieländern – diesen Zusammenhang moderiert.
2.2 Dynamic Capabilities
Erstmalige Gedanken zu einem capability Ansatz können bei Nelson & Winter (1982) im vierten Kapitel ihres Buches gefunden werden, bei dem sie den Begriff skill wie folgt definieren: „[A] capability for a smooth sequence of coordinated behavior that is ordinarily effective relative to its objectives, given the context in which it normally occurs“ (Nelson & Winter, 1982, S. 73). Des Weiteren definieren Nelson & Winter (1982) ein Unternehmen als ein Set aus unabhängigen operationalen und administrativen Routinen, welche sich langsam auf der Basis von Performancefeedback entwickeln (Zollo & Winter, 2002, S. 340).
Ein weiterer Schritt in der Entwicklung des Begriffs dynamic capabilities ist im working paper von Teece et al. (1990) zu finden: „[T]he firm is somewhat richer than the standard resource-based view […] it is not only the bundle of resources that matter, but the mechanisms by which firms learn and accumulate new skills and capabilities, and the forces that limit the rate and direction of this process” (Teece et al., 1990, S. 11). Diese Gedanken sind von Teece & Pisano (1994) verschriftlicht und publiziert worden. Darin erläuterten sie, dass der RBV keine Erklärung dafür liefert, wie erfolgreiche Unternehmen „timely responsiveness and rapid and flexible product innovation, along with the management capability to effectively coordinate and redeploy internal and external competences” (Teece & Pisano, 1994, S. 537) demonstrieren. Weiterhin führten Teece & Pisano (1994) aus, dass es von essentieller Bedeutung ist, die sich wandelnde Natur der externen Umwelt zu betrachten und somit die Rolle des strategischen Managements (Ambrosini & Bowman, 2009, S. 31). Prinzipiell handelt es sich dabei um die Anpassung, die Integration und die Rekonfiguration interner und externer organisationaler Skills, Ressourcen und funktioneller Kompetenzen hinsichtlich einer sich wandelnden Umwelt (Teece & Pisano, 1994, S. 537). Ihr Argument basiert auf der Feststellung, dass viele oftmals erfolgreiche Unternehmen Probleme bekamen oder gar scheiterten, wenn sich deren Umgebung veränderte (Ambrosini & Bowman, 2009, S. 31).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von organisationalem Wandel dar und führt in die zentralen Konzepte der Dynamic Capabilities und der Agilität als strategische Antwort auf eine dynamische Umwelt ein.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Aufarbeitung des strategischen Managements, der Dynamic Capabilities und der Agilität, wobei deren Ursprünge im ressourcenbasierten Ansatz (RBV) hervorgehoben werden.
3 Hypothesen: Hier werden auf Basis der Literaturrecherche die Hypothesen zum positiven Zusammenhang zwischen DC/Agilität und Performance sowie zum moderierenden Einfluss des ökonomischen Kontextes hergeleitet.
4 Methode: In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen der Metaanalyse beschrieben, inklusive der Selektion der Primärliteratur, der Klassifikation der Variablen und der statistischen Analyse mittels R.
5 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Gesamtergebnisse der Metaanalysen sowie die Ergebnisse der Tests auf Publication Bias und Heterogenität.
6 Diskussion: Die Diskussion fasst die Ergebnisse zusammen, beleuchtet deren theoretische und praktische Implikationen und reflektiert die Limitationen der Studie sowie Ansatzpunkte für zukünftige Forschung.
Dynamic Capabilities, Agilität, Strategisches Management, Unternehmensperformance, Metaanalyse, Ressourcenbasierter Ansatz, Ökonomischer Kontext, Entwicklungsländer, Wettbewerbsvorteil, Organisationale Transformation, Strategische Routinen, Publication Bias, Heterogenität.
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen den strategischen Konzepten Dynamic Capabilities und Agilität sowie deren Einfluss auf die Unternehmensperformance unter Berücksichtigung unterschiedlicher ökonomischer Kontexte.
Die zentralen Themenfelder umfassen das strategische Management, die wissenschaftliche Aufarbeitung und Abgrenzung von Dynamic Capabilities und Agilität sowie die Metaanalyse ihrer Wirksamkeit in verschiedenen Märkten.
Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass Dynamic Capabilities und Agilität nahezu identische positive Auswirkungen auf die Unternehmensperformance haben und als Synonyme zu betrachten sind, wobei der ökonomische Kontext als Moderator fungiert.
Die Arbeit nutzt die Methodik der Metaanalyse, bei der eine systematische Zusammenführung und statistische Auswertung einer Vielzahl empirischer Primärstudien durchgeführt wird.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen dargelegt, Hypothesen gebildet, die methodische Vorgehensweise (Selektion, Klassifikation, Analyse) beschrieben und die empirischen Ergebnisse detailliert dargestellt.
Wesentliche Begriffe sind Dynamic Capabilities, Agilität, Unternehmensperformance, Metaanalyse und ökonomischer Kontext.
Die Metaanalyse zeigt, dass sowohl Dynamic Capabilities als auch Agilität in Entwicklungsländern einen stärkeren positiven Zusammenhang mit der Unternehmensperformance aufweisen als in Industrieländern.
Der Vorschlag basiert auf der Feststellung, dass beide Konzepte auf demselben theoretischen Fundament (RBV) basieren, in der Literatur nahezu identisch definiert werden und eine vergleichbare positive Wirkung auf die Performance zeigen.
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