Bachelorarbeit, 2018
46 Seiten, Note: 1,8
1. Zusammenfassung
1.1. Summary
2. Einleitung
2.1. Nektar
2.2. Nektarmikroben und –Gemeinschaften
2.3. Nektarhefen
2.4. Hefestämme
2.5. Pestizide
2.5.1. CAREO
2.5.2. DiPel ES
3. Material und Methoden
3.1. Material
3.1.1. Laborgeräte
3.1.2. Chemikalien
3.1.3. Software
3.1.4. Biologisches Material
3.1.4.1. Die Hefestämme
3.1.4.2. Pestizide
3.2. Methoden
3.2.1. Vorbereitung der Nektarhefen
3.2.2. Herstellung der Konzentrationsreihen
3.2.3. Beschickung der Well-Platten
3.2.4. Messungen
3.2.5. Kontrollversuch
3.2.6. Statistische und grafische Auswertung
4. Ergebnisse
4.1. CAREO
4.1.1. MoM356
4.1.2. SH051
4.1.3. Stammvergleich
4.2. DiPel
4.2.1. MoM356
4.2.2. SH051
4.2.3. Stammvergleich
4.3. Steriles DiPel
4.3.1. MoM356
4.3.2. SH051
4.3.3. Stamm- und Treatmentvergleich
4.4. Mikroskopische Aufnahmen der Versuchslinien mit DiPel- Treatment
4.5. Ausstriche
4.6. Kontrollversuch
4.6.1. Wachstum von Bacillus thuringiensis
4.6.2. pH-Wert Messung
4.6.3. Ausstriche
5. Diskussion
5.1. CAREO
5.2. DIPEL
6. Ausblick auf zukünftige Forschung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss zweier kommerziell erhältlicher Insektizide, CAREO und DiPel ES, auf das Wachstum zweier Stämme der Nektarhefe Metschnikowia reukauffii in künstlichem Nektar. Ziel ist es, potenzielle schädliche Auswirkungen dieser Pestizide auf Nektarhefen als Nicht-Ziel-Organismen zu bewerten und mögliche ökologische Konsequenzen für Bestäuber-Pflanzen-Interaktionen zu verstehen.
2.5.1. CAREO
CAREO basiert auf dem Wirkstoff Acetamiprid. Dies ist ein EU genehmigtes Neonikotinoid. Das Mittel darf auf Nutzpflanzen sowohl im Innenbereich als auch im Freiland angewendet werden (https://www.pflanzotheke.de/schaedlingsfrei-careo-konzentrat-804_12738.html, 2017). Auf Grund seiner geringen Mobilität im Boden ist es unwahrscheinlich, dass es bis in das Grundwasser vordringt, dort fortdauert und sich unkontrolliert verteilt. Allerdings ist dies mit seiner hohen Wasserlöslichkeit in aquatischen Systemen möglich. Es hat eine durchschnittliche Toxizität auf Säugetiere, jedoch eine hohe toxische Wirkung auf Anneliden und Vögel. In der Nutzung als Insektizid wird das Bioakkumulationspotential von Acetamiprid genutzt, sodass es neben dem bloßen Kontakt der Haut auch über die Nahrungsaufnahme in den Organismus gelangen kann (Pesticide Properties DataBase, 2017). Dort ist die Wirkungunsweise von Acetamiprid nahe dem des Nikotins, eines natürlichen Insektizids. Der Stoff bindet als Agonist an die Acetylcholin-Rezeptoren im zentralen Nervensystem und provoziert somit eine Erregung der Nervenzelle. Daraufhin tritt eine Paralyse des Organismus und anschließend der Tod ein (Fishel, 2015). Der Hersteller wirbt mit einem Erfolg gegen alle saugenden und kauenden Insekten (Beschreibungstext auf Verpackung, 2017).
Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über die Forschungsfragestellung, die angewandten Methoden und die zentralen Ergebnisse bezüglich des Pestizideinflusses auf das Nektarhefenwachstum.
Einleitung: Beschreibt die ökologische Bedeutung von Nektar und Nektarhefen für die Bestäubungsleistung und führt in die Thematik der Pestizide und deren potenzielle Auswirkung auf Nicht-Ziel-Organismen ein.
Material und Methoden: Detaillierte Auflistung der verwendeten Laborgeräte, Chemikalien und der experimentellen Vorgehensweise, inklusive der Erstellung der Konzentrationsreihen und der statistischen Auswertung.
Ergebnisse: Präsentiert die Daten der Wachstumsuntersuchungen unter verschiedenen Konzentrationen von CAREO, DiPel und sterilem DiPel sowie mikroskopische Aufnahmen und Kontrollversuche.
Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, Analyse der methodischen Herausforderungen und Interpretation der Auswirkungen der Insektizide auf die Nektarhefen.
Ausblick auf zukünftige Forschung: Zeigt auf, dass Nektarhefen als Nicht-Ziel-Organismen stärker in den Fokus der Forschung rücken müssen, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen von Pestizidkonzentrationen im Nektar.
Nektarhefe, Metschnikowia reukauffii, Pestizide, CAREO, DiPel ES, Acetamiprid, Bacillus thuringiensis, Bestäubung, Wachstumsverlauf, Nektar, ökologische Toxikologie, Nicht-Ziel-Organismen, Nektarmikroben, statistische Auswertung, Mikrobiologie.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Insektizide CAREO und DiPel ES auf das Wachstum der Nektarhefe Metschnikowia reukauffii in künstlichem Nektar auswirken.
Zentrale Themen sind die Ökologie von Nektarhefen, der Einfluss chemischer und biologischer Pestizide auf diese Mikroorganismen und die damit verbundene Bestäubungsökologie.
Das primäre Ziel ist es, das Schadenspotenzial von Pestiziden auf Nektarhefen als Nicht-Ziel-Organismen zu ermitteln und deren potenzielle Rolle im Bestäubungs-Pflanzen-Interaktionsgefüge zu beleuchten.
Es wurden Wachstumskurven von Hefestämmen unter variierenden Pestizidkonzentrationen über 116 Stunden mittels optischer Dichte gemessen, statistisch ausgewertet (ANOVA/Tukey-Test) und mikroskopisch analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Materialien und Methoden, die Präsentation der experimentellen Ergebnisse der verschiedenen Treatments sowie deren wissenschaftliche Diskussion.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Nektarhefe, Pestizide, Metschnikowia reukauffii, Bestäubung und ökologische Toxikologie definieren.
CAREO (auf Acetamiprid-Basis) zeigte bei sehr hohen Dosen eine starke Wachstumshemmung, während bei DiPel (Bacillus thuringiensis-basiert) die biologische Komponente zu einer Komplexität führte, die eine rein hefespezifische Wachstumsmessung erschwerte.
Bacillus thuringiensis wurde als Hauptbestandteil von DiPel untersucht; es zeigte sich, dass dieses Bakterium unter den Bedingungen des Experiments in Nektar Zellwachstum aufweisen kann, was eine Konkurrenzsituation zu den Hefen erzeugt.
Obwohl es zwischen den Stämmen MoM356 und SH051 Unterschiede gab, war im Rahmen der angewandten Methode allgemein kein signifikanter Unterschied im Gesamtwachstum unter Pestizideinfluss auszumachen.
Das Experiment wurde ursprünglich auf 283 Stunden angesetzt, jedoch wurde der Messzeitraum auf 116 Stunden verkürzt, da sich die Hefen zu diesem Zeitpunkt bereits in der stationären Phase befanden und frühere Messpunkte eine zuverlässigere Datenbasis boten.
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