Masterarbeit, 2018
84 Seiten, Note: 14
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 EINLEITUNG
2 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN
2.1 SOZIALE MEDIEN
2.2 MEDIENKOMPETENZ
3 FORSCHUNGSSTAND
4 AKTUELLE BEFUNDE ZU SOCIAL MEDIA
4.1 INTERNETNUTZUNG UND AKTIVITÄTEN IM NETZ
4.2 NUTZUNG VON SOCIAL-MEDIA-ANWENDUNGEN
4.3 INFORMATIONEN AUS DEM NETZ
4.4 EINSATZ VON SOZIALEN MEDIEN IM UNTERRICHT
5 POLITISCHE BILDUNG IN DER SCHULE
5.1 AUFGABEN UND ZIELE DER POLITISCHEN BILDUNG
5.2 KOMPETENZBEREICHE DER POLITISCHEN BILDUNG
5.3 INSTRUMENTE ZUR AUSWAHL VON LERNGEGENSTÄNDEN
6 FOLGEN DES DIGITALEN WANDELS
6.1 NEUE CHANCEN UND RISIKEN FÜR DEN UNTERRICHT
6.2 ZUR RELEVANZ FÜR DIE BILDUNG
6.3 AUSWIRKUNGEN AUF DEN JOURNALISMUS
6.4 BEDEUTUNG VON SOCIAL MEDIA FÜR DIE DEMOKRATIE
6.4.1 Demokratiefördernde Wirkung?
6.4.2 Demokratieschädigende Wirkung?
6.4.3 Zwischenfazit
6.5 MARKTMACHT GROßER INTERNETKONZERNE
7 KONSEQUENZEN FÜR DIE POLITISCHE BILDUNG
7.1 MEDIENKOMPETENZ, EIN ZIEL DER POLITISCHEN BILDUNG?
7.2 POLITIK UND VERANTWORTUNG
7.3 DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN FORDERUNGEN UND ZIELEN DER POLITISCHEN BILDUNG
7.3.1 Forderungen an die politische Bildung
7.3.2 Eine Analyse der Forderungen
7.4 SOZIALE MEDIEN ALS BESTANDTEIL DES POLITISCHEN UNTERRICHTS
8 DISKUSSION
9 SCHLUSSBETRACHTUNG
10 ZUSAMMENFASSUNG
11 ABSTRACT
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die politische Bildung im schulischen Kontext angesichts der durch Soziale Medien verursachten Herausforderungen ihre Bildungsaufgaben erfüllen kann. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie die politische Bildung auf die veränderten medialen Bedingungen reagieren sollte, um Mündigkeit und demokratische Teilhabe auch im digitalen Zeitalter zu sichern.
6.4.2 Demokratieschädigende Wirkung?
In seinem Aufsatz hebt Sander hervor, dass er im Gegensatz zu seinem Beitrag Neue Medien in der politischen Bildung – Herausforderungen für Schule und Lehrerausbildung aus dem Jahr 2001, in welchem er überwiegend „erwartungsfroh“ (Sander 2017b, S. 129) die Chancen von digitalen Medien thematisiert hat, heute einen eher kritischen Blick auf diese hat (vgl. ebd., S. 129 f.). Diesen Perspektivwechsel haben neben Sander noch weitere Politikdidaktiker vollzogen. Nach der anfänglichen Faszination und Euphorie über das demokratische Potenzial des digitalen Wandels, stehen aktuell eher die Risiken im Fokus. Denn Soziale Medien können demokratieschädigende Wirkungen entfalten (vgl. Emmer 2017, S. 82; vgl. Sander 2017b, S. 135). Es ist die Rede von „Entpolitisierung, Trivialisierung“ und von „politischem Verfall“ (Besand 2014a, S. 366). Daher sollen im Folgenden die negativen Auswirkungen von Social Media auf die Demokratie untersucht werden. Dabei soll geprüft werden, ob die Annahmen aus dem vorherigen Unterkapitel wirklich zutreffen.
