Masterarbeit, 2021
102 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Arbeit analysiert die Potenziale des Geschichtsunterrichts zur Förderung antirassistischer Sprache im Kontext der postkolonialen Rassismuskritik. Dabei wird die Bedeutung von Sprache als Diskriminierungsmittel beleuchtet und die Notwendigkeit von Sprachsensibilität hinsichtlich antirassistischer Sprache, ihrer moralischen Dimension und ihrer Grenzen aufgezeigt.
Die Einleitung skizziert die Relevanz der öffentlichen Debatte über rassistische Sprache und stellt den Zusammenhang zwischen Sprache und Diskriminierung dar. Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen antirassistischen Sprachgebrauchs und analysiert die Funktionsweise von Sprache als Diskriminierungsmittel. Im weiteren Verlauf wird der Geschichtsunterricht als Institution im Spannungsfeld Rassismus kritisch beleuchtet und dessen Beziehung zu Sprache untersucht. Das Kapitel über den postkolonialen Geschichtsunterricht beleuchtet die Rolle des Colonial Turn und die Bedeutung von Rassismuskritik im Kontext des Kolonialismus und des Nationalsozialismus. Der Fokus liegt dabei auf dem Kolonialismus als Sprachwerkstatt der rassistischen Sprache und der Bedeutung von antirassistischer Sprache als herrschaftskritische Sprache. Darüber hinaus werden verschiedene Formen des Otherings und die Mechanismen des verdeckten Rassismus erläutert. Der abschließende Teil der Arbeit widmet sich dem Empowerment durch Sprache und beleuchtet die Möglichkeiten eines migrationsgesellschaftlichen Geschichtsunterrichts.
Antirassistische Sprache, Diskriminierung, Geschichtsunterricht, Kolonialismus, Postkolonialismus, Rassismuskritik, Sprachbewusstsein, Othering, Empowerment, Migrationsgesellschaft.
Durch die kritische Analyse kolonialer Narrative und die Reflexion von Identitätskonstruktionen können Schüler lernen, rassistische Strukturen in der Sprache zu erkennen und zu vermeiden.
Othering beschreibt den Prozess, bei dem eine Gruppe als „andersartig“ oder „fremd“ konstruiert wird, um die eigene Gruppe (oft die „weiße“ Mehrheitsgesellschaft) als Norm zu bestätigen.
Historische Quellen enthalten oft rassistische Begriffe. Ein sensibler Umgang bedeutet, diese Begriffe im Unterricht kontextbezogen zu dekonstruieren, ohne sie unkritisch zu reproduzieren.
Empowerment bedeutet, marginalisierten Gruppen (z.B. Afrodeutschen) durch eine herrschaftskritische Sprache Raum zur Selbstdefinition zu geben und rassistische Sprecherpositionen zu hinterfragen.
Der Racial Turn bezeichnet einen Perspektivwechsel, bei dem Rassismus und koloniale Strukturen als zentrale Analysekategorien für das Verständnis von Geschichte und Gesellschaft herangezogen werden.
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