Bachelorarbeit, 2016
61 Seiten, Note: 14
1 EINLEITUNG
2 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN
2.1 DEFINITION SOZIALE UNGLEICHHEIT
2.2 DEFINITION NICHT-AKADEMIKERKIND
2.3 DIE STRUKTUR DES DEUTSCHEN BILDUNGSSYSTEMS
3 ERKLÄRUNGSANSÄTZE ZUR ENTSTEHUNG VON BILDUNGSUNGLEICHHEIT
3.1 THEORETISCHE ERKLÄRUNGEN ZUR ENTSTEHUNG VON SOZIALER UNGLEICHHEIT
3.1.1 Pierre Bourdieus Reproduktionstheorie
3.1.2 Raymond Boudons Herkunftseffekte
3.2 DIE BEDEUTUNG VON INFORMATIONSDEFIZITEN
3.3 DIE WICHTIGKEIT DER ELTERN
3.4 DIE BENACHTEILIGUNGEN DURCH DAS DEUTSCHE BILDUNGSSYSTEM
4 DIE AKTUELLE SITUATION VON NICHT-AKADEMIKERKINDERN
4.1 STUDIEN ZUR SOZIALEN UNGLEICHHEIT IM BILDUNGSSYSTEM
4.2 STUDIEN ZUM ÜBERGANG SCHULE – HOCHSCHULE
4.3 SOZIALE MOBILITÄT IN DEUTSCHLAND
5 LÖSUNGSANSÄTZE ZUR VERBESSERUNG DER BILDUNGSCHANCEN
5.1 PRÄVENTIVE MAßNAHMEN
5.1.1 Frühkindliche Förderung
5.1.2 Ganztagsschulen
5.1.3 Reformen im Bildungssystem
5.1.4 Familienzentren
5.2 NACHHOLENDE MAßNAHMEN
5.2.1 Finanzierungshilfen
5.2.2 Studieninformationen
5.2.2.1 Berufs- und Studienorientierung in der Schule
5.2.2.2 Angebote der Hochschulen
5.2.3 Förderprogramme
5.2.3.1 ArbeiterKind.de
5.2.3.2 Chance hoch 2
6 DISKUSSION
7 SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Entscheidung zur Aufnahme eines Hochschulstudiums für Nicht-Akademikerkinder in Deutschland positiv beeinflusst werden kann, um soziale Ungleichheit abzubauen.
3.1.1 Pierre Bourdieus Reproduktionstheorie
Der französische Soziologe Pierre Bourdieu verfasste u. a. das berühmte Werk Die Feinen Unterschiede (1982) mit dem zentralen Thema soziale Ungleichheit. In seiner Untersuchung analysiert Bourdieu die Wechselwirkung zwischen Kultur und sozialer Herkunft. Er kommt zu dem Ergebnis, dass alle Geschmäcker von Menschen, wie Kunst, Literatur und Musik, von ihrer Herkunft geprägt werden. Sie sind also nicht naturgegeben (vgl. Bourdieu 1982, S. 171 ff.).
Der Grund für diesen Effekt ist der Habitus des Menschen. Der Begriff Habitus hat für Bourdieu große Relevanz. Der Habitus stellt ein dauerhaftes System an Dispositionen eines Menschen dar, nach dem er sein Handeln ausrichtet (vgl. Bourdieu 1993, S. 31 f.). Durch dieses allgemeine Einstellungsmuster wird beeinflusst, wie er Dinge wahrnimmt, denkt, handelt und fühlt (vgl. Bourdieu 1974, S. 40). Der Habitus hat Auswirkungen auf das ganze Leben eines Menschen, beispielsweise auf Kleidung, Speisen, Musik, Sportarten und Freizeitgestaltung (vgl. Bourdieu 1982, S. 277 ff.). Durch den Habitus eines Menschen lässt sich sein Verhalten erklären. Er zeigt die Möglichkeiten bzw. Grenzen, über die er verfügt (vgl. Bourdieu 1993, S. 33 f.). Der Habitus wird von einer Generation auf die nächste Generation übertragen und führt so zu sozialer Ungleichheit (vgl. Bourdieu 1982, S. 686).