Zunächst soll die politische Partizipation analysiert werden. Laut Bonfadelli wird die mögliche Partizipationsvielfalt im Netz nur geringfügig in Anspruch genommen (vgl. Bonfadelli 2016, o. S.). Beispielsweise zeigt die Studie Bürger online, dass durch Social Media der Anteil der aktiven Bürger/-innen nicht angestiegen ist. Demnach werden die Möglichkeiten im Netz lediglich von denjenigen Bürgerinnen und Bürgern genutzt, die sich sowieso bereits anderweitig engagieren. Somit werden Soziale Medien als zusätzliches Instrument neben den herkömmlichen Instrumenten angesehen (vgl. Emmer et al. 2011, S. 157 ff.). Zugleich zeigt die empirische Untersuchung von Russmann, dass nur wenige Personen tatsächlich im Netz Inhalte produzieren (vgl. Russmann 2015, S. 192). Die Untersuchung von Haas belegt ferner, dass Diskussionen, Chats und Blogs mit politischen Inhalten nur selten genutzt werden. Die Studie kommt schließlich zum Ergebnis, dass Onlineangebote keinen wirklichen Effekt auf die politische Partizipation der Menschen haben (vgl. Haas 2015, S. 37). Die Studie von Vowe zeigt zudem, dass der Abstand zwischen Politik und Bürgerinnen/Bürgern, trotz digitaler Transformation, unverändert ist (vgl. Vowe 2012, S. 43).
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Sozialen Medien als Herausforderung für Mündigkeit und politische Bildung sowie Darlegung der Forschungsfrage.
2 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN: Definition der zentralen Begriffe Soziale Medien und Medienkompetenz als Basis für die weitere Untersuchung.
3 FORSCHUNGSSTAND: Überblick über die bisherige politikdidaktische Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung.
4 AKTUELLE BEFUNDE ZU SOCIAL MEDIA: Darstellung empirischer Daten zur Internet- und Social-Media-Nutzung durch Kinder und Jugendliche.
5 POLITISCHE BILDUNG IN DER SCHULE: Erörterung der Aufgaben, Ziele und Kompetenzbereiche der politischen Bildung sowie Vorstellung didaktischer Instrumente.
6 FOLGEN DES DIGITALEN WANDELS: Analyse der Chancen und Risiken durch Soziale Medien, insbesondere hinsichtlich Journalismus, Demokratie und Marktmacht der Internetkonzerne.
7 KONSEQUENZEN FÜR DIE POLITISCHE BILDUNG: Ableitung theoretischer Schlussfolgerungen für die Politikdidaktik und Untersuchung der Rolle von Medienkompetenz.
8 DISKUSSION: Reflexion der Arbeit und Diskussion kritischer Aspekte der politikdidaktischen Reaktion auf digitale Herausforderungen.
9 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftige Entwicklungen.
10 ZUSAMMENFASSUNG: Kompakte Darstellung der zentralen Argumente und Ergebnisse der Arbeit.
11 ABSTRACT: Englische Kurzfassung der Master-Thesis.
Soziale Medien, politische Bildung, Medienkompetenz, Mündigkeit, Demokratie, Partizipation, digitaler Wandel, Politikdidaktik, Filterblase, Fake News, Internetkonzerne, Big Data, digitale Souveränität, politische Urteilsfähigkeit, kritische Medienbildung.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie die politische Bildung im Schulunterricht auf die gesellschaftlichen und individuellen Herausforderungen reagieren kann, die durch die weite Verbreitung Sozialer Medien entstehen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Nutzung Sozialer Medien durch Jugendliche, den Folgen für die Demokratie und den Journalismus sowie der kritischen Hinterfragung des Begriffs der Medienkompetenz im Kontext der politischen Bildung.
Das Hauptziel ist es, zu klären, wie die politische Bildung angesichts ihrer originären Bildungsaufgaben angemessen auf die Herausforderungen der Sozialen Medien reagieren kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und der Auswertung bestehender Literatur sowie aktueller empirischer Studien zu den Themen Digitalisierung, politische Bildung und Mediennutzung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition begrifflicher Grundlagen, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Social-Media-Forschung, die Darstellung der Bildungsaufgaben der politischen Bildung, eine Analyse der Folgen des digitalen Wandels sowie die Ableitung von Konsequenzen für die Politikdidaktik.
Zu den Kernbegriffen gehören Soziale Medien, politische Bildung, Mündigkeit, digitale Partizipation, Medienkompetenz und die Marktmacht großer Internetkonzerne.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Begriff Medienkompetenz für die Politikdidaktik zu ungenau und oberflächlich ist und plädiert stattdessen für eine kritische Medienbildung, die Politik als Bezugsdisziplin in den Mittelpunkt stellt.
Die Autorin sieht in der Marktmacht der Internetkonzerne und der Funktionsweise von Algorithmen ein Risiko für die Demokratie, da diese zu Filterblasen, Manipulation und dem Verlust individueller Freiheit und Mündigkeit führen können.
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