Masterarbeit, 2020
110 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Methodische Vorgehensweise
2 Format und Inhalt semantischer Finanzberichte
2.1 Aufbau der eXtensible Business Reporting Language und ihre Schichten
2.1.1 Die XML-Schicht
2.1.2 XBRL-Spezifikation
2.1.3 Taxonomien
2.1.3.1 Concepts
2.1.3.2 Linkbases
2.1.4 Instance Document
2.2 Weiterentwicklungen von XBRL bis zu iXBRL
2.2.1 Weiterentwicklungen von XBRL
2.2.2 Inline eXtensible Business Reporting Language
2.3 European Single Electronic Format (ESEF) als neues Berichtsformat
2.3.1 Entwicklung und Vorgaben durch ESEF
2.3.2 Implementierungsakt in das nationale Recht
3 Unternehmensanalysen auf Grundlage semantisch strukturierter Finanzdaten
3.1 Struktur zur Unternehmensanalyse mit ESEF Berichten
3.2 Technische Alternativen zur Implikation der Berichtsdaten
3.2.1 Implikation mit Excel Power Query
3.2.2 Implikation mit Makros
3.2.3 Implikation mit Arelle als Open Source Programm
3.3 Vergleich der technischen Alternativen
4 Überblick alternativer Formate für Geschäftsberichte
5 Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu untersuchen, wie Unternehmensanalysen auf Basis semantisch strukturierter Finanzdaten (ESEF-Berichte) automatisiert oder vereinfacht werden können. Dabei liegt der Fokus auf der Ermittlung einer universell anwendbaren Auswertungsstruktur sowie der technischen Transformation dieser Daten in das Kalkulationsprogramm Microsoft Excel.
2.1 Aufbau der eXtensible Business Reporting Language und ihre Schichten
Bei der eXtensible Business Reporting Language handelt es sich um einen „frei verfügbaren, plattform- und systemunabhängigen (technologieunabhängigen) Open-Source-Kommunikationsstandard für die automatisierte und softwareunterstützte Erstellung, Verbreitung, Veröffentlichung und Auswertung von monetären und nicht monetären Geschäfts- und Finanzinformationen“. Vereinfacht gesagt ist XBRL eine besondere Ausprägung der eXtensible Markup Language (XML). In der Literatur wird oft von einem Dialekt XMLs gesprochen. Demzufolge verfügt XBRL über alle Eigenschaften von XML und bietet darüber hinaus noch einige Funktionen mehr, welche spezifisch auf die Berichterstattung von finanziellen Informationen zugeschnitten ist. Diese „Sprache“ dient dazu, den Berichtsfluss von Unternehmensdaten vom Informationsgeber (Producer) zum Informationsempfänger (Consumer) zu standardisieren und rationalisieren. Mit Hilfe von XBRL werden die Ziele verfolgt, Finanzinformationen semantisch beschreiben zu können um diese effizient, effektiv und ohne Medienbruch weiter zu verarbeiten. Durch die Weiterentwicklung von XML zu XBRL sollten die Stärken von XML mit seiner Universalität im Sinne der Programm- und Plattformunabhängigkeit sowie die freie Gestaltbarkeit für die Zwecke der Unternehmensberichterstattung genutzt werden. Folglich können die Finanzinformationen semantisch beschrieben werden und, falls beispielsweise durch Änderungen von Rechnungslegungsstandards nötig, beliebig erweitert werden, was der Namensbestandteil „eXtensible“ signalisiert. XBRL besteht nicht nur ausschließlich aus Datentechnik, sondern zu einem Großteil auch aus fachlichem Wissen aus der Betriebswirtschaft und dem Rechnungswesen um einen ordnungsgemäßen Bericht sicherstellen zu können. Um die genannten Ziele zu erreichen benötigt es eine Vielzahl von klar definierten Elementen um die beinhalteten Informationen korrekt mit der dazugehörigen Bedeutung auszeichnen zu können. Zudem sind entsprechende Beziehungsstrukturen zwischen den Elementen festzulegen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Digitalisierung der Finanzberichterstattung und die Herausforderung der Medienbrüche, die durch semantisch strukturierte Daten überwunden werden sollen.
2 Format und Inhalt semantischer Finanzberichte: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen von XBRL, iXBRL und ESEF als Basis für eine einheitliche und maschinenlesbare Finanzberichterstattung.
3 Unternehmensanalysen auf Grundlage semantisch strukturierter Finanzdaten: Hier wird eine Struktur für automatisierte Analysen erarbeitet und verschiedene technische Methoden wie Excel-Tools und Arelle für deren Implementierung verglichen.
4 Überblick alternativer Formate für Geschäftsberichte: Dieses Kapitel gibt einen Ausblick auf RDF und das Semantic Web als alternative Ansätze zur semantischen Datenbeschreibung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der untersuchten technischen Lösungen für Analysten unter Berücksichtigung der neuen ESEF-Vorgaben.
Finanzberichterstattung, XBRL, iXBRL, ESEF, Unternehmensanalyse, Semantik, Datenstrukturierung, Excel, Power Query, Makros, Arelle, Digitalisierung, Finanzdaten, Unternehmensbewertung, XML
Die Arbeit analysiert die Anwendung von semantisch strukturierten Finanzdaten, insbesondere nach dem ESEF-Standard, zur Durchführung automatisierter Unternehmensanalysen.
Die zentralen Felder umfassen die technischen Grundlagen (XBRL/iXBRL), die gesetzlichen Rahmenbedingungen (ESEF) sowie die praktische Umsetzung der Datenanalyse in Microsoft Excel.
Das Ziel ist die Ermittlung einer universellen Struktur zur Unternehmensanalyse sowie der Vergleich technischer Möglichkeiten zur effizienten Integration dieser Daten in bestehende Analyseumgebungen.
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse der Standards sowie eine technisch-explorative Vorgehensweise, bei der Import- und Analyseprozesse in MS Excel anhand von Fallbeispielen geprüft werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Erklärung der XBRL-Struktur und eine praktische Untersuchung technischer Alternativen für den Datenimport (Power Query, Makros, Arelle).
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind XBRL, iXBRL, ESEF, Finanzberichterstattung, semantische Daten, Unternehmensanalyse und Microsoft Excel.
ESEF ermöglicht eine einheitliche, maschinenlesbare Finanzberichterstattung, die manuelle Erfassungsprozesse reduziert und damit die Vergleichbarkeit von Unternehmen verbessert.
Excel dient als das in der Praxis am weitesten verbreitete Werkzeug für Analysten, in das die semantisch strukturierten Daten transformiert werden müssen, um sie für Kennzahlenberechnungen nutzbar zu machen.
Die Nutzung von Makros erfordert tiefgehende Programmierkenntnisse in VBA, was für betriebswirtschaftliche Analysten oft eine Hürde darstellt, zudem fehlt eine direkte visuelle Kontrolle der Datenvalidität.
Arelle bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche, eine integrierte Validierung und eine visuelle Darstellung der Linkbases, was die Handhabung der komplexen Datenstrukturen für Analysten erheblich erleichtert.
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