1 EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz der sozialen Ungleichheit im Bildungssystem und Vorstellung der Fragestellung zur Studienentscheidung von Nicht-Akademikerkindern.
2 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN: Definition der zentralen Begriffe soziale Ungleichheit und Nicht-Akademikerkind sowie kurzer Überblick über das deutsche Bildungssystem.
3 ERKLÄRUNGSANSÄTZE ZUR ENTSTEHUNG VON BILDUNGSUNGLEICHHEIT: Theoretische Untersuchung der Ursachen durch Bourdieu und Boudon sowie Analyse von Informationsdefiziten und elterlichem Einfluss.
4 DIE AKTUELLE SITUATION VON NICHT-AKADEMIKERKINDERN: Auswertung empirischer Studien zur Bildungsungleichheit, zum Übergang Schule-Hochschule und zur sozialen Mobilität in Deutschland.
5 LÖSUNGSANSÄTZE ZUR VERBESSERUNG DER BILDUNGSCHANCEN: Darstellung präventiver und nachholender Maßnahmen wie frühkindliche Förderung, Studienberatung und spezifische Förderprogramme.
6 DISKUSSION: Bewertung und Interpretation der vorgestellten Lösungsansätze vor dem Hintergrund der theoretischen Erklärungsmodelle.
7 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage.
Soziale Ungleichheit, Bildungsgerechtigkeit, Nicht-Akademikerkinder, Bildungsaufstieg, Studienentscheidung, Übergang Schule-Hochschule, Informationsdefizit, Habitus, Herkunftseffekt, Bildungsaspiration, Präventive Maßnahmen, Nachholende Maßnahmen, ArbeiterKind.de, Chance hoch 2, Rational-Choice-Theorie
Die Arbeit analysiert die Ursachen der Bildungsungleichheit von Kindern aus nicht-akademischen Elternhäusern beim Übergang vom Gymnasium an die Hochschule und erarbeitet Lösungsansätze.
Die zentralen Felder sind die theoretische Herleitung sozialer Ungleichheit, die empirische Analyse aktueller Studien zur Bildungsbeteiligung sowie die Evaluierung von Präventions- und Fördermaßnahmen.
Die zentrale Frage ist, wie die Entscheidung für ein Hochschulstudium bei Nicht-Akademikerkindern in Deutschland durch gezielte Maßnahmen positiv beeinflusst werden kann.
Die Autorin nutzt eine umfassende Literaturrecherche und die Auswertung sowie kritische Diskussion vorhandener empirischer Studien und Berichte zur Bildungsbiografie.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erklärungen (Habitus, Herkunftseffekte), die aktuelle empirische Situation sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit präventiven und nachholenden Bildungsmaßnahmen.
Wichtige Begriffe sind Soziale Ungleichheit, Nicht-Akademikerkind, Bildungsaufstieg, Studieninformationen, Herkunftseffekt und Mentoring-Programme wie ArbeiterKind.de.
Der Habitus prägt die Dispositionen und Bildungserwartungen, was dazu führt, dass Kinder aus nicht-akademischen Familien oftmals schlechtere Voraussetzungen für den Hochschulzugang mitbringen.
Sie dient dazu, das rationale Abwägen von Kosten, Nutzen und Erfolgswahrscheinlichkeiten bei Bildungsentscheidungen zu erklären, was bei Nicht-Akademikerkindern oft gegen ein Studium ausfällt.
Mangelnde Informationen führen zu Ängsten und Fehlentscheidungen; gezielte Studieninformationen und Mentoring können das Selbstvertrauen stärken und die Entscheidung für ein Studium positiv beeinflussen.
Das Programm zeichnet sich durch ein niedrigschwelliges Peer-to-Peer-Mentoring aus, das ohne aufwendige Bewerbung für alle Interessierten zugänglich ist und durch Studierende der ersten Generation getragen wird.
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