Masterarbeit, 2021
80 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Forschungsstand
1.3 Gang der Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Definition der Führung
2.1.1 Grundlagen der Führungsstile
2.1.2 Abusive Supervision (Beleidigendes Führungsverhalten)
2.1.3 Ursachen von Abusive Supervision
2.1.4 Folgen von Abusive Supervision
2.2 Depressivität
2.3 Resilienz
2.4 Das Fünf-Faktoren-Modell
3. Fragestellung, Hypothesenentwicklung und Studiendesign
3.1 Fragestellung und Hypothesenentwicklung
3.2 Forschungsdesign
3.3 Pretest
3.4 Durchführung und Stichprobe
4. Methode
4.1. Operationalisierung
4.1.1 Operationalisierung von Abusive Supervision
4.1.2 Operationalisierung Depressivität
4.1.3 Operationalisierung Resilienz
4.1.4 Operationalisierung des Fünf-Faktoren-Modells
4.2 Datenauswertung
4.2.1 Bereinigung des Datensatzes
4.2.2 Messung der Konstruktreliabilität
4.2.3 Deskriptive Statistik
4.2.4 Voraussetzungsprüfung zur Inferenzstatistik
4.3 Hypothesentests
5. Zusammenfassung und Ausblick
5.1 Zusammenfassung und Diskussion
5.2 Praktische Implikationen
5.3 Limitationen & zukünftige Forschung
5.4 Fazit
Die vorliegende Masterthesis untersucht den Einfluss von feindseligem Führungsverhalten, bekannt als Abusive Supervision, auf die Depressivität von Mitarbeitenden im betrieblichen Kontext. Ziel ist es zu analysieren, ob Faktoren wie Resilienz oder die Persönlichkeitsmerkmale des Fünf-Faktoren-Modells (Big Five) den Zusammenhang zwischen aggressivem Führungsstil und psychischer Gesundheit moderieren können, um daraus Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
2.1.2 Abusive Supervision (Beleidigendes Führungsverhalten)
Abusive Supervision wurde vor allem im Jahre 2000 durch Bennet J. Tepper geprägt. Im Ursprung definiert Tepper Abusive Supervision als:
„Subordinates‘perception of the extent to which their supervisors engage in the sustained display of hostile verbal and non-verbal behaviors, excluding physical contact“ (Tepper, 2000, S. 178.).
Somit bezieht sich Abusive Supervision auf die Wahrnehmung von Unterstellten. Das Benehmen der Führungskraft muss dauerhaft als feindselig empfunden werden. Dies impliziert jedoch nur verbale und nonverbale, aber niemals physische Übergriffe. Das Ausmaß des feindseligen Verhaltens ist von der individuellen Wahrnehmung des Unterstellten geprägt und ist daher für eine subjektive Sichtweise für die Beurteilung der Führungskraft verantwortlich (Tepper, 2000).
1. Einleitung: Einführung in die Problematik von feindseligem Führungsverhalten und dessen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit sowie Formulierung der Zielsetzung.
2. Theoretischer Hintergrund: Definition zentraler Begriffe wie Abusive Supervision, Depressivität, Resilienz und Erläuterung der Big Five Persönlichkeitsdimensionen.
3. Fragestellung, Hypothesenentwicklung und Studiendesign: Ableitung der Hypothesen sowie detaillierte Erläuterung des quantitativen Forschungsdesigns mittels Online-Befragung.
4. Methode: Darstellung der Operationalisierung der Konstrukte sowie der durchgeführten statistischen Datenanalyse und Voraussetzungsprüfungen.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Diskussion der Ergebnisse der empirischen Untersuchung, Ableitung praktischer Implikationen und kritische Betrachtung der Limitationen.
Abusive Supervision, feindseliges Führungsverhalten, Depressivität, psychische Gesundheit, Resilienz, Big Five, Persönlichkeitsforschung, Führung, Arbeitsstressoren, Mitarbeiterbindung, betriebliche Gesundheitspsychologie, Arbeitszufriedenheit, quantitative Forschung, Moderationsanalyse.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss aggressives oder beleidigendes Führungsverhalten, als Abusive Supervision bezeichnet, auf die Depressivität und das psychische Wohlbefinden von Beschäftigten am Arbeitsplatz hat.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Identifikation und Messung von Abusive Supervision, die Analyse von Stressoren am Arbeitsplatz und die Untersuchung persönlicher Ressourcen wie Resilienz und die Big Five Persönlichkeitsmerkmale.
Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen schlechtem Führungsstil und Depressivität zu quantifizieren und zu prüfen, ob bestimmte psychologische Eigenschaften Mitarbeitende vor den negativen Folgen schützen können.
Es wurde ein quantitativer Ansatz in Form einer Querschnittstudie gewählt. Die Daten wurden durch einen standardisierten Online-Fragebogen erhoben und anschließend mittels Regressions- und Moderationsanalysen in SPSS ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Entwicklung der Hypothesen, die Beschreibung des Studiendesigns und der operationalisierten Messskalen sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe sind Abusive Supervision, Depressivität, psychische Gesundheit, Resilienz, Big Five und Führungsverhalten.
Obwohl ein Zusammenhang zwischen Resilienz und Depressivität besteht, konnte die Studie nicht belegen, dass eine hohe Resilienz den spezifischen negativen Einfluss von Abusive Supervision signifikant abfedert.
Die Autorin empfiehlt, die Führungskräfteauswahl kritischer zu hinterfragen, flächendeckende Feedbacksysteme wie 360-Grad-Beurteilungen einzuführen und Coachingmaßnahmen für alle Beteiligten anzubieten, um ein unterstützendes Arbeitsklima zu fördern.
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