Masterarbeit, 2019
83 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einführung in die Arbeit
1.1 Relevanz und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition und Arten von Knappheit
2.2 Kommunikation von Knappheitsbotschaften
2.2.1 Mengenbezogene Knappheitsbotschaften
2.2.2 Zeitbezogene Knappheitsbotschaften
2.2.3 Limited Editions als Knappheitsbotschaft
2.3 Erklärungsansätze für die Wirkung von Knappheit
2.3.1 Reaktanz-Theorie
2.3.2 Commodity-Theorie
2.3.3 Need-for-Uniqueness-Theorie
2.3.4 Knappheit als heuristischer Reiz
2.4. Kriterien für die Inszenierung von Knappheit im Online-Bereich
2.4.1 Grad des Produktzugangs
2.4.2 Kommunikation und -distribution
2.4.3 Produktdarstellung
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Begründung der Methodenwahl
3.2 Erschließung des Untersuchungsmaterials
3.3 Ableitung der Typisierungsdimensionen
3.4 Zusammenfassung der Typenkonstruktion
4. Typen und Modell der Knappheits-Inszenierung im Online-Bereich
4.1 Eindimensionale Knappheits-Inszenierung
4.2 Zweidimensionale Knappheits-Inszenierung
4.3 Mehrdimensionale Knappheits-Inszenierung
4.4 Modell für die Zuordnung und Analyse limitierter Online-Angebote
5. Diskussion und Ausblick
Die Arbeit entwickelt ein theoretisch fundiertes Modell zur Analyse von Inszenierungsmöglichkeiten limitierter Online-Angebote, um die Forschungsfrage zu beantworten, welche Inszenierungsstrategien sich im Rahmen dieser Angebote ableiten lassen und wie diese das Konsumentenverhalten beeinflussen.
1.1 Relevanz und Problemstellung
Der griechische Philosoph Aristoteles erkannte schon früh, dass Seltenheit mehr Wert besitzt, als etwas, dass reichlich vorhanden ist: „What is rare is a greater good than what is plentiful“ (Aristoteles, o.J., zitiert nach Baumeister, Bushman, 2016, S. 268). Er beschrieb damit das grundlegende Knappheitsprinzip, das seit jeher zum menschlichen Handeln gehört. Besonders in der Konsumwelt stellt das Knappheitsprinzip ein allgegenwärtiges Phänomen dar. Viele Anbieter machen sich dieses Prinzip zu Nutze, indem sie ihre Produkte oder Dienstleistungen verknappen, um sie besonders und wertvoll darstellen zu lassen. In der Marketingpraxis wird diese Vorgehensweise als künstliche bzw. inszenierte Knappheit bezeichnet, da sie sich von Anbieterseite aus erzeugen und gestalten lässt (vgl. Pick, Kenning, 2012, S. 47; vgl. Kastner, 2018, S. 235).
So stoßen Konsumenten während eines aufmerksamen Einkaufs nicht selten auf Angebote, die in Limited Editions angeboten werden oder nur begrenzt erhältlich bzw. nur für eine kurze Zeit erhältlich sind. Viele Online-Shopping-Portale nutzen häufig Signale, um auf die begrenzte Verfügbarkeit von Produkten und einen drohenden Ausverkauf hinzuweisen. Drüber hinaus lassen sich Knappheitssignale in diversen TV-Verkaufssendungen finden, in denen angepriesene Produkte durchweg mit verbleibenden Stückzahlen oder Informationen über Knappe Vorräte beworben werden (vgl. Lynn, 1991, S. 43). Derartige Hinweise über die Knappheit eines Produkts dienen teilweise zur rein informationellen Feststellung gegenüber verbleibenden Verkaufseinheiten. Auf der anderen Seite scheinen Begrenzungen des Angebots und die dadurch signalisierte Knappheit bedeutende Auswirkungen auf die Attraktivität und Beliebtheit der Produkte zu haben.
1. Einführung in die Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Knappheitsinszenierung im Marketing und definiert die Forschungsziele sowie den Aufbau der vorliegenden Studie.
2. Theoretische Grundlagen: Hier erfolgt eine Einordnung der Knappheit im wirtschaftlichen Kontext sowie die Analyse von Kommunikationsbotschaften und psychologischen Wirkungsmodellen.
3. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel begründet die Wahl der typologischen Analyse und beschreibt das methodische Vorgehen zur Erschließung und Strukturierung des Untersuchungsmaterials.
4. Typen und Modell der Knappheits-Inszenierung im Online-Bereich: Auf Basis der Untersuchung werden eindimensionale, zweidimensionale und mehrdimensionale Inszenierungstypen differenziert und in ein Gesamtmodell überführt.
5. Diskussion und Ausblick: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit, ordnet sie in den theoretischen Kontext ein und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Knappheitsinszenierung, Online-Handel, Limited Editions, Konsumentenverhalten, Reaktanz-Theorie, Commodity-Theorie, Need-for-Uniqueness, Knappheitsbotschaften, Verkaufsförderung, digitale Vermarktungsstrategien, Markenimage, Exklusivität, Produktknappheit, Typologie.
Die Arbeit untersucht, wie Online-Händler das Prinzip der Knappheit nutzen, um ihre Produkte attraktiver zu gestalten, und entwickelt dazu ein systematisches Analysemodell.
Die zentralen Felder umfassen die psychologische Wirkung von Knappheit, die Kommunikation solcher Botschaften und die spezifische Gestaltung dieser Inszenierungen im Online-Handel.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Inszenierungsmöglichkeiten sich im Rahmen von limitierten Online-Angeboten ableiten und systematisch typisieren lassen.
Es wird eine typologische Analyse nach Mayring angewendet, um verschiedene Inszenierungsstrategien aus einer qualitativen Datenbasis zu extrahieren und zu systematisieren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, methodisches Vorgehen sowie die Typenbildung und Modellierung der Knappheits-Inszenierung (eindimensional, zweidimensional, mehrdimensional).
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Knappheitsinszenierung, Online-Handel, Limited Editions, Konsumentenverhalten und verschiedene psychologische Theorien wie die Reaktanz-Theorie.
Bei der eindimensionalen Inszenierung wird Knappheit lediglich auf der Angebotspräsentation vermittelt, während bei der zweidimensionalen Variante zusätzlich der Produktzugang (z.B. durch Club-Mitgliedschaften) eingeschränkt wird.
Dieser Typ nutzt sämtliche Dimensionen einschließlich viraler Kommunikation und "Hype"-Generierung, oft unter Einbeziehung externer Communities und Multiplikatoren.
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